Transcription

ülStatistisches BundesamtTourismusinZahlen1988

Herausgeber:Statistisches BundesamtGustav-Stresemann-Ring 116200 Wiesbaden 1Erschienen im Dezember 1988Schutzgebühr: DM 8,Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit Quellenangabeunter Einsendung eines Belegexemplares gestattet

VorwortDerhoheStellenwert,der dem Tourismusim wirtschaftlichen und ge-sellschaftlichen Bereich zukommt, den das Reisen in der Freizeit undim geschäftlichen Leben einnimmt, zeigt sich auch in dem großen uchfanddaherdieErstausgabe "Tourismus in Zahlen", die auf der Internationalen Tourismusbörse 1988 in Berlin vorgestellt wurde.Mit der aktualisierten und erweiterten zweiten Fassung von ber verkehrWissenschaft,einfach dUrlaubs-Beherbergungen und das Beherbergungsgewerbe,allensichfürundEr-über Ver-kehrsmittel vom Auto über die Bahn bis zu Flugzeug und Schiff, über die Beschäftigung im Gastgewerbe, über Reiseziele etc.DieExpansion desReiseverkehrs bringtinzunehmendem Maße Anforderungen an die Statistik mitsich. Noch können nicht alle Fragen, die an die Tourismusstatistik gestellt werden, beantwortetwerden.zurAktualisierungZeit ichungsinddaherZiele einer Kooperation der gesamten Fremdenverkehrswirtschaft und der Statistik.Viele Ihrer Fragen aber beantwortet sicherlich der vorliegende Band "Tourismus in Zahlen".Egon HolderWiesbaden, im November 1988desStatist. Bundesamt - n Bundesamtes

InhaltSeiteVorwort1Das Begriffssystem Tourismus2Tourismus im Rahmen der che nung der deutschen Bevölkerung bis 2000144.24.38Arbeits- und Freizeit15Tarifvertragliche ürlaubsdauer 1975 bis 1987Durchschnittliche tarifliche Wochenarbeitszeit der Arbeiter undAngestellten 1960 bis 19871515Ginkommensentwicklung und Reiseausgaben15Ausgabefähige Jahreseinkommen und -einnahmen privater Haushalte sowieAufwendungen für den Privaten Verbrauch je Haushalt und Jahr 1969 bis 1983Urlaubsaufwendungen nach Haushaltstypen in Prozent des ausgabefähigen Einkommens1976 bis 1985Jährliche Aufwendungen ausgewählter privater Haushalte für Urlaubs- undErholungsreisen in DM 1976 bis 19854.44.54.64.7161717Urlaubs- und Erholungsreisen18Reisende nach Reisehäufigkeit 1981/82, 1984/85 und 1985/86Urlaubs- und Erholungsreisen 1962 bis 1982Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung sowie Reisende nach sozio-ökonomischenMerkmalen 1984/85 und 1985/86Haushaltsreisen nach sozio-ökonomischen Merkmalen 1984/85 und 1985/86Haushaltsreisen im Inland und ins Ausland nach monatlichem Nettoeinkommen 1984/85und 1985/86Reisen nach dem Monat des Reiseantritts sowie nach Verkehrsmitteln 1984/85 und1985/86Inlandsreisen nach sozio-ökonomischen Merkmalen 1984/85 und 1985/8618182121Kurtourismus22Erfaßte Kurbetriebe, Kurgäste, Kurtage sowie abgegebene Kurmittel 1970 bis 198722Grenzüberschreitender Reiseverkehr22Einreisen nach Art des Grenzübergangs 1960 bis 1987Ein- und Ausreisen im Reiseverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und derDeutschen Demokratischen Republik und Berlin (Ost) nach Art des Grenzübergangs1982 bis 1987Ein- und Ausreisen im Reiseverkehr zwischen der Bundesrepublik Deutschland und derDeutschen Demokratischen Republik und Berlin (Ost) sowie im Transitverkehr vonund nach Berlin (West) 1985 bis 19872323Beherbergung24Geöffnete Betriebe sowie Ankünfte und Übernachtungen nach Betriebsarten 1985bis 1987Übernachtungen in Gemeindegruppen nach Betriebsarten 1987Anteile der Betriebsarten an Beherbergungsstätten insgesamt 1987 nach Ankünftenund Übernachtungen3--19202024242526

4.8VerkehrBestand an Kraftfahrzeugen nach Fahrzeugarten sowie Zahl der motorisiertenFahrzeuge je Tausend Einwohner 1960 bis 1987Entwicklung des Eisenbahn-Personenverkehrs 1960 bis 1987Reisende im Pauschalflugreiseverkehr nach Endzielländern 1965 bis 1987Reisende im Pauschalflugreiseverkehr 1987 nach Herkunftsflugplätzen und EndzielländernReisende 1987 nach Herkunftsflugplätzen und EndzielländernDurchschnittliche Einnahmen im Personenverkehr mit Straßenverkehrsmitteln 1986nach Verkehrsarten und -formen sowie nach UnternehmensformenUnternehmen, Beschäftigte und Umsatz im Straßenpersonenverkehr 1970 bis 1986Motorisierter und nicht motorisierter Verkehr 1982 nach Fahrt- bzw. Wegezweckenund VerkehrsartenSeite2727272829303131325Touristisches ätten und Betten/Schlafgelegenheiten nach Betriebsarten 1960 bis1987Beherbergungsstätten, Betten/Schlafgelegenheiten, Auslastung und Wohneinheiten nachBetriebsarten 1985 bis 1987Durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten und der Gesamtbettenkapazitätsowie Anteil der angebotenen Betten an der Gesamtbettenkapazität 1987Beherbergungskapazität 1981 und 1987nach Betrieben, Beherbergungseinheiten und Betten/Schlafgelegenheitennach Gästezimmer, Wohneinheiten und Betten/Schlafgelegenheitennach Beherbergungseinheiten, Betten/Schlafgelegenheiten, Art und Ausstattungsowie Größen- und Preisklassennach Ausstattung der Beherbergungsbetriebe und Betriebsartennach Ausstattung der Campingplätze mit Versorgungs- bzw. Sport- undFreizeiteinrichtungenBetriebe, Beherbergungseinheiten und Betten nach Gemeindegrößenklassen 1981 und 1987 e Betriebe und Forstbetriebe mit Zimmervermietung51Landwirtschaftliche Betriebe und Forstbetriebe mit Zimmervermietung an Ferien- oderKurgäste nach Größenklassen der landwirtschaftlich genutzten Fläche 1971 und 1979 .51Gastgewerbe52Auszubildende sowie neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse nach Berufsgruppen,Ausbildungsberufen und Ausbildungsjahren 1983 und 1985Steuerpflichtige und steuerbarer Umsatz im Gastgewerbe nach Betriebsarten1980 bis 1986Unternehmen, Beschäftigte und Umsatz im Gastgewerbe nach wirtschaftssystematischerGliederung 1960 bis 1985Unternehmen und darin Beschäftigte 1950, 1961 und 1970Umsatz, Beschäftigte, Bruttolohn- und Gehaltsumme, Investitionen, Aufwendungenfür gemietete oder gepachtete Sachanlagen und Rohertragsquote im Gastgewerbe1985 nach WirtschaftsgliederungArbeitsstätten und darin Beschäftigte 1950, 1961 und 1970Kostenstruktur des Gastgewerbes ngspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer 1975 bis 1987(jeweils 31.12.)Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer am 31.12.1987 nachausgewählten Wirtschaftsunterabteilungen, Arbeitern/Angestellten und ichtig beschäftigte Arbeitnehmer am 31.12.1987 nachausgewählten Wirtschaftsunterabteilungen und LändernTourismusabhängig Beschäftigte 1982Personalkosten in gastgewerblichen Betrieben585959Reiseveranstalter und Reisevermittler60Umsatz, Gesamtleistung und ausgewählte Kosten der Reiseveranstaltung undReisevermittlung 1983Beschäftigte und Personalkosten der Reiseveranstaltung und Reisevermittlung 1983je Unternehmen5.63357586060Gebäude für Freizeit, Erholung und Sport61Baugenehmigungen, Rauminhalt sowie veranschlagte Baukosten nach Gebäudearten1985 bis 198761Schiffahrtstourismus61Unternehmen, verfügbare Fahrgastschiffe, Beschäftigte und Umsatz der gewerblichenBinnenschiffahrt 1987 nach FahrgastkapazitätsgrößenklassenUnternehmen, verfügbare Schiffe und Umsatz der Binnenschiffahrt 198761624--

Seite5.8Naturschutz62Naturparke und NationalparkeNaturparke und deren 36Regionale Verteilung des , Ankünfte und Übernachtungen der Gäste in Beherbergungsstätten nach Ländern 1985 bis 1987Ankünfte, Übernachtungen und Aufenthaltsdauer der Gäste auf Campingplätzen nachLändern 1985 bis 1987Beherbergungsstätten, Betten/Schlafgelegenheiten, Auslastung und Wohneinheitennach Ländern 1985 bis 1987Betten/Schlafgelegenheiten in Beherbergungsstätten nach Ländern 1960 bis 1987Landwirtschaftliche Betriebe und Forstbetriebe mit Zimmervermietung an Ferienoder Kurgäste nach Ländern 1971 und 1979Gesamtfläche 1985 nach Nutzungsarten und LändernÜbernachtungen in Beherbergungsstätten nach Ländern 1960 bis 1987Steuerpflichtige und steuerbarer Umsatz im Gastgewerbe 1986 nach LändernVerteilung der Gesamtübernachtungen auf die Bundesländer und Berlin (West) 1987Bestand an Binnenschiffen 1987 nach LändernAuszubildende nach Ausbildungsberufen und Ländern 1983 und bäder und Kurorte71Ankünfte und Übernachtungen in Beherbergungsstätten nach Gemeindegruppen 1985bis 198771Reisegebiete71Ankünfte und Übernachtungen in Beherbergungsstätten 1987 nach Reisegebieten72Auslandstourismus73Haushaltsreisen ins Ausland nach Zielländern 1984/85 und 1985/86Ankünfte und Übernachtungen in Beherbergungsstätten 1987 nach HerkunftsländernAnkünfte, Übernachtungen und Aufenthaltsdauer der Gäste auf Campingplätzen nachHerkunftsländern 1985 bis 1987Auslandsreisen nach Zielländern 1984/85 und 1985/867374Ausländertourismus76Ankünfte und Übernachtungen 1987 der ausländischen Gäste in Beherbergungsstättennach wichtigen Herkunftsländern in bevorzugten GemeindenVerteilung der Übernachtungen von Ausländern auf die Bundesländer undBerlin (West) 19876.66475767791Inlandstourismus92Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung und Reisende nach Herkunftsländern1984/85 und 1985/8692Inlandsreisen nach Herkunfts- und Zielländern 1984/85 und 1985/8693Großstädte93Bevölkerung, Arbeitsstätten, Beschäftigte und Umsatz im Gastgewerbe 1985 nachkreisfreien StädtenBevölkerung, Arbeitsstätten, Beschäftigte und Umsatz im Beherbergungsgewerbe1985 nach kreisfreien Städten95Landesverbände96Jugendherbergen, Betten sowie Übernachtungen nach Landesverbänden 1985 bis 198796Kreise96Regionale Verteilung der Beschäftigten im Gastgewerbe 1985Betriebe, Betten, Ankünfte und Übernachtungen nach Kreisen/kreisfreien Städtenin ländlichen Gebieten 1987979498Tourismus in der Deutschen Demokratischen Republik und Berlin (Ost)103Staatliche Campingplätze 1973 bis 1987Urlauber im Ostseebezirk Rostock nach Monaten und Ferienträgern 1970 bis 1986Ferienheime und Betten des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes 1955 bis 1986Erholungsaufenthalte des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes 1955 bis 19861031041041055--

SeiteVom ReisebüroVom ReisebüroausgewähltenVom ReisebüroVom Reisebüro1987der DDRder DDRLändernder DDRder DDRvermittelte Auslandsreisen für DDR-Bürger 1970 bis 1987vermittelte Auslandsreisen für DDR-Bürger nach1975 bis 1987für Ausländer vermittelte Reisen in die DDR 1975 bis 1987vermittelte Mehrtagesreisen und Tagesfahrten im Inland 1965 bis1051051061068Tourismus im internationalen Vergleich1078.1Kaufkraft der DM im Ausland107Entwicklung des Außenwertes der DM gegenüber anderen Währungen 1975 bis 1987Kaufkraft der DM im Ausland (Reisegeldparitäten) 1970 bis 1987Kaufkraft der DM im Ausland (Verbrauchergeldparitäten) 1988107108108Dienstleistungsverkehr108Einnahmen und Ausgaben im Reiseverkehr nach Ländergruppen und Ländern 1985 bis1987Devisenausgaben im Reiseverkehr nach Ländern 1986 und 1987Deviseneinnahmen im Reiseverkehr nach Ländern 1986 und 1987Dienstleistungsverkehr mit dem Ausland 1985 bis 19871091 101111 12WTO, OECD, EG1128.28.3Wachstumsrate der Übernachtungen von ausländischen Gästen in allen Arten vonUnterkünften 1984 bis 1986Grenzankünfte im internationalen Reiseverkehr 1986 nach ZielländernTrends im internationalen Reiseverkehr im Bereich der OECD 1985 und 1986Grenzankünfte, Ankünfte und Übernachtungen 1986 in Beherbergungsstätten aus Nichtmitgliedsländern der OECDGrenzankünfte, Ankünfte und Übernachtungen 1986 in Beherbergungsstätten ausallen LändernEinnahmen und Ausgaben im internationalen Tourismus 1985 und 1986Einnahmen und Ausgaben der Mitgliedsstaaten der EG im Zusammenhang mit dem internationalen Fremdenverkehr 1970 bis 1984Anteil des Fremdenverkehrs an den Zahlungsbilanzen der Mitgliedsstaaten der EG1970 bis 1984Betten in Hotels und ähnlichen Betrieben 1982 bis 1986Gesamtzahl aller Ankünfte von Touristen/Besuchern an den Grenzen 1982 bis 1986Übernachtungen ausländischer Touristen in sämtlichen Beherbergungsbetrieben1982 bis 1986Beschäftigte im Touristischen Dienstleistungsbereich 1984 bis 1986Reiseverkehr in der Zahlungsbilanz der Mitgliedsländer 1982 bis 1986Einnahmen und Ausgaben der Mitgliedsländer im internationalen Reiseverkehr1982 bis 1986Entwicklung der internationalen Einnahmen und Ausgaben in realen Preisen1982 bis 19868.49101121131141151161171 181 181 191191 19120120121121Internationaler Eisenbahn - Personenverkehr122Internationale Übersicht des Eisenbahn-Personenverkehrs 1985 und 1986122Methodischer Teil123Anhang153Erläuterungen wichtiger Begriffe154QuellennachweisAusgewählte Anschriften161162Ausgewählte Veröffentlichungen von Institutionen der Tourismusforschung164Register165

Zeichenerklärung/ keine Angaben, da Zahlenwertnicht sicher genug() Aussagewert eingeschränkt,da Zahlenwert Fehler aufweisenkann nichts vorhanden0 weniger als die Hälfte von 1in der letzten besetzten Stelle,jedoch mehr als nichts. Zahlenwert unbekanntoder geheimzuhaltenx Tabellenfach gesperrt, weilAussage nicht sinnvoll. Angaben fallen später anAbkürzungenB BesucherBE BeherbergungseinheitenBT BettenH HotelsHR Hotels und RestaurantsIH Industrie und HandelKW KilowattLF Landwirtschaftlich genutzte FlächeHill. MillionenPkm PersonenkilometerTD Alle touristischen DienstleistungenWF WaldflächeAbweichungen in den Summen ergeben sich durch Runden der Zahlen7--

16. Es werden Leistungen der touristischen In-Das Begriffssystem Tourismus*)frastruktur genutzt, d.h. Einrichtungen,DieBegriffedie darauf ausgerichtet sind, einen vorübergehenden Aufenthalt zu ermöglichen:"Tourismus" und "Frem-denverkehr" werden synonym verwendet; sie umfassen den nationalen und internationalen Reiseverkehr. Der traditionelle Ausdruck "Fremdenverkehr" wird auch in den deutschsprachigen- Der Beherbergung, Verpflegung und Unterhaltung ,Nachbarländern im Zeichen der Völkerverstän-- der erholungsmäßigen und sportlichen Betätigungdigung immer mehr aus dem Vokabular der inter-sowienationalen Beziehungen verdrängt und durch den- der wirtschaftlichen Betätigung.Begriff "Tourismus" ersetzt, der zudem in denanglo- und francophonen Ländern analog (als7. Der Zeitraum zur Abgrenzung des vorüberge-"tourism“ bzw. "tourisme") - mithin weltweit -henden Aufenthaltes sollte entsprechend denverwendet wird.deutschen Meldegesetzen nicht länger als inder Regel zwei Monate sein.Für die Einordnung der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus der Reise und demAufenthalt von Personen ergeben, in den Be-Aufbauend auf den grundlegenden begrifflichengriff Tourismus sind international - im we-Vereinbarungen der "Konferenz für internatio-sentlichen nach den Vorschlägen der Welttou-nale Reisen und Tourismus" der Vereinten Na-rismusorganisation (WTO), denen sich auch dietionen in Rom 1963 hat die WTO als Nachfolgeorganisation der International Union of Offi-Organisation für wirtschaftliche Zusammenarstische Amt der Europäischen Gemeinschaftencial Travel Organizations eine umfassendeKlassifizierung der Reisenden (Classification(SAEG) weitgehend angeschlossen haben - zweiGrundvoraussetzungen bindend:of travellers, s. Seite 9), Besucher (visitors), Touristen (tourists) und Ausflügler1. Der Besuch eines Ortes außerhalb des gewöhn-internationalenvorgenommen:beit und Entwicklung (OECD) sowie das Stati-(excursionists) vorrangig für Zwecke deslichen Aufenthaltsortes ist nur vorüberge-Reiseverkehrshend.Für statistische Zwecke umfaßt der Begriff"Besucher" Personen, die ein Land besuchen,2. Am Zielort ausgeübte Tätigkeiten werdenin dem sie nicht ihren gewöhnlichen Aufenthaltnicht von dort aus entlohnt.haben, unabhängig vom Grund des AufenthaltesNach Auffassung der amtlichen deutschen Stati-mit Ausnahme der Ausübung einer vom Besuchsortstik sind über diese Rahmenbedingungen hinausaus entlohnten Beschäftigung. Diese Definitionbeinhaltet:weitere Kriterien für die Abgrenzung des Tourismus wesentlich:- Touristen, d.h. vorübergehende Besucher, diewenigstens eine Nacht und weniger als ein3. Es werden Wirtschafts- und Kulturgüter ver-Jahr in dem Besuchsland verbringen; ihr Be-braucht, nicht dagegen Produktivleistungensuchszweck kann wie folgt beschrieben werdenfür das besuchte Land erbracht, d.h. esa) Freizeit (Erholung, Urlaub, Gesundheit,Studium, Religion und Sport),kommt im wesentlichen zu einer temporärenKaufkraftverlagerung.b) Geschäftliche Tätigkeit, Familie, Mission4. Fahrten zählen dann nicht mehr zum (Ge-Versammlung.schäfts- und Dienst-)Reiseverkehr, wenn sie- Ausflügler, d.h. vorübergehende Besucher,an den Ort einer Niederlassung führen, vondem aus einer dauerhaften oder zeitweisenhauptsächlichen Erwerbstätigkeit nachgegan-die nicht wenigstens eine Nacht im Besuchsland verbringen (einschließlich Teilnehmergen wird.an Kreuzfahrten).Hiernach bilden die Ausflügler zusammen mit5. Es darf sich nicht um regelmäßige Fahrtenzur Arbeit und/oder Einkaufsfahrten desden Touristen die Gruppe der Besucher, werdentäglichen Bedarfs handeln.somit nicht den Touristen zugeordnet.*) Siehe auch "Erläuterungen wichtiger Begriffe" (Seite 154 ff.).8--

WelttourismusorganisationGliederung der ReisendenAnmerkunqen: (1) Besucher, die mindestens eine Nacht im Gastland verbringen.(2) Besatzungen ausländischer Flugzeuge oder Schiffe, die zwischengelandet sind, angelegt oder die Reise unterbrochenhaben und die die Beherbergungsstätten des Gastlandes in Anspruch nehmen.(3) Besucher, die nicht mindestens eine Nacht im Gastland verbringen, obwohl sie das Land möglicherweise an einem odermehreren Tagen besuchen und zum Schlafen auf ihr Schiff oder in ihren Zug zurückkehren.(4) Normalerweise bei den Ausflüglern enthalten. Eine getrennte Gliederung dieser Besucher wird dennoch empfohlen.(5) Besucher, die am gleichen Tag ankommen und abreisen.(6) Besatzungen, die nicht Gebietsansässige des Gastlandes sind und die den Tag über in dem Land bleiben.(7) Wenn sie aus ihrem Herkunftsland zu ihrem Dienstort reisen und umgekehrt (einschließlich Hausangestellte undbegleitende Angehörige).(8) Personen, die die Transitzone des Flughafens oder Hafens nicht verlassen. In bestimmten Ländern kann der Transiteinen ein- oder mehrtägigen Aufenthalt umfassen. In diesem Fall sollten sie in der Besucherstatistik erfaßt werden.(9) Hauptbesuchsgründe, wie auf der Rom-Konferenz (1963) festgelegt.Quelle: WTO

Die WTO hat inzwischen die o.g. Definition"Besucher" im Hinblick auf dennalenoder im Unterhaltungssektor wie Theater, Mu-natio-seen, Kunstausstellungen, zoologische u.ä.Reiseverkehr sinngemäß um jeneGärten u.dgl.). Andererseits ist der tradi-Reisenden erweitert, die - unabhängig vontionell wichtige Dienstleistungsbereich "Gast-ihrer Nationalität - zu einem Ort im selbengewerbe" (Gaststätten- und Beherbergungsge-Land für eine Periode von weniger als einemwerbe) - wenn auch unterschiedlich tief ge-Jahr reisen.gliedert - in den o.g. Systematiken vertreten.In der Sitzung der Arbeitsgruppe für Tourismusstatistiken bei der Regionalkommission derDie WZ gliedert das Gastgewerbe (WZ-Nummer:71) - z.T. tiefer untergliedert bis auf dieWTO für Europa am 25./26. Februar 1986 in Ma-Fünfsteller-Ebene - indrid hatte der Vertreter der Bundesrepubliktionen aufgrund der hiesigen Verhältnisse- das Beherbergungsgewerbe (711),- das Gaststättengewerbe (713),hingewiesen:- die Kantinen (715) undDeutschland hierzu auf notwendige Modifika-- die Schlaf- und Speisewagenbetriebe (717).- Die zeitliche Abgrenzung des Tourismus vonWährend die NACE in diesem Bereich über weitge-den Wanderungen mit der Aufenthaltsdauer vonzwölf Monaten ist im Hinblick auf die deut-hend vergleichbare Untergliederungen unterhalbschen Meldegesetze, nach denen bereits einder WZ-Dreisteller-Ebene verfügt, unterscheidet die ISIC lediglich zwischen dem Gaststät-Aufenthalt von in der Regel zwei Monatennicht mehr vorübergehend anzusehen ist,tengewerbe einerseits und dem Beherbergungsgewerbe andererseits. Das Statistische Bundes-nicht vertretbar.amt hat daher im Rahmen der zur Zeit erfolgen- Ein Studium bzw. eine schulische oder beruf-den Revision der ISIC eine weitere Differen-liche Ausbildung auch von weniger als einemzierung vorgeschlagen.Jahr kann nicht als touristisch zweckbeVon Bedeutung für den Tourismus ist ferner diestimmt qualifiziert werden.vorgesehene Ergänzung des Systematischen GüFür die Gliederung der wirtschaftlichen Institutionen - rechtlich selbständige Einheiten,terverzeichnisses für die Produktionsstatistiken (GP) um einen Teil für Dienstleistungssta-für die eine Bilanz und eine Gewinn- und Ver-tistiken.lustrechnung (Unternehmen) oder eine Haushaltsten) aufgestellt wird, örtliche sowie fachli-Für die Erfassung der Ausgaben für Privatreisen im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchs-che Einheiten usw. - stehen national sowiestichproben ist in diesem Zusammenhang gleich-und Vermögensrechnung (z.B. Gebietskörperschaf-supra- und international im wesentlichen diefalls die "Systematik der Einnahmen und Ausga-folgendenben der privaten Haushalte (SEA), Ausgabe 1983"Systematikenzur Ver-von besonderem Interesse.fügung :- Systematik der Wirtschaftszweige, Ausgabe1979 (WZ),2- Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweigein den Europäischen Gemeinschaften/Nomenclature generale des activites economique dans les Communautes europeennes(NACE), Ausgabe 1970,Tourismus im Rahmen der VolkswirtschaftDer Tourismus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten haben in den letztenzwei Jahrzehnten im Zusammenhang mit den realgestiegenen Löhnen und Gehältern einerseits- Internationale Systematik der Wirtschaftszweige/International Standard IndustrialClassification of all Economic Activities(ISIC) , Vereinte Nationen, Ausgabe 1968.sowie dem Rückgang der tariflichen Arbeitszeiten mit der Folge allgemein vermehrter Freizeit andererseits einen lebhaften AufschwungAus tourismusspezifischer Sicht ist diesen Sy-genommen. Die Fremdenverkehrswirtschaft hatstematiken gemeinsam, daß die Tätigkeiten die-sich ungeachtet zeitweise gesamtwirtschaftli-ses relativ jungen Wirtschaftsbereiches insge-cher Wachstumsschwäche als weitgehend krisen-samt weder vollständig noch homogen ausgeglie-fest und anpassungsfähig erwiesen. In abgele-dert werden können, da sie vielfach Bestand-genen Regionen ist sie neben (oder auch an-teile anderer wirtschaftlicher Tätigkeitenstelle) der Landwirtschaft häufig einzige Er-sind (z.B. im Bereich der Personenbeförderungwerbsquelle (Nebenerwerb, Privatquartiere).10--

Der Tourismus stellt somit in der modernen Ge-tern liegen annähernd vollständige Informa-sellschaft sowohl auf der Angebots- als auch auftionen vor. Während einzelne Branchen ihr Ent-der Nachfrageseite einenstehen überhaupt erst dem Tourismus verdankenchenmaßgebli-Faktor dar. Jedoch bleiben die Aus-(Reiseveranstaltung, Reisevermittlung), istwirkungen des Tourismus keinesfalls auf denwirtschaftlichen Aspekt beschränkt, wenn maneine Reihe anderer Wirtschaftsbereiche insbesondere des Dienstleistungssektors sowie desProduzierenden Gewerbes - dem Grade nach un-sich die weitreichenden sozialen, politischen,technologischen und ökologischen Folgen desterschiedlich - direkt oder indirekt von derReisens sowie des damit verbundenen Aufent-touristischen Nachfrage abhängig, ohne daßhalts ortsfremder Personen in den Zielortensich die Aktivitäten darauf beschränken. Hier-des Reiseverkehrs vor Augen führt. Ein bedeutender Teil der Bevölkerung findet seine wirt-zu gehören neben dem Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe vor allem der Handel, derschaftliche Existenzgrundlage im Dienstlei-Straßenfahrzeugbau, bestimmte Bereiche desstungssektor und in verschiedenen anderen Be-Verkehrs (Eisenbahnen, Straßenverkehr, Luft-reichen der gewerblichen Wirtschaft aufgrundfahrt, Schiffahrt, Deutsche Bundespost) unddas Baugewerbe. Weitere Bereiche - Feinmecha-der durch den Tourismus getragenen oder maßgeblich beeinflußten Nachfrage. Bereits Mittenik, Optik; Ernährungsgewerbe, Tabakverarbei-der 70er Jahre schätzte die Bundesregierungtung; Bekleidungsgewerbe - profitieren eben-die Zahl der vom Tourismus direkt oder indirekt abhängigen Arbeitsplätze auf 1 bis 1,5falls vom Tourismus, wenngleich in Ermangelungentsprechender leistungsbezogener Angaben - wieMillionen' . Der beachtliche Anstieg derZahl der Beschäftigten allein im Gaststätten-diese Branchen ebenfalls der Nachweis des rei-z.B. über den tourismusinduzierten Umsatz - fürund Beherbergungsgewerbe in dem Jahrzehnt zwischen 1975 (rd. 507 000) und 1985 (rd. 682 000)nen Tourismus-Produktionswerts gegenwärtignoch ausgeschlossen ist. Nicht zuletzt bietetum fast 35 % dürfte die positive Entwicklungder Tourismus auch für die Landwirtschaft zu-der Zahl der insgesamt vom Tourismus abhängi-sätzliche Einnahmequellen (wie z.B. mit dengen Arbeitsplätze wesentlich mitbestimmt ha-Ferien auf dem Bauernhof oder dem Verleihenben. Die Mehrzahl der Menschen nimmt regelmä-von Reitpferden und ähnlichen Aktivitäten).ßig am Tourismusgeschehen unmittelbar selbstteil. Erholung und Freizeitaktivitäten, dieUm den Tourismus mit seinen gesamtwirtschaft-zumindest beim Jahresurlaub fast immer mit demlichen Auswirkungen besser durchleuchten zuOrtswechsel einhergehen, gehören inzwischenkönnen, käme es daher darauf an, die derzei-zum festen Bestandteil der Lebensgestaltung.Hinzu kommt, daß die Komplexität der Arbeits-tige Erfassung des Fremdenverkehrs im Hinblickauf die Konsistenz und Vollständigkeit der Sta-prozesse in Wirtschaft und Verwaltung vieletistiken zu verbessern bzw. durch Sondererhe-Berufstätige - zumindest zeitweise - zu Tou-bungen zu ergänzen. Hierbei ist eine möglichstristen macht (Geschäftsreiseverkehr und Kon-lückenlose Erfassung der Reiseverkehrsströmegreßtourismus) .auch grenzüberschreitend nach wichtigen sozioökonomisehen Merkmalen anzustreben; Angabenüber den Ausflugs- und Kurzreiseverkehr sowieUnbestritten ist insofern der sozioökonomischedie Reiseausgaben, aber auch über die wirt-Stellenwert des Tourismus, wie auch der Dienst-schaftliche Leistung aller im Tourismusbereichleistungsbereich insgesamt ein immer größerestätigen Einheiten (Unternehmen, Betriebe) sinderforderlich.Gewicht bekommen hat. Schwierigkeiten bereitetjedoch dieStrukturanalysewegen der unzureichenden statistischen DatenBesonderes Interesse kommt hierbei dem getrennten Nachweis des Tourismus in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zu. Erst ein ge-basis, selbst wenn man von der Untersuchungder Vielzahl der nichtökonomischen Einflußgrößen des Tourismus absieht und sich allein dertrennter Nachweis tourismusrelevanter Strömegesamtwirtschaftlichen Komponente widmet. We-in den Gesamtrechnungen würde die Analyse derder über das Angebot an noch über die Nachfra-gesamtwirtschaftlichen Bedeutung des Tourismusge nach touristischen Dienstleistungen und Gü-und die Beantwortung von Fragen nach dem Beitrag des Tourismus zum Sozialprodukt oder dem1) Siehe: Tourismus in der BundesrepublikDeutschland - Grundlagen und Ziele; Unterrichtung durch die Bundesregierung, Deutscher Bundestag (Drucksache 7/3840 vom01.07.1975).Anteil der vom Tourismus abhängigen Beschäftigung in befriedigender Weise ermöglichen. DasStatistische Bundesamt plant daher eine Unter-11--

suchung der Möglichkeiten, zu diesem Zweck einim Statistischen Bundesamt bereits vorgenom-"Satellitensystem Tourismus" zu den Volkswirt-men, doch umfaßt der regionale Preisvergleichschaftlichen Gesamtrechnungen zu bilden. Beimnur wenige Reiseländer, und auch im zeitlichenAufbau eines Satellitensystems Tourismus wer-Preisvergleich werden nur an verschiedenenden neben Problemen der Definition des Touris-Stellen Teilindizes für einzelne Reiseausga-mus und der konzeptionellen Ausgestaltung desSatellitensystems auch deutlich die Lücken imben, keine Gesamtzahlen nachgewiesen. BeideBerechnungen könnten erweitert werden.statistischen Berichtssystem hinsichtlich derökonomischen Bedeutung des Tourismus hervor-Der zeitliche Tourismus-Preisindex - sei estreten, die dann durch Schätzungen oder durchals Gesamtindex oder als jeweilige Reihen fürneue Basisstatistiken zu schließen sind.das Inland und das Ausland, dieses wiederumdifferenziert nach den Hauptreiseländern - er-Die weltwirtschaftliche Verflechtung des Tou-weitert die Möglichkeiten der Analyse des Rei-rismus der Bundesrepublik Deutschland ist be-severhaltens der Bevölkerung im Hinblick aufsonders ausgeprägt. Deutsche Staatsbürger neh-die Präferenzen für einzelne Zielländer odermen im internationalen Vergleich der Devisen-auch die individuelle Planung der Reisen inausgaben für Reisen zusammen mit den US-Ameri-bestimmte Zielgebiete, soweit sie unter Ko-kanern einen Spitzenplatz ein. Nach Angabenstengesichtspunkten vollzogen wird. Hervorste-der Organisation für wirtschaftliche Zusammen-chendes Merkmal einer derartigen Indexreihearbeit und Entwicklung (OECD) entfiel 1985wäre ihr Aussagevermögen hinsichtlich der Ver-mit rd. 14 600 Mill. US-Dollar knapp ein Fünf-änderung der Preise ausgewählter Güter (Warentel aller Ausgaben der OECD-Mitgliedsländer imund Leistungen), die das Verbrauchsverhalteninternationalen Reiseverkehr auf Reisende ausdeutscher Touristen im Inland und Ausland inder Bundesrepublik Deutschland. Andererseitsangemessener Weise repräsentieren. Die Schwie-beliefen sich die Deviseneinnahmen der Bundes-rigkeiten für die praktische Ermittlung derrepublik als Zielland des internationalen Rei-Berechnungsunterlagen sind beträchtlich, wäreseverkehrs auf rd. 5 900 Mill. US-Dollar.es doch erforderlich, zunächst die in den einzelnen Zielgebieten (Hauptreiseländer, Inland)adäguaten "Warenkörbe" zu bestimmen, zu denen3Tourismus - Preisindexdann die entsprechenden Preisreihen ausgewähltwerden müssen. Zu einem Gesamtindex

Erstausgabe "Tourismus in Zahlen", die auf der Internationalen Touris- musbörse 1988 in Berlin vorgestellt wurde. Mit der aktualisierten und erweiterten zweiten Fassung von "Tourismus in Zahlen" bieten wir Ihnen, allen mit dem Fremdenverkehr befaßten Experten