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LVR-Dezernat Klinikverbund undVerbund Heilpädagogischer HilfenLVR-Fokustagung 2014Autonomie und Selbstbestimmungin der PsychiatrieRahmenbedingungen, Anspruch und Praxis5. September 2014 in Düsseldorfim LVR-Klinikum Düsseldorf –Kliniken der rbundUNIVERSITÄT DÜSSELDORF

ProgrammLVR-FokustagungAutonomie und Selbstbestimmung in der PsychiatrieRahmenbedingungen, Anspruch und Praxis

Sehr geehrte Damen und Herren,sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,Psychische Störungen können für die betroffenen MenschenFolgen haben, die einen besonderen Schutz rechtfertigen.Die Gefahr suizidaler Handlungen oder gravierender Selbstverletzungen von Patientinnen und Patienten münden ebenso wiedie Sorge um die Schädigung Dritter durch psychisch krankeMenschen vielfach in der Notwendigkeit präventiver Maßnahmen, die mit Einschränkungen der Autonomie und Freiheit derBetroffenen verbunden sein können.Eingriffe in die Autonomie und Selbstbestimmung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen ausGründen des Schutzes vor Selbst- und Fremdgefährdung, sindvor diesem Hintergrund seit langem Gegenstand eines sowohlethisch als rechtlich basierten Diskurses über die Stellungpsychisch kranker Menschen in unserer Gesellschaft.Wichtige Eckpunkte des aktuellen Diskurses bilden u. a. diehöchstrichterliche Rechtsprechung zur Zulässigkeit und zuden rechtlichen Grenzen der Anwendung von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie und in Betreuungseinrichtungen sowiedie UN-Behindertenrechtskonvention.2Als wichtiger Ausdruck einer im Sinne der UN-Behindertenrechtskommission veränderten Sichtweise auf die Rechte vonMenschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungenist die Rechtsprechung des BGH vom 20. Juni 2012 zu werten,welche der individuellen Autonomie einer Patientin einen höheren Rang einräumt, als einer medizinisch indizierten medikamentösen Behandlung auch gegen den Willen der Patientin.In diesem Kanon steht auch das Gesetz zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in ärztliche Zwangsmaßnahmen vom 27. Februar 2013, das die Hürden für eine Zwangsbehandlung deutlich höher gelegt hat.Die skizzierten Entwicklungen beinhalten für die Psychiatriedie Aufforderung, sich im Spannungsfeld zwischen ihremBehandlungs- und Schutzauftrag auf der einen sowie dergegebenen Behandlungsmöglichkeiten und der vorhandenenRessourcenausstattung auf der anderen Seite einem Diskursüber Chancen und Risiken sowie Grenzen, Perspektiven undVoraussetzungen einer psychiatrischen Behandlung zu stellen,die der individuellen Autonomie und Freiheit psychisch krankerMenschen größtmögliche Räume lässt.Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der PsychiatrieDas Programm unserer Tagung möchte diesen Diskurs ausden unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Die Beiträge spannen einen Bogen von den ethischen und rechtlichenGrundlagen über die aktuelle Praxis des Umgangs mit aggressionsbesetzten oder kritischen Situationen im psychiatrischenAlltag bis hin zur Formulierung von Perspektiven für die zukünftige Arbeit.Wir danken den Expertinnen und Experten für ihre Bereitschaft, die LVR-Fokustagung 2014 „Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie: Rahmenbedingungen, Anspruchund Praxis“ mit ihrem Beitrag zu unterstützen und freuen unsauf einen interessanten und vielfältigen Austausch mit Ihnen.Martina Wenzel-JankowskiLVR-Dezernentin Klinikverbund undVerbund Heilpädagogischer HilfenProgrammbeirat:Prof. W. Gaebel,Prof. E. Gouzoulis-MayfrankM. van BrederodeProgramm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie3

Düsseldorf, 5. September 20148.30 UhrAnreise/Anmeldung9.00 UhrBegrüßungM. Wenzel-JankowskiA. Meyer-FalckeW. Gaebel9.30 bis 9.45 UhrEinführung und ModerationB. JahnkeZwischen Selbst- und Fremdbestimmung9.45 bis 10.05 UhrN. Schalast:Wie entsteht Aggression in psychiatrischen Stationen –und wie kann man ihr entgegen wirken?10.05 bis 10.25 UhrE. Gouzoulis-Mayfrank/M. Schmitz-Buhl:Determinanten unfreiwilliger Behandlung10.25 bis 10.55 UhrW. Rössler:Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie:Internationale Perspektiven10.55 bis 11.30 PauseEthische und rechtliche Grundlagen11.30 bis 12.00 UhrH. Fangerau:Ethische Grundlagen von Zwangsmaßnahmenin der Psychiatrie12.00 bis 12.30 UhrM. Koller:Rechtliche Aspekte von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie12.30 bis 13.00 UhrD. Richter:Professionelles Handeln in der Psychiatrieim Lichte der UN-BRKPraxisPerspektiven14.00 bis 14.20 UhrW. Schubert:„Alltag in der Psychiatrie; Bericht aus 9 JahrenKlinikbegehungen im Rahmen der PsychKG-Kommissionim Rheinland“16.00 bis 16.30 UhrU. Pester:Halten statt fixieren?4-Stufenkonzept deeskalierender Maßnahmen14.20 bis 14.50 UhrH. Recken: Zwang und Gewalt in der Pflege16.30 bis 17.00 UhrB. Janssen:Ansätze zur Prävention forensischer Unterbringungs‑maßnahmen14.50 bis 15.10 UhrC. Reichmann:Systematische Risikoeinschätzung:Die (erweiterte) BrØset-Gewalt-Checkliste17.00 bis 17.30 UhrT. Steinert: „Psychiatrie ohne Zwangsbehandlung?“17.30 Uhr Ende der Veranstaltung15.10 bis 15.30 UhrS. Rogge/A. Trost:SAPROF – Erfassung protektiver Faktoren bei einem Risiko fürgewalttätiges Verhalten15.30 bis 16.00 Pause13.00 bis 14.00 Mittagspause4Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der PsychiatrieProgramm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie5

LVR-Fokustagung 2014Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie Rahmenbedingungen, Anspruch und PraxisVeranstalter: Landschaftsverband Rheinland,LVR-Dezernat Klinikverbund und VerbundHeilpädagogischer Hilfenwww.lvr.deTagungsort: LVR-Klinikum DüsseldorfKliniken der Heinrich-HeineUniversität DüsseldorfHaus 27, SozialzentrumBergische Landstraße 240629 DüsseldorfTagungsbüro: LVR-Klinik Langenfeld,Dominique AhlingTel: 02173 102-1005,Mail: [email protected],Fax: 02173 102-1009Zertifizierung: Das Symposium wird bei der Ärzte kammer Nordrhein mit CME-Punktenzertifiziert werdenKontoverbindung: LVR-Klinik Langenfeld, SEB Bank, BIC: ESSEDE5F370IBAN: DE 19 3701 0111 1370 034100 Verwendungszweck: TeilnahmeLVR-Fokustagung/Name, VornameBitte melden Sie sich bis zum 15. August 2014 verbindlichdurch Überweisung des Betrages auf die o.g. Kontoverbindung und durch Rücksendung der beigefügten Antwortkarteoder per Fax mit Unterschrift an. Bitte haben Sie Verständnis,dass eine Anmeldung per E-Mail nicht als verbindlich angesehen werden kann.Teilnahmegebühr: Frühbucherrabatt bis 31. Juli 2014:95 Euro/ab 1. August 2014 125 Euro6Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der PsychiatrieReferentinnen und ReferentenUwe PesterProMeDa Institut für professionellesDeeskalationsmanagement, BönnigheimProf. Dr. Heiner FangerauUniversität Ulm, UlmProf. Dr. Wolfgang GaebelLVR-Klinikum Düsseldorf, DüsseldorfHeinrich ReckenHFH Studienzentrum Essen, EssenProf. Dr. Euphrosyne Gouzoulius-MayfrankLVR-Klinik Köln, KölnClaudia ReichmannLVR-Klinikum Düsseldorf, DüsseldorfBettina JahnkeInklusion durch Experten I.d.E.E. e.V., Sankt AugustinDirk RichterBerner Fachhochschule Fachbereich Gesundheit CH, BernPD Dr. Birgit JanssenLVR-Klinikum Düsseldorf, DüsseldorfProf. Dr. med. Dipl.-Psych. Wulf RösslerProfessor emeritus University of Zurich/Switzerland CH, ZürichMatthias KollerLandgericht Göttingen, GöttingenStefan RoggeLVR-Klinik Köln, KölnProf. Dr. Andreas Meyer-FalkeLandeshauptstadt Düsseldorf /Beigeordneter f. Personal und Gesundheit, DüsseldorfNorbert SchalastLVR-Klinikum Essen, EssenProgramm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie7

Anreise zum LVR-Klinikum DüsseldorfMario Schmitz-BuhlLVR-Klinik Köln, KölnWiebke SchubertLandesverband NRW der Angehörigen psychisch Kranker e.V.,MünsterProf. Dr. Tilman SteinertAllgemeine Psychiatrie Ravensburg, RavensburgAndrea TrostLVR-Klinik Köln, KölnMartina Wenzel-JankowskiLandschaftsverband Rheinland, KölnAnreise mit dem Flugzeug: Flughafen Düsseldorf, ab dort mit der S-Bahn zum „Hauptbahnhof Düsseldorf“ oder zur S- Bahn Haltestelle „Düsseldorf-Wehrhahn“, weiterer Weg siehe unter Anfahrt mitöffentlichen VerkehrsmittelnAnfahrt mit dem AutoAus Richtung Köln/Oberhausen (A 3) Ausfahrt Düsseldorf/Mettmann, nach der Ausfahrt an derAmpel links Richung Düsseldorf fahren. auf der Bergischen Landstraße (B 7) ca. 6 Kilometer bis zurEinfahrt (Fußgängerampel) des LVR-Klinikums Düsseldorffahren und rechts einbiegen, Parkplätze sind ausreichendvorhandenAus Richtung Mönchengladbach, Krefeld, Moers (A 52, A 57) über die Theodor-Heuss-Brücke kommend auf der (B 7) inRichtung Wuppertal/Mettmann bis zur Bergischen Landstraße fahren auf der Höhe an der zweiten Ampel (Fußgängerampel) linksin das Gelände des LVR-Klinikums Düsseldorf einbiegen8Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der PsychiatrieAus Richtung Neuss fahren Sie über die Südbrücke auf den Südring der B 8 (im Verlauf den Straßen Auf‘m Hennekamp, Kruppstraße, Werdener Straße, Kettwiger Straße, Dorotheenstraße) bis zur Ampel Grafenberger Allee folgen dort rechts in Richtung Wuppertal in die Grafenberger Alleeeinbiegen weiter geradeaus über Staufenplatz und Ludenberger Straße bis zur Bergischen Landstraße auf der Höhe an der zweiten Ampel (Fußgängerampel) linksin das Gelände des LVR-Klinikums Düsseldorf einbiegenAnfahrt mit öffentlichen VerkehrsmittelnDas LVR-Klinikum Düsseldorf ist sehr gut mit öffentlichenVerkehrsmitteln zu erreichen. Direkt vor dem Haupteingangbefinden sich Straßenbahnhaltestellen.Von der S-Bahn-Haltestelle „Düsseldorf-Wehrhahn“ mit der Linie 703 bis zur Haltestelle „Auf der Hardt/LVRKlinikum“, von dort bis zur Kreuzung auf der Bergischen Landstraße, nun bis zur Fußgängerampel und dann zum Eingang desLVR-Klinikums Düsseldorf.Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie9

Lageplan LVR-Klinikum DüsseldorfWegeverbindung FußgängerZentrum für Neurologieund Neuropsychiatrie (ZNN)Wegeverbindung PKW, Radfahrer und Fußgänger/Parkplatz oder mit der Linie 713 bis zur Haltestelle „Auf der Hardt/LVR-Klinikum“, dort links zum Eingang des LVR-KlinikumsDüsseldorfVom Hauptbahnhof Düsseldorf Linie 709 Richtung Gerresheimer Krankenhaus (!) bis zurHaltestelle „Auf der Hardt/LVR-Klinikum“, dort links zum Eingang des LVR-Klinikums die Linie 709 fährt im Takt abwechselnd nur bis zum Staufenplatz; an der Haltestelle „Burgmüllerstraße“ könnenSie in die Linien 703 oder 713 umsteigen und wie oben beschrieben zum LVR-Klinikum Düsseldorf fahrenParkplätze Auf dem gesamten Klinikgelände befinden sich Parkplätze.Diese sind auch auf dem Lageplan des LVR-Klinikumseingezeichnet.10Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der PsychiatrieAufnahme NeurologieMRT / RöntgenTagungsortAufnahme PsychiatrieLeitsystem ParkplätzeP Haus 1-2-3-35-37-38-39PHaus 10-11-27-28-29PHaus 12-13-14-16-23-26PHaus 15-30-31-32-33-43PHaus 17-18-20-21-22PHaus 19-41-42Programm LVR-Fokustagung Autonomie und Selbstbestimmung in der Psychiatrie11

ImpressumLandschaftsverband Rheinland (LVR)LVR-Dezernat Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer HilfenLayout und Druck: LVR-Druckerei, Ottoplatz 2, 50679 Köln, Tel 0221 809-2418Köln, Juni 2014

LVR-Dezernat Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer HilfenHermann-Pünder-Straße 1, 50679 Kölnwww.lvr.de

Diese sind auch auf dem Lageplan des LVR-Klinikums eingezeichnet. Aufnahme Psychiatrie Zentrum für Neurologie und Neuropsychiatrie (ZNN) Aufnahme Neurologie MRT / Röntgen Leitsystem Parkplätze P Haus 1-2-3-35-37-38-39 P Haus 10-11-27-28-29 P Haus 12-13-14-16-23-26 P Haus 15-30-31-32-33-43 P Haus 17-18-20-21-22 P Haus 19-41-42 Wegeverbindung .