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Schüler undTeilnehmerSuchtund DrogenEin Themenheftfür junge Erwachseneund BildungsanbieterIn Kooperationmit der Bundeszentralefür gesundheitlicheAufklärung

Sucht und Drogen„Sucht und Drogen“Aufbau des ThemenheftesQuiz S. 223Lösungen S. 250Vorwort S. 31. Sucht und Abhängigkeit S. 5Zum Schluss S. 2222. Was sind Drogen und Suchtmittel? S. 533. Legale Suchtmittel S. 834. Verhaltenssüchte –Süchtig nach Shoppen oder Internet? S. 122Glossar S. 2275. Illegale Suchtmittel S. 1306. Stars und Sucht S. 1937. Suchtmittel in den Medien S. 2042

VorwortLiebe Leserin, lieber Leser!1kommen Dir diese Situationen bekannt vor?In der Pause schnellmal eine Zigarette rauchen.Morgens erst mal einen Kaffee,um wach zu werden.Du fragst Dich,was das alles mit Sucht und Drogen zu tun hat?Oder denkst Du vielleicht:„Ist doch alles normal und harmlos.Das sind dochauch alles keine Drogen!“1Ein Aschenbecher voll mitResten von ZigarettenAm Abend ein „Bierchen“ zum Entspannenmit Freunden trinken.Uns ist es vielleicht nicht bewusst:Wir alle nehmen regelmäßigSuchtmittel zu uns.Sind alle Suchtmittel Drogen?Und sind wir alle süchtig?Mit Suchtmitteln meint man nichtnur verbotene Drogen.Auch Zigaretten, Alkoholund Koffein können süchtig machen.2Verschiedene Sorten von BierIm Heft nutzen wir nur die männliche Schreibweise.Mit dieser Schreibweise sind Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen.1Sucht und Drogen Schülerheft3In diesem Heft geht es um Drogenund Sucht.Es geht um „harte“ Drogen wie Ecstasy,um „weiche“ Drogen wie Cannabis.Oder um Drogen im Alltagwie Alkohol, Nikotin und Medikamente.

Und es geht um Dinge,die süchtig machen können.Das sind manchmal sogar Essen,PCs und Sex.Vielleicht fragst Du Dich jetzt:Aber was sind Drogen dann genau?Was ist Sucht?Was macht mich süchtig?Machen alle Drogen süchtig?Ab wann bin ich süchtig?Möchtest Du noch mehr Dinge wissen?Vielleicht interessiert Dich:Was machen Drogen eigentlich mit dem Körper?Wieso ist es so schwer,auf die geliebte Zigarette zu verzichten?Und wieso raucht man eigentlich,obwohl Zigaretten so stinken?Was kann ich machen,wenn ich jemanden kenne,der zu viel trinkt?Haben meine Eltern und Großelternnie Drogen genommen?Dieses Heft beantwortet all diese Fragenund noch viele mehr.Es bietet Dir Informationenund Anregungen,Dich mit dem Thema zu beschäftigen.Sucht und Drogen Schülerheft4P.S.:In diesem Heft geht es um Sucht und Drogen.Zu diesen Themen gibt es viele englische Wörter.Jedes von ihnen ist im Text grün markiert.Du kannst die Wörter anklicken.So gelangst Du direkt zum Glossar.Dort werden diese Wörter erklärt.Einige grüne Wörter,führen Dich auch direkt zu den Kapiteln in diesem Heft.Klingt kompliziert?Probier es einfach aus!Auch im Internet gibt es viele Infosüber Sucht und Drogen.Einige Seiten haben wirfür Dich gefunden.Auf diese Seiten kommst Du über die Wörter,die grün und unterstrichen sind.Wir wünschen Dir nun viel Spaßbeim Lesen und Diskutieren!Informationen zum Haftungsausschluss

1. Sucht und Abhängigkeit1. Sucht und Abhängigkeit1.1 Was sind Sucht und Abhängigkeit? S. 61.2 Wo kann ich Hilfe holen? S. 311.3 Sucht-Vorbeugung S. 47Internet Schülerheft5

1.1 Was sind Sucht und Abhängigkeit?1.1 Was sind Sucht undAbhängigkeit?1.1.1 Warum wird man süchtig? S. 121.1.2 Wie wird man süchtig? S. 161.1.3 Co-Verhalten und Co-Abhängigkeit S. 201.1.4 Therapie und Entzug S. 25Sucht undDrogen SchülerheftInternet Schülerheft6

1. Sucht und Abhängigkeit/ 1.1 Was sind Sucht und Abhängigkeit?Weißt Du,was Sucht und Abhängigkeit sind?Was passiert mit Dir,wenn Du süchtig bist?Wonach kannst Du süchtig werden?Was meinst Du:Kann jeder süchtig werden?Was kann man gegen Sucht machen?In diesem Kapitel liest Du,was man unter Sucht versteht.Du lernst die fünf Merkmale von Sucht kennen.Und Du erfährst, was ein Suchtmittelin Deinem Körper auslöst.Und in Deiner Seele.Süchtig sein bedeutet,nicht mehr auf etwas verzichten zu können.Wenn jemand süchtig ist,verspürt er ein ständiges Verlangen nach seinem Suchtmittel.Er braucht es einfach.Man sagt auch,Er ist „abhängig“.Das heißt,Er kann nicht ohne das Suchtmittel leben.Ob er will oder nicht.Sucht und Drogen Schülerheft7Oft sagt man:„Ich bin einfach süchtig nach Kaffee.“Das Verlangen nach Kaffee ist noch keine Sucht.Probier ruhig einmal aus,einen Tag auf etwas zu verzichten,was Dir wichtig ist.Zum Beispiel Kaffee, Süßigkeiten, Zigaretten.Oder auch langes Duschen,Fernsehen oder das Internet.Du wirst merken,wie schwer es Dir fällt.Aber Du kannst es schaffen.Was genau ist Sucht?Von Sucht spricht man nurin ganz bestimmten Fällen.Es gibt fünf Merkmale für Sucht:31. Zwang,Schokolade2. Verlust von Kontrolle,3. körperliche und seelische Entzugserscheinungen,4. Steigerung der Dosisund5. Leiden oder Schädigung.Ein Süchtiger kann nicht verzichten.Er steht unter dem Zwang,sein Suchtmittel zu sich zu nehmen.Das heißt:Er handelt nicht mehr freiwillig.Und er kann nicht „Nein“ sagen.

Später wirft er sich vielleicht vor:„Wie hab ich nur wieder so viel trinken können?Das wollte ich doch gar nicht!“Aber in dem Moment denkt er nicht nach.Er ist in einem Rausch-Zustandund kann einfach nicht aufhören.Er kann auch nicht komplett die Fingervon dem Suchtmittel lassen.Auch wenn er sagt:„Ich kann locker jederzeit aufhören.“Das nennt man „Kontrollverlust“.Das Suchtmittel kann Alkohol sein.Oder Zigaretten, Cannabis,Ecstasy, Lotto oder Sex.Oh ja, auch Lotto-Spielen oder Sex können süchtig machen.Und noch viele andere Dinge.Mehr dazu kannst Du im Kapitelzu Verhaltens-Süchten lesen.Seelische EntzugserscheinungenDie Seele des Süchtigen wirdvon dem Suchtmittel abhängig.Der Süchtige hat seelische Entzugserscheinungen.Das bedeutet:Er verspürt Unruhe oder auch Angst.Oft ist er depressivoder denkt an Selbstmord.Seine Gedanken sind bestimmtvon dem Suchtmittel.Hobbys und Interessenwerden für den Süchtigen immer unwichtiger.Er verspürt ein großes Verlangennach der Wirkung von dem Suchtmittel.Er muss es zu sich nehmen,um dieses Verlangen zu stillen.Man nennt das Craving.Craving gehört zu denseelischen Entzugserscheinungen.Bis der Süchtige wieder unabhängig ist,kann es Monate oder Jahre dauern.So lange fällt es ihm schwer,dem Suchtmittel zu widerstehen.Körperliche EntzugserscheinungenAuch der Körper wirdvon dem Suchtmittel abhängig.Ist das Suchtmittel geradenicht zur Hand, leidet er.Auch Du kennst so ein Gefühl bestimmt!Hast Du zum Beispielmanchmal totalen Heißhungerauf etwas zu Essen?Auf ein leckeres Erdbeer-Eis mit Sahneund Schoko-Streusel?Oder eine riesige Portion Pommesmit Mayo und Ketchup?Pommes Frites mit KetchupSucht und Drogen Schülerheft84

Das musst Du dann sofort haben.Sonst bekommst Du schlechte Laune.Und denkst an nichts anderes,als an das leckere Essen.Ähnlich geht es einem Süchtigen.Er verspürt ein großes Verlangennach seinem Suchtmittel.Doch ihm geht es noch viel schlimmer als Dir.Der Körper vom Süchtigen leidet:Er ist unruhig, schwitzt, zittert.Er fühlt sich schwach,seine Arme und Beine schmerzen.Sein Magen ist verkrampft,seine Muskeln zittern.Ihm ist schlecht,vielleicht wird er ohnmächtig,bekommt Fieber.Ihm kommen ungewollt die Tränenund im schlimmsten Fallist sein Leben in Gefahr.Wusstest Du ?Nicht alle Drogenmachen den Körper abhängig.Kokain, Speed und Halluzinogenemachen nur die Seele abhängig.Doch auch ihnen gegenüberwird der Körper tolerant.Und die Seeleist von ihnen viel stärker abhängigals von anderen Suchtmitteln.Mit der Zeit braucht der Süchtigeimmer mehr von dem Suchtmittel.Sein Körper hat sich an das Suchtmittel gewöhnt.Man sagt auch:Er ist tolerant geworden.Das nennt man körperliche Entzugserscheinungen.Sie beginnen,nachdem der Rauschzustand aufgehört hat.Zum Beispiel:Der Süchtige fühlt sich nunnicht mehr nach einem Joint entspannt.Er braucht zwei oder mehr.Das nennt man Steigerung der Dosis.Der Süchtige muss mehr zu sich nehmen.Nur dann hat er wieder einen Rausch.Am schlimmsten sind sie ein bis zwei Tage danach.Und sie verschwinden nur,wenn er das Suchtmittel zu sich nimmt.Danach kommen sie aber umso heftiger wieder.Ist jemand sehr süchtig,funktioniert sein Körper nicht ohne das Suchtmittel.Dabei nimmt der Körper großen Schaden.Aber bei der Person selbst funktioniert vieles auch nicht mehr.Sucht und Drogen Schülerheft9!

Der Süchtige kann oft nicht mehr für sich sorgen oderseine Pflichten wahrnehmen.Vielleicht verliert er seine Arbeit.Oder Freunde wenden sich von ihm ab.Süchtige verändern auch ihr Wesen.Freunde denken:„Das ist nicht mehr derselbe Mensch!“Sie wissen nicht, wie sie helfen können.Das belastet Freunde und Familie sehr.Oft belügt der Süchtige sie.Sie sollen seine Sucht nicht bemerken.Er schämt sich für seine Schwächeund denkt:Die anderen werden michdeshalb nicht mehr mögen.Diese Folge von Suchtnennen Experten Leiden oder Schädigung.Der Süchtige merkt:Ich mache mein Leben kaputt.Trotzdem kann er nichtalleine aufhören.Wie Du siehst, ist Sucht eine Krankheit.Keiner kann etwas dafür.Das Schlimme ist:Diese Krankheit betrifft Körper und Seele.Sie macht den ganzen Menschen kaputt.Man spricht aber erst von Sucht,wenn alle diese Merkmale da sind:Sucht und Drogen Schülerheft10Der Süchtige leidet unter Zwang.Er verliert die Kontrolleüber sein Suchtmittel.Körper und Seele werden abhängig.Er braucht immer mehr von dem Suchtmittel,damit es ihm gut geht.Schließlich macht er oftsein ganzes Leben kaputt.

Aufgabena) Bitte nenne die fünf Merkmale von Sucht.c) Welche Suchtmittelmachen den Körper nicht abhängig?b) Mache bitte für jedes Merkmal eine Liste:Wie geht es dem Süchtigenbei jedem Merkmal?d) Sind sie deshalb harmlos?Bitte begründe Deine Meinung!e) Hast Du schon einmalkörperliche Entzugserscheinungen gehabt?f) Wie ist es Dir dabei ergangen?Sucht und Drogen Schülerheft11

1.1.1 Warum wird man süchtig?1.1.1 Warum wird mansüchtig?Sucht und Drogen Schülerheft12

1.1.1 Warum wird man süchtig?Wahrscheinlich fragst Du Dich jetzt,wie man süchtig wird.Und denkst Dir vielleicht:Das passiert doch nur „kaputten Leuten“.Oder Leuten, die verzweifelt sind.Die kein Selbstbewusstsein und keine Freunde haben.Doch das stimmt nicht.Die meisten Leute genießen ab und zu ein „Gläschen“und können auch Nein sagen.Andere hingegen werden vom Alkohol abhängig.Ob jemand von einem Suchtmittel abhängig wird,hängt auch stark von ihm ab.Man sagt:Menschen sind unterschiedlich empfänglichfür bestimmte Suchtmittel.Man wird nicht süchtig geboren.Und es gibt niemanden,der auf jeden Fall mal süchtig wird.Genau, wie es niemanden gibt,der auf gar keinen Fall süchtig wird.Zum Beispielkann der Alkohol-Konsum von einer Person „normal“ sein.Trotzdem kann sievon Kokain abhängig werden.Zum Beispiel,wenn sie sich durch Kokain sehr stark fühlt.So, wie sie schon immer sein wollte.Und von Alkohol nicht.Jeder Mensch kann süchtig werden,egal wie alt, reich oder klug er ist.Meistens gibt es gute Gründe dafür.Aber wenn Du Dich selbst gut kennstund Bescheid weißt über Sucht und Suchtmittel,kannst Du „Nein!“ sagen.Wer Dich unterstützt beim Nein-Sagen,erfährst Du im nächsten Kapitel.Es gibt nie nur einen Grund,warum jemand süchtig wird.Meist spielen viele Dinge eine Rolle:Wie anerkannt das jeweilige Suchtmittelin der Gesellschaft ist.Alkohol ist zum Beispiel sehr anerkannt.Wie man gerade mit Problemen umgehen kann.Ob man mit seinem Leben zufrieden ist oder nicht.Ob es einem mit dem Suchtmittel besser geht.Ob man sich mit dem Suchtmittelendlich nicht mehr wie ein Versager fühlt.Und noch vieles mehr.Nicht alle Suchtmittelmachen automatisch süchtig.Nehmen wir zum Beispiel Alkohol.Verschiedene alkoholischeGetränke im SupermarktSucht und Drogen Schülerheft135

Man sagt:Man selbst, die aktuelle Situation und das Suchtmittelbestimmen zusammen,ob jemand abhängig wird.Man selbst:Gibt das Suchtmittel jemandem ein Gefühl,das derjenige sonst nicht bekommt?Die aktuelle Situation:Wird der Person gerade alles zu viel?Viele Leute nutzen Suchtmittel,damit ihnen Dinge leichter fallen.Oder möchte die Person sogar nur noch flüchten?Viele Leute wollen mit Suchtmittelnin eine schönere Welt flüchten.Das geht vor allem mit harten Drogen.Doch sie kommen in ihrem richtigen Lebenschnell nicht mehr klar.Das Suchtmittel:Suchtmittel wirken unterschiedlich stark.Deshalb machen sie auchunterschiedlich stark abhängig.Einige Suchtmittel wirken beruhigend.Wer beruhigt werden will,wird vielleicht von ihnen abhängig.Doch wer gut drauf kommen möchte,wird eher von anderen Dingen abhängig.Sucht und Drogen Schülerheft14!Danke Mama und danke Papa!?Wissenschaftler streiten sich,ob auch unsere Genedie Wirkung von Drogen beeinflussen.Einige sagen zum Beispiel,Alkohol-Sucht kann man vererben.Das heißt:Ein Kind kann schneller süchtig werden,wenn seine Eltern süchtig sind.Andere Wissenschaftler zweifeln aber daran.Und es gibt noch keine Beweisefür diese Aussage.

Aufgabena) Überlege Dir, warum jemand süchtig werden kann.b) Schreibe dazu bitte eine kleine Geschichte!Denk Dir dazu eine Person mit Namen aus.Wonach ist die Person süchtig?Wann ist die Person süchtig geworden?Was ist vorher passiert?Sucht und Drogen Schülerheft15c) WortschlangenFinde bitte diese Wörter in den Wortschlangen:KONSUM, SITUATION, FREUNDE, FKFTTEDPRMDDNUELWPOCHAISRSUFPSENST

1.1.2 Wie wird man süchtig?1.1.2 Wie wird man süchtig?Sucht und Drogen Schülerheft16

1.1.2 Wie wird man süchtig?Der Weg zur Sucht verläuft bei jedem ganz unterschiedlich.Und jeder hat seine eigenen Gründe,um das erste Mal zu einem Suchtmittel zu greifen.Doch nach dem ersten Malist man noch lange nicht süchtig.Meistens verläuft der Weg zur Suchtin diesen Schritten:Mal ist es die Neugier.Zum Beispiel darauf,das erste Mal an einem Joint zu ziehen.Manchmal ist es die Lust auf Spaß und Abenteuer.Weil jemand von seinen „tollen“ Erlebnissennach dem Kiffen erzählt.1. Ein Suchtmittel probierenMal ist es Frust oder Kummer,den jemand mit Alkohol ersäufen möchte.Mal ist es Gruppenzwang,der jemanden zum Rauchen bringt.2. Das Suchtmittel von Zeit zu Zeit genießen3. Sich an das Suchtmittel gewöhnenund es regelmäßig zu sich nehmen4. Das Suchtmittel ist Ersatz für etwas.Es dient zum Beispiel als Problemlösung.5. Die Sucht bestimmt das ganze Denken.Man kann nicht mehrohne das Suchtmittel leben.Natürlich muss es nicht immer so kommen.Wir können Dinge probieren,genießen und nicht abhängig werden.6Junge Frauen mit CocktailsSucht und Drogen Schülerheft17Doch Sucht kommt nicht immer sofort.Einige Drogen machen den Körper sehr schnell abhängig.Zum Beispiel Heroin.

Doch vor allem bei legalenSuchtmitteln dauert es meistens länger.Es fängt oft „ganz harmlos“ an.Deshalb wird er es beim nächsten Problemwieder nehmen.Denn er hat damit jagute Erfahrungen gemacht.Und Sucht kommt nicht von einem Tag auf den anderen.Sie wird ausgelöst durch bestimmte Reize.7Der Anblick einer Bierflasche oderder Geruch von Cannabis lösen Craving aus.Oder körperliche Entzugserscheinungen.Um sich wieder gut zu fühlen,nimmt der Süchtige das Suchtmittel.Er nimmt es auch,wenn er Frust abbauen muss.Oder wenn er ein Problemnicht lösen kann.Hat er es genommen,fühlt er sich gut:mutig, kräftig oder erleichtert.Er „lernt“:Das Suchtmittel hilft mirbeim Lösen meiner Probleme.Sucht und Drogen Schülerheft18Verschiedene SortenBier im SupermarktMan sagt:Sucht ist ein „erlerntes Verhalten“.Der Süchtige denkt,nur das Suchtmittelkann ihm ein gutes Gefühl geben.Er ist von ihm abhängig.Jedes Mal, wenn er sich nicht wohl fühlt,muss er das Mittel zu sich nehmen.Was dann passiert,hast Du ja oben schon gelesen.Man spricht von einem Teufelskreis.Aus ihm kommt man nur schwer wieder heraus.Von einer Sucht kommen die meistennur mit Hilfe los.Wie das geht,erfährst Du im Kapitel zu Entzug und Kliniken.Denk daran:Sucht kommt nicht von alleine,Jeder kann Nein sagen!Du kannst „NEIN“ sagen8

Aufgabena) SuchselBitte suche folgende Wörterrund um Drogen und Geld:NEUGIER, VERHALTEN, TEUFELSKREIS, PROBLEM, ABENTEUER, SUCHTDu kannst die Wörter waagerecht und senkrecht ODNÖFTDWUSGBNOASEHEKAPVEWEMWTZUFLKAPÜVWNJMSucht und Drogen NWEJKLÖPUHFEASCGHVERHALTENZOPÖHFVEBIUNDR

1.1.3 Co-Verhalten und Co-Abhängigkeit1.1.3 Co-Verhalten undCo-AbhängigkeitSucht und Drogen Schülerheft20

1.1.3 Co-Verhalten und Co-AbhängigkeitWenn jemand in Deinem Freundeskreisoder in Deiner Familie süchtig ist,dann leidest auch Du darunter.Vor allem, wenn seine Sucht sehr stark ist.Das passiert vor allem bei Suchtmitteln,die einen Rausch auslösen.Und bei einer starken seelischen Abhängigkeit.Denn im Rausch und auch danach fälltes der Person schwer, ihr Leben zu regeln.Andere Suchtmittel wie Zigarettenlösen keinen Rausch aus.Der Süchtige hat sein Leben eher im Griff.Du solltest Dir dabei aber selbst unbedingt Hilfe holen!Sonst läufst Du Gefahr,es noch schwierigerfür die Person zu machen.Wie man mit Hilfe etwas schlimmer machen kann?Experten sprechen von „Co-Verhalten“.10Ein Pilot und sein Co-Pilotim FlugzeugEin Co-Pilot unterstützt den Piloten beim Fliegen.Und Du unterstützt mit Co-Verhaltenden Abhängigen in seiner Sucht.9Eine glückliche FamilieDu siehst, wie es dem Süchtigenimmer schlechter geht.Wie er seinen Körper kaputt macht,nicht mehr zur Arbeit oder Schule geht.Und wie Freunde sich von ihm abwenden.Natürlich möchtest Du ihm helfen.So geht es jedem,der mit Süchtigen zu tun hat.Sucht und Drogen Schülerheft21Aus Mitleid versuchst Du vielleicht,ihm seine Hausaufgaben zu machen.Oder Du rufst bei der Arbeit anund meldest ihn krank,wenn er zu berauscht ist.Der Süchtige soll nicht noch mehr Probleme bekommen.Du versuchst also, ihm Dinge abzunehmen.Du übernimmst Verantwortung,obwohl er schon erwachsen ist.

Vor anderen verheimlichst Du das Problem.Oder versuchst vielleicht, es klein zu reden.Doch damit gibst Du ihm die Gelegenheit,noch tiefer in die Sucht zu rutschen,Obwohl Du das gar nicht willst.Aber der Süchtige merkt:Ihm kann nichts passieren.Auch nicht, wenn er bekifft oder betrunken ist.Denn Du regelst ja alles für ihn.Also trinkt oder kifft er weiter.Gleichzeitig merkt er aber:Er schafft nichts mehr alleine.Und nimmt deshalb vielleicht sogar noch mehr.Clean werden muss der Süchtige selbst.Er muss aufhören zu kiffen oder zu trinken.Das kannst Du leider nicht für ihn tun.Du hilfst ihm mehr,wenn Du ihm die Unterstützung entziehst.Das klingt hart.Und klar kannst Du ihm trotzdem helfen!Denn Du entziehst ihm nurdie Unterstützung für die Sucht.Wenn der Süchtige clean werden will,wirst Du ihn natürlich unterstützen.Du kannst ihm deutlich sagen:„Ich bin für Dich da.“Aber nur, wenn er sich Hilfe suchtund das Suchtmittel nicht mehr nimmt.Sucht und Drogen Schülerheft22Man nennt so einen Schrittauch „Hilfe durch Nicht-Hilfe“.Experten sagen, es muss Druck entstehen.Dann kann ein Süchtiger sein Verhalten ändern.Sie nennen das Leidensdruck.Der Süchtige muss verstehen:„Ich schade mir, wenn ich trinke oder kiffe.“Vorher denkt er vielleicht:„Mein Suchtmittel hilft mir.“Es lässt ihn scheinbarmit seinen Problemen fertig werden.Eigentlich macht es seine Probleme aber nur größer.Er muss wirklich clean werden wollen.Dann kann er es schaffen.Hier ist Deine Hilfe gefragt:Nenne Deinem Bekannten Beratungsstellen.Dort kann man ihm weiter helfen.Wo Du die findest,kannst Du in diesem Kapitel nachlesen.Es gibt auch viele Selbsthilfegruppenfür Familie und Freunde von Süchtigen.Dort kannst Du Dich mit Leutenin einer ähnlichen Situation austauschen.Ihr unterstützt Euch gegenseitigbeim Umgang mit dem Süchtigen.

Ich mach sie einfach schnell für ihn.Sonst bleibt er noch sitzen.“Oder:„Mama ist schon wieder bekifft.Hoffentlich merkt keiner was!“Wo es in Deiner Nähe eine solche Gruppe gibt,kannst Du auf dieser Seite2 herausfinden.Co-AbhängigkeitBesonders schwer ist es,mit einem Süchtigen zusammen zu leben.Das gilt wieder für Suchtmittel,die sehr stark abhängig machen.Und für Suchtmittel mit denen mankein normales Leben mehr führen kann.Vor allem Kinder und Partnerneigen zu Co-Verhalten.Damit meint man:Sie unterstützen den Süchtigen in seiner Sucht.Oft dreht sich ihr ganzer Tagnur um den Süchtigen.Sie fragen sich:„Wie kann ich Papanur vom Trinken abhalten?“Oder:„Mein bester Freundhat schon wieder seine Hausaufgaben nicht.Sucht und Drogen Schülerheft23Und gleichzeitig suchen siedie Schuld häufig bei sich.Auch sie leiden sehr und werden krank.Man sagt, sie sind „co-abhängig“.Denn auch ihr Lebenist von dem Suchtmittel bestimmt.Auch wenn sie selbstdas Suchtmittel nicht zu sich nehmen.Und ihr Leben ist bestimmtvom Verhalten des Süchtigen.Geht es ihm gut,geht es auch ihnen gut.Geht es ihm schlecht,geht es auch ihnen schlecht.Co-Abhängigkeit tritt besondersoft bei Alkoholismus auf.Bei Al-Anon3 findest Du Infos und Anlaufstellen.Auch Co-Abhängige brauchen Hilfe.Sie können sich an die gleichen Stellen wendenwie der Süchtige /www.al-anon.de/23

Aufgabena) SuchselBitte suche folgende Wörterrund um Drogen und Geld:ABHÄNGIG, SITUATION, EXPERTE, SELBSTHILFE, BERATUNG, SCHULDDu kannst die Wörter waagerecht und senkrecht DNÖHTDWUSGBNOASVHEKAPVEWSMWEZUFSKAPSVWVJMSucht und Drogen SNWEJKLOPUHUZASCGHUEWNIVHNHZOPÖHFVEBIUNGM

1.1.4 Therapie und Entzug1.1.4 Therapie und EntzugSucht und Drogen Schülerheft25

1.1.4 Therapie und EntzugWenn ein Süchtiger das Gefühl hat,alleine nicht mehr klar zu kommen,sollte er sich helfen lassen.Um von einem Suchtmittel wieder unabhängig zu werden,kann er eine Therapie machen.Es ist egal, wonach er süchtig ist.Man kann von allem wieder loskommen.Eine Therapie funktioniert aber nur,wenn der Süchtige etwas ändern will.11Patienten und derTherapeut bei einerTherapie in derGruppeEs gibt verschiedene Therapie-Formen:Man kann innere, tiefe Konflikte bearbeiten.Dabei wird häufig auch die Vergangenheit betrachtetund wie diese Konflikte entstanden sind.Man kann aber auch an einem Verhaltenin bestimmten Situationen arbeiten.Sucht und Drogen Schülerheft26Dadurch entwickelt man zum Beispiel Lösungen,um die Einnahme von Drogen in den Griff zu bekommen.Beide Therapieformen werden oft begleitetvon Gestalt-, Musik-, Kunst- oder Bewegungstherapie.Der Süchtige muss sich aber nichtfür eine Therapieform entscheiden.Das macht der Therapeutnach einem ersten Gespräch.Dieses Gespräch findet vor jeder Therapie statt.Dabei bekommt der Therapeut einen Einblickin die Probleme und die Vorgeschichte des Süchtigen.Manchmal muss er dafür Fragebögen ausfüllenoder psychologische Tests machen.Bei den Fragebögen und den Testshilft ihm der Therapeut.Es gibt auch kein „richtig“ oder „falsch“.Was zählt, ist wie es dem Süchtigen geht.Und weshalb er eine Therapie machen will.Fühlt der Süchtige sich in dem Gespräch nicht wohl,kann er es jederzeit abbrechen.Dann wird man ihm einen anderen Therapeutenan die Seite stellen.Gemeinsam mit dem Therapeutenlegt er gewünschte Veränderungenund Ziele fest.Im Anschluss entscheiden Therapeut und Patient sich gemeinsam.Entweder für eine stationäreoder für eine ambulante Therapie.

Stationäre TherapieWenn jemand sehr stark abhängig istund deshalb sein Lebennicht mehr auf die Reihe kriegt,muss er in eine Klinik.Am Anfang steht ein körperlicher Entzug.Der Körper hat sich dem Suchtmittel angepasstund kann ohne es nicht mehr funktionieren.Nimmt der Süchtige das Suchtmittel nicht,hat er Entzugserscheinungen.Um die Sucht zu beenden,muss auch die körperliche Abhängigkeit verschwinden.Bei einem Entzug wird der Körpervon dem Suchtmittel befreit.Anschließend braucht er es nicht mehr.Man sagt auch:Er wird entgiftet.12In dieser Klinik in Heidelbergkann man einen Entzug machenDort macht er eine stationäre Therapie.Sie hilft ihm,wenn er im Alltag nicht mehr zurecht kommt.Oder wenn seine Gesundheit in Gefahr ist.Und wenn er seelisch stark leidet.Bei einer stationären Therapiewohnt der Süchtige für einige Zeit in einem Krankenhaus.Oder in einer Einrichtung für Süchtige.Sucht und Drogen Schülerheft27Das ist mit Gefahren für den Körper verbunden.Herzschlag und Blutdruck können sichzum Beispiel stark erhöhen.Oder man bekommt einen Krampfanfall.Oft kommen auch Gedankenan Selbstmord.Daher muss ein Entzug unbedingtunter ärztlicher Aufsicht stattfinden.Der Körper braucht einige Zeit,bis er nicht mehr mit Entzugserscheinungen reagiert.So lange dauert der Entzug.Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:Bei einem „kalten“ Entzug wird der Körper nichtdurch Medikamente unterstützt.Nach 7 bis 14 Tagen ist man clean.

Bei einem „warmen“ Entzug werden dieEntzugserscheinungen durch Medikamente gelindert.Er dauert in etwa 20 Tage.Ambulante TherapieWenn der Süchtige seinen Alltag noch alleine bewältigen kann,kommt eine ambulante Therapie für ihn in Frage.Bei einem „Turbo-Entzug“ wird der Körperbesonders schnell entgiftet.Der Abhängige kommt für einige Stunden unter Narkose.Man wendet einen Turbo-Entzug vor allembei Abhängigen von Opiaten an.Die schlimmste Zeit am Anfang vom Entzugbekommt der Abhängige dann nicht mit.Anschließend muss aber noch einweiterer warmer Entzug folgen.Der dauert meistens nicht so lang wie sonst.Dafür muss er nicht in ein Krankenhaus.Neben seinem normalen Lebenhat er Gespräche mit einem Therapeuten.Dazu geht er in seine Praxis.Der Therapeut hilft dem Süchtigen,mit Problemen umzugehen.Und von seinem Suchtmittel loszukommen.Nach dem Entzug kümmert mansich um die seelische Abhängigkeit.Der Süchtige muss lernen, mit der Abhängigkeitund dem Craving umzugehen.Dann fällt er auch nichtin seine Sucht zurück.Bei einer stationären Therapie hat der Süchtigejede Woche mehrere Gespräche alleine mit seinem Therapeuten.Außerdem gibt es Gruppengesprächemit den anderen Betroffenen.Die Therapie dauert in der Regel 6 bis 26 Wochen.Sucht und Drogen Schülerheft28Kurze ambulante Therapiendauern nur bis zu sechs Monaten.Man kann aber auch bis zu mehreren Jahrenvon einem Therapeuten begleitet werden.Egal, welche Therapie jemand macht:Am Ende sollte er auf sein Suchtmittelvollständig verzichten können.Schon der kleinste Schluck Alkoholkann für einen trockenen Alkoholikerwieder gefährlich werden.Der Süchtige soll wieder selbstständig seinund ein „normales“ Leben führen.Und vor allem soll erwieder glücklich sein.Jede Therapie endet erst,wenn es dem Patienten gut geht.

Und wenn er das Gefühl hat,allein zurecht zu kommen.mit ähnlichen oder gleichen Problemen.Du siehst:Niemand ist alleine mit seiner Sucht.Das kann Kraft und Zuversicht geben.Aber:Der Süchtige hat zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit,eine Behandlung abzubrechen.Und man kann immerden Therapeuten wechseln.Gespräche mit Therapeutensind streng vertraulich.Das heißt:Alle Therapeuten haben Schweigepflicht.Sie dürfen niemanden etwasaus dem Gespräch mit Patienten erzählen.Sie dürfen auch nicht ihre Notizen zeigen.Die Anonymen Alkoholiker sindeine Selbst-Hilfe-Gruppe.Es gibt eigene Gruppen für Spielsucht, Alkohol und Nikotin.Die meisten Gruppen sind aber für alle Süchte.Und es gibt Gruppen für Freundeund Familie von Süchtigen.Wo man eine Therapie machen kann,erfährt man in einer Beratungsstelle.Oder bei einem Hausarzt.In der Beratungsstelle wird auch nach der richtigenTherapieform für den Süchtigen geguckt.SelbsthilfegruppenEs gibt zahlreiche Selbsthilfegruppen.Viele Betroffene nutzen sie neben einer Therapie.Oder auch danach.In einer Selbsthilfegruppe treffen sichSüchtige ohne einen Therapeuten.Sie helfen sich gegenseitig selbst, indem sieüber ihre Probleme reden und sich Tipps geben.Hier treffen sich LeuteSucht und Drogen Schülerheft29Selbsthilfegruppen in Deiner Nähe findest Du hier4.Auch in einer Beratungsstellebekommst Du Adressen von Gruppen in Deiner Nähe.Und jeder kann natürlich auch selbst eine Gruppe gründen!http://www.nakos.de/site/datenbanken/413

Aufgabena) WortschlangenFinde bitte diese Wörter in den Wortschlangen:ZIGARETTE, THERAPIE, WASSERPFEIFE, GESUNDHEITZIGRZTTGAWTEUDRETOEESHTALIQELRSucht und Drogen FSUNSE

1.2 Wo kann ich Hilfe holen?1.2 Wo kann ich Hilfe holen?1.2.1 Ist mein bester Freund abhängig? S. 331.2.2 Bei Drogen-Notfällen S. 361.2.3 Beratungsstellen zu Sucht und Drogen S. 381.2.4 Online-Beratung zu Sucht und Drogen S. 41Sucht undDrogen SchülerheftInternet Schülerheft31

1.2 Wo kann ich Hilfe holen?Alleine den Weg aus der Sucht zu finden,ist sehr schwer.Doch es gibt viele Anlaufstellen,die man nutzen kann.Wenn Du eine Frage zu Drogen hastoder eine Entzugsklinik suchst.Oder wenn Du nicht weißt,wie Du einem Freund oder einer Freundin helfen sollst.Hab keine Scheu,Dir Hilfe zu holen!Sucht ist eine Krankheit,für die niemand etwas kann.Aber man kann wieder gesund werden.In diesem Kapitel zeigen wir Dir,wie und wo Du Hilfe findest.Sucht und Drogen Schülerheft32!

1.2.1 Ist mein bester Freund abhängig?1.2.1 Ist mein bester Freundabhängig?Sucht undDrogen SchülerheftInternet Schülerheft33

1.2.1 Ist mein bester Freund abhängig?Was ist los mit Ben?Ben und Markus haben seit der Grundschuleimmer alles gemeinsam gemacht.Auch auf der Realschule sind sie die besten Freunde.Gemeinsam haben sie das Kiffen ausprobiert.Erst nur heimlich am Wochenende.Dann auch mal abends unter der Woche.Markus macht sich Sorgen.Ben kriegt in letzter Zeit nichts mehr auf die Reihe.Als Markus ihn gestern Nachmittag besucht hat,hat er es gleich gemerkt:Ben sah deprimiert aus.Und er hatte gekifft.Für Markus ist das Kiffen ein Spaß.Er braucht es nicht, kann auch malein oder zwei Wochen darauf verzichten.Und wenn er kifft, dann muss die Situation stimmen:Chillige Musik, seine Jogging-Hose.Keiner der stört, keine Aufgaben,die auf ihn warten.Und nette Gesellschaft.Alleine Kiffen macht schließlich keinen Spaß!Er dachte immer, Ben sieht das genauso.Sie können einen Hinweis ge

9! Wusstest Du ? Nicht alle Drogen machen den Körper abhängig. Kokain, Speed und Halluzinogene machen nur die Seele abhängig. Doch auch ihnen gegenüber wird der Körper tolerant. Und die Seele ist von ihnen viel stärker abhängig als von anderen Suchtmitteln. Mit der