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Leiden Sie unter Stress?Ein persönlicher Fragebogenüber Stress und seine Folgen.TeilhabebehinderterMenschenund ungsgewerkschaft

Fragebogen über Stress und seine FolgenWie geht es Ihnen bei der Arbeit? Wie erleben Sie Stress im betrieblichen Alltag? Wie beeinflusster Ihr Verhalten, dass Ihrer Kolleg/innen und/oder ihr Privatleben?Stress ist etwas ganz normales in unserem (Arbeits-)Leben – auf die richtige Dosis kommt es an, auf dasrichtige Verhältnis von Anspannung und Entspannung und auf die Möglichkeiten der persönlichen Einflussnahme.Im richtigen Verhältnis kann Arbeitsstress durchaus anregend sein, herausfordern, zusätzliche Kräftemobilisieren, Phantasie und Kreativität fördern, Motivation und Zufriedenheit erhöhen. Dafür müssenallerdings die Arbeitsbedingungen und Sozialbeziehungen optimal gestaltet werden, d. h. menschen- bzw.altersgerecht und gesundheitsförderlich.Zuviel Stress hingegen ein Zustand der Daueranspannung ist alles andere als anregend und gesund.Nervosität, innere Angespanntheit und Angst sind die ersten Warnzeichen. Körperliche Beschwerdenfolgen. Schädlicher Stress und Angst sind Ressourcenvernichter im Unternehmen, lange bevor sich gesundheitliche Beeinträchtigungen, Krankheitsausfälle und Berufsunfähigkeit abzeichnen.Kennen Sie die Auswirkungen und Wechselwirkungen von ständigem Zeit- und Termindruck, Mehrarbeitund körperlich anstrengenden Tätigkeiten? Wissen Sie, wie zu hohe Berufsanforderungen, zu große Arbeitsmengen in Verbindung mit geringen Handlungsspielräumen wirken können?Wollen Sie einmal über Ihre Arbeit nachdenken, für sich ganz persönlich überprüfen, ob und wenn ja, wieArbeitsstress auf Sie, Ihre Kolleg/innen, Ihre privaten Beziehungen in der Familie und im Freundeskreiswirken?Wenn ja, dann nehmen Sie einen Stift zur Hand und füllen die nachfolgenden Fragen spontan aus. WennSie ehrlich zu sich selbst sind, bekommen Sie auch eine ehrliche Antwort. Werten Sie in einem zweitenSchritt die Antworten von A bis E aus und summieren Sie die Punkte in der Tabelle auf Seite 7. Auf Seite 8erhalten Sie dann eine Einschätzung zu Ihrer Situation im Hinblick auf Ihre Arbeit, Ihre Arbeitszeit, IhreFreizeit und Ihre Erholungszeit.Der Fragebogen ist kein wissenschaftliches Instrument. Er soll Ihnen lediglich helfen, Ihre persönliche Situation besser einzuschätzen. Nur Sie können mögliche Warnsignale wahrnehmen. Es istwichtig, Sie ernst zu nehmen.Gesundheit geht alle an! Sprechen Sie mit Ihrem Betriebs- bzw. Personalrat, mit Ihrer Schwerbehindertenvertretung und informieren Sie sich bei Ihrer Gewerkschaft. Unterstützen Sie Ihre Interessenvertretungenbei der Entwicklung gesundheitsförderlicher Arbeitsbeziehungen und -bedingungen!Außerdem können Sie sich von Ihrer Gewerkschaft beraten lassen.Der Fragebogen wurde von der schwedischen Angestelltengewerkschaft (SIF) entwickelt,von der österreichischen Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) übersetzt undvon ver.di übernommen und weiterverarbeitet.2Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenA) An meinem ArbeitsplatzNein manchmal jaIch mache mir Sorgen über meine GesundheitIch leide oft unter Kopfweh, Übelkeit oder Magenschmerzen etc.Ich habe seit langem nicht mehr gelachtMeine Kolleg/innen sind verschlossenIch bin verschlossenEs ist für mich schwierig, in Ruhe zu arbeitenMein/e Vorgesetzte/r unterstützt mich nichtIch bin besorgt über meine berufliche EntwicklungIch werde bei der Arbeit sexuell belästigtIch denke oft daran, was ich noch alles erledingen mussIch habe Angst, dass meine Arbeit nicht mehr gebraucht wirdIch habe kaum Aufstiegsmöglichkeiten bei meiner ArbeitEs gibt viele Konflikte bei der ArbeitIch habe oft das Gefühl, als würde ich etwas Verkehrtes tun?AuswertungAnzahlKreuzen Sie die auf Sie zutreffendenAntworten an und übertragen Sie diePunktezahl in die Tabelle auf Seite 7Punkteneinx2 manchmalx4 jax6 Summe3Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenB)Mein PrivatlebenNein manchmal jaEs passiert oft, dass ich zu müde bin, um mich mit meinerFamilie zu beschäftigenIch habe immer weniger Zeit und Lust, mich mit Bekannten undFreunden zu treffenIch bin so müde, dass ich überhaupt nichts tun kannIch denke immer an die ArbeitIch rede zu Hause nicht über die ArbeitIch fühle mich ständig angespannt und bin leicht reizbarMeine Arbeitseinstellung ist in der Parterschaft immer wiederGegenstand von AuseinandersetzungenIch unternehme nur noch selten etwas mit meiner FamilieIch schlafe schlechtIch brauche Hilfsmittel, um mich zu beruhigen und abzuschaltenIch vermisse Unterstützung für meine ArbeitIch verschiebe Dinge, die ich zu tun beschlossen habeEs passiert, dass ich mich abkapsleMorgens bin ich müde, obwohl ich meine normale Anzahlvon Stunden schlafeIch bin unzufrieden mit der Einteilung zwischen Arbeit und FamilieAuswertungAnzahlKreuzen Sie die auf Sie zutreffendenAntworten an und übertragen Sie diePunktezahl in die Tabelle auf Seite 7Punkteneinx2 manchmalx4 jax6 Summe4Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenC)Weiterbildung und Handlungsspielräume bei der ArbeitNein manchmal jaKurse und Tagungen sind für alle möglichIch erhalte Angebote zur WeiterbildungIch nehme regelmäßig an internen Schulungen teilIch nehme regelmäßig an externen Schulungen teilIn Verbindung mit meinem Beruf lerne ich ständig neuesMein Wissen ist ausreichend, um die Entwicklung meinerArbeit beeinflussen zu könnenMein Wissen ist ausreichend, um auf neue Bereicheeingehen zu könnenIch kann meinen Arbeitsplan bestimmenIch kann Entscheidungen beeinflussen, die meine Arbeitund deren Entwicklung betreffenWir besprechen die Zeiteinteilung der Arbeit und versucheneinen gerechten Ausgleich unter den Kolleg/innen zu schaffenAuswertungAnzahlKreuzen Sie die auf Sie zutreffendenAntworten an und übertragen Sie diePunktezahl in die Tabelle auf Seite 7Punkteneinx6 manchmalx4 jax2 Summe5Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenD) Meine ArbeitssituationNein manchmal jaIch kann meine Arbeit ohne nennswerte störendeUnterbrechungen erledigenMeine Arbeit wird nicht durch widersprüchlicheAnweisungen erschwertIch kann ohne Probleme Bildungsurlaub nehmenMein Aufgabenbereich ist konkret beschrieben, Zuständigkeitensind klar voneinander abgegrenztDer Informationsfluss entspricht den Anforderungen der ArbeitIch mache keine ÜberstundenIch kann Zeitausgleich nehmen für meine ÜberstundenDurch gelegentliche Mehrarbeit wird der Arbeitsdruck geringerIch fühle, dass meine Arbeit wertvoll istMeine Arbeit hat das richtige MaßAuswertungAnzahlKreuzen Sie die auf Sie zutreffendenAntworten an und übertragen Sie diePunktezahl in die Tabelle auf Seite 7Punkteneinx6 manchmalx4 jax2 Summe6Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenE)Meine TätigkeitNein manchmal jaMeine Tätigkeit bedeutet Arbeitan mehr als 75 Abenden pro Jahran mehr als 10 Wochenenden pro Jahrmit mehr als 150 Überstunden pro JahrMein Tätigkeit umfasst mehr als 75 Reisetage im JahrIch arbeite auf AbrufIch mache Schichtarbeit/-dienstMeine Tätigkeit kann in meiner Firma nur von mir getan werdenMeine Tätigkeit ist durch zuviel Stress gekennzeichnetMeine Tätigkeit schränkt meine Möglichkeiten, so zu leben,wie ich möchte, einMeine Arbeit ist wichtiger als irgend etwas anderesAuswertungAnzahlKreuzen Sie die auf Sie zutreffendenAntworten an und übertragen Sie diePunktezahl in die Tabelle auf Seite 7Punkteneinx2 manchmalx4 jax6 SummeGesamtauswertungPunkteA) An meinem ArbeitsplatzB) Mein PrivatlebenC) Weiterbildung und Handlungsspielräume bei der ArbeitD) Meine ArbeitssituationE) Meine TätigkeitGesamtpunktzahl7Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenResultatBei einer Gesamtpunkteanzahl vonüber 250Offensichtlich widmen Sie Ihrem Arbeits- und Privatleben zu wenig Aufmerksamkeit. Es scheint so, als obSie zu viel und zu lange arbeiten. In der Regel wirkt sich dies negativ auf die familiäre Situation, aufFreundschaften und Bekanntschaften aus. Möglicherweise haben Sie ihr Privatleben vernachlässigt, sich zuwenig Erholung gegönnt und/oder zu wenig Urlaub gemacht. Denken Sie einmal darüber nach, wie sichIhre private Situation entwickeln wird, wenn Sie einfach so weitermachen wie bisher. Sprechen Sie mitIhren Kolleg/innen, um herauszufinden, ob es Ihnen ähnlich ergeht? Sie sollten Hilfe in Anspruch nehmen,um Ihre Arbeitssituation zu verändern.200 bis 249Sie sollten Ihrer Familie, Ihren Freunden, Bekannten und/oder Ihren Freizeitbeschäftigungen ein wenig mehrZeit widmen. Familie, Freundschaften und Freizeit lassen sich nicht konservieren, um sich später daran zuerfreuen. Sie können nur jetzt leben – es lässt sich nicht einfach aufschieben. Sie sollten überlegen, was Sievon Ihrer Arbeit erwarten und wie Sie Ihre Zeit einteilen, wie der Arbeit ein gesundes Maß gegeben werden kann. Sprechen und beraten Sie sich mit Ihren Kolleg/innen über das Thema Qualität der Arbeit undLebensqualität. Nur über ein gesundes Maß der Arbeit, erhalten Sie die Möglichkeit zur Muße und Erholung. Nur dann werden Sie genügend Zeit für Ihre Familie, Ihre Freunde und Ihre Freizeitbeschäftigungenfinden.150 bis 199Das sieht nicht schlecht aus, aber seien Sie wachsam bezüglich Ihrer Arbeitssituation. Nur Sie könnenfühlen, wann ihr Körper als Folge von übermäßigem Arbeitsstress und zu wenig Entspannung protestiert.Sie haben nur ein Leben.bis 149Sie organisieren den Ausgleich zwischen Arbeit, Freizeit und Familie gut, wahrscheinlich fühlen Sie sogar,dass das Leben nicht besser sein könnte. Oder fühlen Sie sich bei der Arbeit eher unterfordert, da IhreArbeit zu wenig Herausforderungen bietet? Vielleicht würde Ihnen ein wenig positiver Stress gut tun.Setzen Sie sich mit anderen Kolleg/innen für eine bessere Verteilung der „interessanteren“ Aufgaben ein.Wenn Sie eine hohe Punkteanzahl in der Fragegruppe „Meine Tätigkeit“ haben, dann sollten Sie IhreArbeitsbedingungen sorgfältig überdenken.8Bereich Sozialpolitik

Fragebogen über Stress und seine FolgenSTRESS IST EIN TEIL DES LEBENS, GEGEN SCHÄDLICHEN STRESS KANNABER ETWAS GETAN WERDEN!1. Was nehme ich mir selbst vor?Sie haben den Fragebogen ausgefüllt. Er gibt Ihnen erst Aufschlüsse über berufliche und private Situation.Sprechen Sie mit Ihren Kolleg/innen und/oder Ihren Betriebsrat/Personalrat darüber, was sich an IhrenArbeitsbedingungen verändern ließe und wie sie sich gegenseitig unterstützen können. Versuchen Sie,darüber nachzudenken, wie Sie Ihre Lage verbessern können. Nehmen Sie sich etwas konkretes vor undüberprüfen Sie nach einiger Zeit, ob es Ihnen dann besser geht.2. Was können Gewerkschaften tun?Wir sind überzeugt, dass gegen schädlichen Stress etwas getan werden kann: Das Arbeitsschutzgesetzsowie das betriebliche Eingliederungsmanagement im Rahmen eines Gesundheitsmanagements sindwichtige betriebliche Ansätze, die zur Reduzierung von Arbeitsstress und Arbeitsdruck beitragen können.Gewerkschaften unterstützen diesen Prozess durch Aufklärung, Beratung und Schulung. Fordern Sie uns!9Bereich Sozialpolitik

Ich habe immer weniger Zeit und Lust, mich mit Bekannten und Freunden zu treffen Ich bin so müde, dass ich überhaupt nichts tun kann Ich denke immer an die Arbeit Ich rede zu Hause nicht über die Arbeit Ich fühle mich ständig angespannt und bin leicht reizbar Meine Arbeitseinstellung ist in der Parterschaft immer wieder