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Bachelor- und MasterstudiengangInformatikStudienführerWS 2021/22www.informatik.fau.de

VorwortDieser Studienführer ist als Leitfaden für die Bachelor- und Master-Studierenden im Fach Informatikan der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gedacht. Er richtet sich in erster Linie andiejenigen Studierenden, die nach der aktuellsten Fachprüfungsordnung Informatik studieren. Bachelor- und Master-Studierende nach der älteren Fachprüfungsordnung (FPO 2019/20 bzw. älter)werden sicherlich auch von einigen hier aufgeführten Informationen profitieren, seien aber grundsätzlich auf die für sie geltenden Regelungen der älteren FPOs verwiesen, die sie auf den Seitendes Prüfungsamtes einsehen können.Alle Fakten wurden gründlich recherchiert und die Texte mit größter Sorgfalt erstellt. Als gültigeRechtsgrundlage in allen studienbezogenen Fragen dienen jedoch allein die FachprüfungsordnungInformatik (FPO Inf) und die Allgemeine Prüfungsordnung der Technischen Fakultät (APO TechFak).Zu finden unter: rechtliches/Zum Zweck der besseren Lesbarkeit werden im Folgenden weitgehend männliche Personenbezeichnungen verwendet. Die zahlreichen Studentinnen und Dozentinnen der Informatik sind dabeiselbstverständlich immer mitgemeint.Sollten Ihnen manche der verwendeten Fachbegriffe und Abkürzungen unklar sein, steht Ihnen imhinteren Teil des Studienführers ein Glossar zum Nachschlagen zur Verfügung. Erklärungen zu denstudienrelevanten Online-Tools sowie die Kontaktdaten aller Ansprechpartner, die auf den folgenden Seiten erwähnt werden, finden Sie in den letzten Kapiteln.Das SSC wünscht Ihnen viel Erfolg im Informatikstudium!Dr. Christian GötzStudien-Service-Center InformatikStand: August 2021

Inhalt1 Erste Orientierung1.1 Was ist Informatik?1.2 Berufsbild Informatik1.3 Der Studiengang Informatik an der FAU778101.3.1 Allgemeines101.3.2 Aufbau und Ziele des Bachelorstudiums111.3.3 Aufbau und Ziele des Masterstudiums121.3.4 Vorkenntnisse und Voraussetzungen des Studiengangs131.4 Die Lehrstühle und Professuren des Departments Informatik141.5 Rechnerausstattung241.6 Lageinformationen252. Allgemeine Informationen zum Studium2.1 Semesterterminplan2.2 Einschreibung - Immatrikulation2727272.2.1 Immatrikulation mit deutscher Fachhochschulreife (Fachabitur)272.2.2 Immatrikulation für beruflich qualifizierte Bewerber282.2.3 Immatrikulation für Studiengang- und Hochschulwechsler282.2.4 Immatrikulation für internationale Bewerber302.3 Semesterticket und Studentenwerksbeitrag322.4 Rückmeldung332.5 Wohnungssuche332.6 BAföG342.7 Mathematik-Repetitorium342.8 Informatik-Repetitorium (Online-Kurs)342.9 Sprachkenntnisse353 Im Studium3.1 ECTS-Punkte und Modularisierung35353.2 Lehrveranstaltungen – eine Typologie353.3 Studien- und Prüfungsleistungen373.3.1 Studien- und Prüfungsordnungen373.3.2 Prüfungsanmeldung, Prüfungszeiträume383.3.3 Prüfungsvorbereitung383.4 Prüfungen393.4.1 Täuschungsversuch, Plagiarismus413.4.2 Rücktritt von Prüfungen41

3.4.3 Wiederholung von Prüfungen433.4.4 Zusätzliche Prüfungsleistungen433.4.5 Notenberechnung443.5 Auslandsaufenthalt im Studium453.6 Beurlaubung463.7 Anerkennung von Leistungen473.8 Studienzeitverlängerung493.9 Studienfach- und Hochschulwechsel494. Der Bachelorstudiengang Informatik504.1 Aufbau des Studiums504.1.1 GOP-Phase504.1.2 Bachelor-Phase514.2 Modultabelle Informatik Bachelor534.3 Vertiefungsrichtungen (Bereich Wahlpflichtmodule)544.3.1 IT-Sicherheitsinfrastrukturen (Informatik 1)544.3.2 Programmiersysteme (Informatik 2)544.3.3 Rechnerarchitektur (Informatik 3)554.3.4 Verteilte Systeme und Betriebssysteme (Informatik 4)564.3.5 Mustererkennung (Informatik 5)584.3.6 Datenmanagement (Informatik 6)584.3.7 Kommunikationssysteme (Informatik 7)594.3.8 Diskrete Simulation (Informatik 7)604.3.9 Theoretische Informatik (Informatik 8)614.3.10 Graphische Datenverarbeitung (Informatik 9)624.3.11 Systemsimulation (Informatik 10)634.3.12 Software Engineering (Informatik 2 und 11)644.3.13 Hardware-Software-Co-Design (Informatik 12)674.3.15 Elektronik und Informationstechnik684.3.16 Künstliche Intelligenz694.3.17 Kryptographie704.3.18 Medizinische Informatik714.3.19 Informatik in der Bildung724.5 Modulbeschreibungen des Bachelorstudiums734.5.1 Algorithmen und Datenstrukturen734.5.2 Konzeptionelle Modellierung754.5.3 Grundlagen der Technischen Informatik774.5.4 Parallele und funktionale Programmierung78

4.5.5 Grundlagen der Rechnerarchitektur und -organisation794.5.6. Grundlagen der Schaltungstechnik804.5.7 Systemprogrammierung814.5.8 Grundlagen der Logik in der Informatik824.5.9 Software-Entwicklung in Großprojekten834.5.10. Berechenbarkeit und Formale Sprachen844.5.11. Theorie der Programmierung854.5.12. Rechnerkommunikation864.5.13. Algorithmik kontinuierlicher Systeme874.5.14. Implementierung von Datenbanksystemen894.5.15. Mathematik für Ingenieure 1914.5.16. Mathematik für Ingenieure 2924.5.17. Mathematik für Ingenieure 3934.5.18. Mathematik für Ingenieure 4944.5.19 Praktikum954.5.20 Hauptseminar954.5.21 Bachelorarbeit954.6 Studienabschluss5. Der Masterstudiengang Informatik5.1 Qualifikation zum Masterstudium Informatik5.2 Qualifikationsfeststellungsverfahren (QFV)969898995.3 Nicht-konsekutiv Studierende (z. B. Hochschulwechsler)1015.4 Studienverlauf Master Informatik (M. Sc.)1025.5 Teilzeitstudium1045.6 Studienschwerpunkt „Informatik in der Fahrzeugtechnik“1055.7 Doppelstudium1075.8 Masterarbeit1085.9 Ende des Studiums1095.9.1 Zeugnisdokumente1095.9.2 Promotion1096. Nebenfächer1107 Studierende in besonderen Situationen1117.2 Studieren mit psychischen Erkrankungen1117.3 Studieren in der Schwangerschaft/mit Kind1127.1 Studieren mit chronischer Erkrankung oder Behinderung8. Tipps und Hinweise111113

8.1 Tipps für ein erfolgreiches Bachelorstudium1138.2 Tipps für ein erfolgreiches Masterstudium1158.3 Stolpersteine im Masterstudium und wie man sie sicher umgeht1159 Online-Tools9.1 IdM-Portal1171179.2 CIP-Pool-Account1179.3 UnivIS1189.4 StudOn1189.5 Campo1189.6 MeinCampus1199.7 Virtuelle Hochschule Bayern (VHB)1199.8 EST-System1199.9 Videoportale1209.10 Wichtige Webseiten1209.11 VPN-Client1209.12 Überblick: Wofür welches Tool?12110 Studentisches Leben12211 Glossar – wichtige Begriffe im Studium12311 Nützliche Adressen und Ansprechpartner12812 Anhang13212.1 Richtlinien Sprachzertifikate13212.2 Hinweise zur Beglaubigung von Dokumenten13312.3 Amtliche Beglaubigungen im Ausland134

Erste Orientierung1 Erste Orientierung1.1 Was ist Informatik?Die rasante Entwicklung der Informationsverarbeitung hat unser Leben und Arbeiten, unser Wirtschaften und Handeln in einer Weise verändert wie kaum eine Technologie zuvor. Die Auswirkungen aktueller Trends wie Multimedia, Virtual Reality, Internet, Künstliche Intelligenz etc. auf unsereGesellschaft sind kaum überschaubar. Kontinuierlich werden leistungsfähigere Prozessoren, größere Speicher, schnellere Netzwerke und komplexere Softwareprodukte angeboten, die neue Kommunikations-, Lern und Arbeitsformen in jedem Haushalt und an jedem Arbeitsplatz verfügbar machenEine Schlüsselrolle in dieser Entwicklung spielt die Informatik.Informatik ist die Wissenschaft, Technik und Anwendung der maschinellen Verarbeitung und Übermittlung von Informationen. Sie beschäftigt sich mit Hardware, Software und Organisation vonRechnersystemen und -netzen, mit der Repräsentation und der Verarbeitung anwendungsbezogener Daten und Signale, mit der Akquisition und Nutzung von problemspezifischem Wissen und mitden Auswirkungen des Einsatzes solcher Systeme auf Nutzer und Betroffene. Dabei abstrahiert dieInformatik von den Besonderheiten der einzelnen Anwendungen und Architekturen und analysiertdie grundlegenden theoretischen Konzepte und Methoden, um sie beim Entwurf neuer Systemeeinzusetzen.Informatik ist so als umfassende Grundlagen- und Querschnittsdisziplin zu verstehen, die sich mitden technischen, organisatorischen und gesellschaftspolitischen Fragen der Entwicklung und Nutzung von Systemen der Informationstechnik befasst. Zielsetzung und Arbeitsweise kennzeichnensie als Ingenieurwissenschaft. Ihre anwendungsbezogenen Teildisziplinen reichen von der Wirtschafts-, Umwelt- und medizinischen Informatik über den Datenschutz und die Telekommunikationbis in die Natur- und Ingenieurwissenschaft (Computational Science und Computational Engineering). Mit ihren Methoden der Formalisierung, Modellbildung und Simulation erschließt sie neueDenk- und Arbeitsweisen in allen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften und der Technik.Die Kerngebiete der Informatik umfassen die Architektur und den Entwurf informationsverarbeitender Maschinen, die für den Betrieb erforderlichen Systemprogramme, Programmiersprachen undihre Übersetzung, grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen, Methoden und Werkzeuge desSoftware Engineering, Aspekte verteilter Systeme und Rechnerkommunikation, Datenbanken undInformationssysteme, Hardwareentwurf sowie die eher theoretischen Fragen formaler Sprachen,Berechenbarkeit und Komplexität. Hinzu kommen die Gebiete der praktischen Informatik wie z. B.Sprach- und Bildverarbeitung, Mustererkennung, Künstliche Intelligenz, Computergraphik und Visualisierung, Echtzeitsysteme und Automatisierungstechnik, Betriebliche Anwendungen.7

Erste Orientierung1.2 Berufsbild InformatikWelche Berufe üben universitäre Informatik-Absolventen später aus?Da die Informationstechnologie in nahezu alle Bereiche der Gesellschaft Einzug gehalten hat, istdas potenzielle Betätigungsfeld eines Informatikers sehr breit gefächert. Allerdings ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein Informatikstudium zwangsläufig zum Beruf „Programmierer“ führt. Werspäter „nur“ programmieren will, muss nicht Informatik studieren – schon gar nicht an einer Universität.Informatiker sind Problemlöser, bzw. Optimierer!Beispiel Navigationssystem: Der Autofahrer möchte, dass das System selbstständig die schnellsteRoute bis zum Ziel ausarbeitet. Dem Informatiker interessiert, nach welchen Regeln (Algorithmen)das System vorgeht. Wie effektiv ist dabei die Vorgehensweise? Welche Randbedingungen (Art derStraßenverbindungen, Umleitungen) gilt es zu beachten? Gerade in einer zunehmend vernetztenWelt stehen dabei auch immer mehr sicherheitsrelevante Fragestellungen im Vordergrund.Weitere Fragestellungen für einen Informatiker sind z. B.: Wie könnte der immer stärker werdende (Daten-)verkehr bei begrenzten Kapazitäten optimiert werden? Könnten sich Fahrzeuge in Zukunft gegenseitig vor Gefahren warnen? Wie könnte ein Arzt einen PC bedienen, ohne ihn (z. B. während einer OP) zu berühren? Gibt es Möglichkeiten durch moderne Computersimulationen resourcenschonende Technologien zu entwickeln? Wie kann 3-D Scannertechnologie helfen antike Stätten zu rekonstruieren?Informatiker arbeiten ähnlich wie Architekten: Sie analysieren (zum Teil unbekannte) Anwendungbereiche, arbeiten die für eine Problemlösung wesentlichen Kriterien heraus, stellen unwichtige Details zurück und entwickeln gemeinsam mit den Experten des Anwendungsfeldes Problemlösungen.8

Erste OrientierungWie sieht der Arbeitsmarkt für Informatiker aus?Informatik ist eines der interessantesten, vielseitigsten und entwicklungsfähigsten Studienfächer,das außergewöhnlich gute Berufschancen bietet. Gerade der interdisziplinäre Aspekt der Ausbildung eröffnet den Absolventen des Bachelor/Master of Computer Science ein weites Berufsfeld inLehre, Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Die beruflichen Perspektiven lassen sichgrob in vier Haupttätigkeitsbereiche unterteilen:In hochtechnologischen Entwicklungsabteilungen:Die Zukunft mit innovativen Ideen mit gestalten und verändern: Vor allem in der Automobilindustrieund der Medizintechnik gibt es sehr viele interessante Forschungsgebiete für Informatiker.In Forschung und Lehre:Entwurf und Entwicklung neuer Hard- und Software-Technologien, Ausbildung und Anwenderschulung, Beratung.In der Datenverarbeitungsindustrie:Entwicklung, Vertrieb und Wartung von Betriebs- und Anwendungssoftware, Hardware- und Netzwerkkomponenten.Beim Anwender von Informationstechnologien:Betrieb umfangreicher EDV-Installationen, Integration und Optimierung komplexer Anwendungen,Pflege und Weiterentwicklung von anwendungsorientierten Teilsystemen.Gerade die Anwendungsbereiche der Informationstechnologie bieten ein extrem vielfältiges Spektrum. Zu den Aufgaben eines Informatikers gehören hier vor allem die Analyse von Problemen desAnwenders, die Erstellung von Problembeschreibungen mit Informatik-Methoden, der Entwurf vonSoftwaresystemen sowie die Koordinierung der eigentlichen Programmierung. Das Studium kannnicht Wissen über alle denkbaren Anwendungsfelder vermitteln. Wichtig ist daher für einen Informatiker die Fähigkeit, unbekannte Anwendungsbereiche zu analysieren, die für eine Problemlösung wesentlichen Kriterien herauszuarbeiten, unwichtige Details zurückzustellen und gemeinsammit den Experten des Anwendungsfeldes Problemlösungen zu entwickeln. Diese Fähigkeiten zurPro blemanalyse werden im wissenschaftlichen Bereich und in vielen Unternehmen sehr hoch geschätzt.Laufend kommen weitere Anwendungsfelder für die Informatik und damit neue Einsatzgebiete fürdie Absolventen dieses Studiengangs hinzu. Leistungsfähigere Rechner ermöglichen es, immerwieder neue, komplexere Probleme mit dieser Technologie zu lösen.9

Erste OrientierungNeben „neuen Herausforderungen“ an die Informatik gibt es aber natürlich auch viele „traditionelle“Anwendungsfelder, in denen Software seit langer Zeit eingesetzt wird. Diese Software muss laufend an neue Anforderungen angepasst werden (Kundenwünsche, aber auch grundlegende Anpas sungen – Beispiele hierfür waren das „Jahr-2000-Problem“ oder die „Euro-Umstellung“). Immeröfter wird es auch notwendig, über Jahrzehnte hinweg gewachsene Software von Grund auf neu zuentwerfen.In allen Bereichen sind häufig auch Managementaufgaben zu erfüllen. Eine Bereitschaft zur kontinuierlichen Fortbildung ist wegen der schnellen technologischen Veränderung ebenso unerlässlichwie solide englische Sprachkenntnisse. Freiberufliche Tätigkeit oder die Existenzgründung spielenfür viele Informatik-Absolventen eine immer größere Rolle.1.3 Der Studiengang Informatik an der FAU1.3.1 AllgemeinesDas Informatikstudium soll die Fähigkeiten vermitteln, die Probleme, die auf Informatiker in ihrenvielfältigen Berufsfeldern zukommen, mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten und zu lösen.Seit dem Wintersemester 2007/2008 gibt es einen sechssemestrigen Bachelor- und einen viersemestrigen Masterstudiengang, die konsekutiv aufgebaut sind. Der Bachelor Studiengang kann nurzum Winter-semester begonnen werden. In den ersten vier Semestern sind Lehrveranstaltungen imUmfang von 24 Stunden pro Woche vorgesehen. In den höheren Semestern und im Master-Studium nimmt die Zahl der Vorlesungen ab. Zur grundsätzlich notwendigen Zeit für die Nachbereitungvon Vorlesungen und die Übungsvorbereitung kommt die Vorbereitung von Hauptseminarvorträgen,die Durchführung des Praktikums und eines Projekts sowie die Anfertigung der Bachelor- und der Masterarbeit hinzu.Bei erfolgreichem Abschluss des Bachelor-Studiengangs Informatik wird der akademische GradBachelor of Scienceabgekürzt (B. Sc.) verliehen. Bei erfolgreichem Abschluss des konsekutiven Masterstudiengangswird der akademische GradMaster of Scienceabgekürzt (M. Sc.) erworben.10

Erste Orientierung1.3.2 Aufbau und Ziele des BachelorstudiumsDer Bachelor-Studiengang Informatik besteht aus Pflicht- und Wahlpflicht-Modulen, einem Nebenfach, einem universitäts internen (Software-) Praktikum und der Bachelor-Arbeit. Die ersten beidenSemester (Grundlagen- und Orientierungsphase) umfassen die Vermittlung von Grundkenntnissender Mathematik und der Informatik und werden mit eigenen Prüfungen abgeschlossen. Dadurchverfügen die Studierenden über ein solides, informatisches Basiswissen, welches in den nächstenvier Semestern mit Informatik-Inhalten vertieft und durch zusätzliche Fachgebiete erweitert wird. Imletzten Fachsemester wird auch die Bachelor-Arbeit angefertigt.Die folgende Abbildung zeigt den grundsätzlichen Aufbau des Bachelorstudiums Informatik:Bachelor of Science (B. ahl von 2 bis 3 Modulen aus 15verschiedenen r4PflichtmoduleRechnerkommunikation, Systemprogrammierung,Implementierung von Datenbanksystemen, Berechenbarkeitund Formale Sprachen, Softwareentwicklung u. a.Grundlagen- und OrientierungsphaseAlgorithmen und Datenstrukturen, Technische Informatik,Grundlagen der Rechnerarchitektur, Mathematik,Parallele und funktionale Programmierung,Konzeptionelle ModellierungAbb.1: Überblick Bachelor-Studiengang11321

Erste Orientierung1.3.3 Aufbau und Ziele des MasterstudiumsDer Masterstudiengang Informatik umfasst insgesamt acht Wahlpflicht-Module, die Bearbeitungeines Projekts, ein Nebenfach, ein Hauptseminar und die Masterarbeit. Der MasterstudiengangInformatik kann sowohl zum Sommer- wie zum Wintersemester begonnen werden. Der Master studiengang Informatik kann auch als Teilzeitstudium absolviert werden. Ein Wechsel von Vollzeitauf das Teilzeitstudium oder umgekehrt ist einmal pro Studienjahr möglich. Mehr Informationen zumTeilzeitstudium finden Sie eilzeitstudium/Die folgende Abbildung zeigt den grundsätzlichen Aufbau des Masterstudiums Informatik:Master of Science (M. Sc.)4Master-Arbeit8 nar321Abb.2 Überblick MasterstudiumAls Wahlpflichtmodule dienen Module aus unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen mit unterschied licher ETCS-Zahl. Die einzelnen Vertiefungsrichtungen sind in der Erlanger Informatik zu bestimm ten Säulen zugeordnet. Im Master müssen mindestens drei der vier Säulen der Vertiefungs ric htun gen abgedeckt werden (Näheres hierzu siehe Kapitel Master), um die Kenntnisse in derInformatik möglichst breit zu fächern. Im Nebenfach lernen die Informatik-Studierenden eines dervielen Anwendungsgebiete für Informatik und die Sicht der Anwender auf die Informatik näher kennen – als Grundlage für die im Berufsleben der meisten Informatiker und Informatikerinnen wich tigen Kooperationen mit den Anwendern. Zur Auswahl steht eine breite Palette von Studiengängender Universität Erlangen-Nürnberg.12

Erste OrientierungDie folgende Abbildung zeigt die Zuordnung der unterschiedlichen Vertiefungsrichtungen zu denSäulen:Vier Säulen der VertiefungsrichtungenSäule der theoretisch orientiertenVertiefungsrichtungenSäule der e InformatikSystemsimulationDiskrete SimulationKryptographieRechnerarchitekturVerteilte Systeme und are-Co-DesignIT-SicherheitSäule der softwareorientiertenVertiefungsrichtungenSäule der miersystemeDatenbanksystemeKünstliche IntelligenzSoftware EngineeringMustererkennungGraphische DatenverarbeitungElektronik und InformationstechnikMedizinische InformatikInformatik in der BildungAbb. 3: Vier Säulen der Vertiefungsrichtungen1.3.4 Vorkenntnisse und Voraussetzungen des StudiengangsWelche Voraussetzungen sollte ich für ein Informatikstudium mitbringen?Wer noch keinerlei Programmierkenntnisse in Java hat, wird dringend empfohlen sich bereits vorStudienbeginn in die Grundlagen der Programmiersprache Java einzuarbeiten. Hierzu stehen zahlreiche Java-Einführungsbücher (z. B. auch online, siehe hier), Java-Tutorials in youtube und Online-Lernportale (wie z. B. dieses hier) zur Verfügung.Hinweis zu Vorkenntnissen und Voraussetzungen:Das Modul Algorithmen und Datenstrukturen und die zugehörigen Lehrveranstaltungen wiederholen den Schulstoff im Schnelldurchlauf, der im Lehrplan des naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasiums in Bayern vorgeschrieben ist, und gehen deutlich darüber hinaus.Das Informatik-Repetitorium ist ein unbetreutes, virtuelles Angebot zum Selbststudium undrichtet sich an alle Studenten der Technischen Fakultät (insbesondere Informatik-naher Studiengänge), die ihre Programmiererfahrung in objektorientierten Sprachen auffrischen möchten/müssen. Es soll Anfängern den Wiedereinstieg in die Programmierung erleichtern, indem derenBausteine am Beispiel der Programmiersprache Java zusammen mit der empfohlenen Entwicklungsumgebung Eclipse eingeführt werden.Hier geht es zum Informatik-Repetitorium (Online-Kurs).: Informatik-Repetitorium.13

Erste Orientierung1.4 Die Lehrstühle und Professuren des Departments InformatikDie Anfänge der Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg reichen zurück bis zur Gründungder Technischen Fakultät im Jahre 1966. Damals existierte bereits das Institut für MathematischeMaschinen und Datenverarbeitung. Seit dem WS 1969/70 gibt es einen eigenständigen Studiengang Informatik, die erste Prüfungsordnung datiert vom 1.6.1970.Informatik 1 IT-SicherheitsinfrastrukturenMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 12.158Tel. 85-69900, Fax 85-69919, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. Felix FreilingOffensive IT-Sicherheit, Schwachstellenanalyse von Hard- und Software, Analyse von Schadsoftware, IT-Beweismittelsicherung und -Analyse (Forensik), Reverse EngineeringInformatik 2 ProgrammiersystemeMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 05.138Tel. 85-27621, Fax 85-28809, E-Mail: [email protected] Dr. Michael PhilippsenÜbersetzung für eingebettete Systeme, Cluster Computing, Graphgrammatiken und Graphtransformatio-nen, automatische Analyse natürlicher Sprache, Spezifikation und Generierung graphischer Diagrammeditoren, visuelle regelbasierte Programmierung, Softwaregestützte Systeme zumRisikomanagement, Algorithmen für Zeitplanungsprobleme, evolutionäre Algorithmen, kombinierteLernverfahren, effiziente Datenanalyse.Informatik 3 RechnerarchitekturMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 07,156Tel. 85-27003, Fax 85-27912, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. Dietmar FeyGroß- und kleinskalierte parallele Rechensysteme wie Grid Computing, Cluster Computing undFPGAs, realisierte parallele Rechnerstrukturen in Eingebetteten Systemen, applikationsspezifischeSchaltkreise (ASICs). Design, Modellierung, Bewertung, Schwachstellenanalyse von Hochleis14

Erste Orientierungtungsrechnern, Eingebettete Systeme, Workstation-Cluster und fehlertolerante Systeme.Effiziente,deterministische Simulation von Multi-Clustern und Client-/Server-Systemen, Design von Middleware für Parallelrechner und Compute Grids, Architekturen für Computational Science and Engineering, Design von Hardware-Komponenten und Treibern.Informatik 4 Verteilte Systeme und BetriebssystemeMartensstraße 1, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 0.047Tel. 85-27277, Fax 85-28732, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. Wolfgang Schröder-PreikschatVerteilte Systeme und Middleware, Sicherheitsaspekte in verteilten, komponentenbasierten Systemen, Verteilungskonfiguration, Architekturen für qualitätsbewusste Anwendungen, Literaturdatenbank für vernetzte wissenschaftliche Einrichtungen; Betriebssysteme, Java-Betriebssystemarchitekturen, Power Management, aspektorientierte Systemprogrammierung, Betriebssystemfamilien,einbettbare Betriebssysteme; Analytische Modellierung und Prozessautomatisierung, Leistungsanalyse von Rechensystemen, Modellbeschreibungssprachen, Leistungsmodellierung.Informatik 5 MustererkennungMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 09.138Tel. 85-27775, Fax 09131/303811, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. habil. Andreas MaierMedizinische Bildverarbeitung: Bildregistrierung, Bildanalyse, Segmentierung, Rekonstruktion, verschiedene Aufnahmemodalitäten, diskrete Tomographie, Bildverbesserung; Rechnersehen: Multispektrale Bildanalyse, Erkennung und Verfolgung von Objekten, Bildforensik, 3D-Rekonstruktionund Navigation, Reflektions- und Beleuchtungsschätzung; Sprachverarbeitung: Erkennen/Verstehen von spontaner Sprache, Dialogsysteme, Kindersprache, Emotionserkennung, automatischeBewertung von Sprechstörungen, Aussprachebewertung beim Fremdsprachenlernen, Multikriterielle Optimierung: z. B. Zeitplanungsprobleme.15

Erste OrientierungInformatik 6 DatenmanagementMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 08.139Tel. 85-27893, Fax 85-28854, E-Mail: [email protected] Dr. Viktor LeisProf. Dr. Richard LenzEvolutionäre Informationssysteme: Prozessunterstützung in medizinischen Versorgungsketten;Datenqualität: Testdatenmanagement, Umgang mit unsicheren Datenbeständen, DQ-Monitoring;Datenstromsysteme und Ereignisverarbeitung: verteilte Anfrageverarbeitung, Transformation vonAnfragen, Ereignis-Propagierung, Tierbeobachtung, Anlagenüberwachung; Weitere Themen: Hardware-Unterstützung für Datenbank-Anfragen (gemeinsam mit Informatik 12).Informatik 7 Rechnernetze und KommunikationssystemeMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 06.156Tel. 85-27411, Fax 85-27409, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. Reinhard GermanDer Lehrstuhl beschäftigt sich mit allen Fragen rund um Protokolle und Architekturen zur Kommunikation in vernetzten Systemen. Eine besondere Ausrichtung liegt hierbei in der Bewertung derDienstgüte (Quality-of-Service, QoS) zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit undEchtzeitfähigkeit von Systemen. Hierfür werden Verfahren zur Modellierung, zur Simulation, zurAnalyse, zum Test und zur Messung eingesetzt sowie eigene Werkzeuge entwickelt und in folgenden Anwendungsgebieten eingesetzt: Fahrzeugkommunikation, vernetzte Energiesysteme (SmartGrid) sowie industrielle Kommunikation und Sensornetze. Als besondere Vorgehensweise entwickeln wir die Testgetriebene Agile Simulation, bei der UML-basierte Simulation und modellgestütztes Testen kombiniert werden.Das angebotene Lehrprogramm reicht von Grundlagenveranstaltungen wie „Rechnerkommunikation“ oder „Simulation und Modellierung“ bis zu fortgeschrittenen Lehrveranstaltungen wie „Fahrzeugkommunikation“ oder „Smart Grid“.16

Erste OrientierungInformatik 8 Theoretische InformatikMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 11.158Tel. 85-64057, Fax 85-64055, E-Mail: [email protected] Dr. Lutz SchröderLogikbasierte Wissensrepräsentation; Softwarespezifikation und -verifikation; Modallogik in derInformatik, insbesondere koalgebraische Logik; Unsicherheit, Vagheit und Defaults; Programmlogiken und Semantik von Programmiersprachen, insbesondere monadische Programmierung undSemantik von Iteration und Rekursion; koalgebraische Semantik nebenläufiger Systeme.Informatik 9 Graphische DatenverarbeitungCauerstraße 11, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 01.144Tel. 85-29919, Fax 85-29931, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. Marc StammingerProf. Dr.-Ing. Tobias GüntherDer Lehrstuhl für Informatik 9 (Graphische Datenverarbeitung) beschäftigt sich mit der Herstellungund Manipulation synthetischer Bilder, virtueller Welten und Computeranimationen mit Hilfe vonRechnern. Hierzu gehören insbesondere Verfahren zur Erstellung eines geeigneten rechnerinternen Szenenmodells (Modellierung), Verfahren zur graphischen Darstellung dieses Modells (Bildsynthese, Rendering) sowie die graphische Aufbereitung komplexer Datenmengen mit dem Ziel, denrepräsentierten Inhalt interpretierbar darzustellen (wissenschaftliche Visualisierung). Einen besonderen Schwerpunkt bilden Anwendungen computergraphischer Methoden in Medizin und Technik.17

Erste OrientierungInformatik 10 SystemsimulationCauerstraße 11, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 00.144Tel. 85-28923, Fax 85-28928, E-Mail: [email protected] Dr. Ulrich RüdeProf. Dr. Christoph PflaumProf. Dr.-Ing. Harald KöstlerDer Lehrstuhl für Systemsimulation beschäftigt sich mit der Modellierung, effizienten Simulationund Optimierung komplexer Systeme in Wissenschaft und Technik. Im Mittelpunkt stehen dabeidas Design und die Analyse von Algorithmen und Werkzeugen für diese Zwecke. Der Lehrstuhl untergliedert sich hierzu in die Arbeitsgruppen „Hochleistungsrechnen“, „Algorithmen für Simulation“,„Komplexe Strömungen“ und „Lasersimulation“. Konkrete Anwendungsprojekte sind die numerischeSimulation von Strömungen und die Simulation von optischen Wellen in Lasern oder Solarzellen.Informatik 11 Software EngineeringMartensstraße 3, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 10.154Tel. 85-27877, Fax 85-28746, E-Mail: ni-erlangen.de/index.htmlProf. Dr. Francesca SagliettiIngenieurmäßige Entwicklung und Zuverlässigkeitsnachweis komplexer Softwaresysteme hoher Qualität unter Berücksichtigung einzusetzender Arbeits- und Zeitressourcen, insbesondereAuswirkung des Entwicklungsprozesses auf die Softwarequalität, vergleichende Untersuchungvon Spezifikationssprachen, Kriterien der Entwurfsqualität im Hinblick auf die resultierende Softwarewartbarkeit, Verifikation und Validierung komplexer Software durch Testen und Korrektheitsbeweis, automatische Testdatenerzeugung mittels evolutionärer Verfahren, Optimierung von Integrations- und Last-Tests, Wiederverwendung vorgefertigter Softwarebausteine durch toolgestützteKomponentenintegration, fehlertolerierende Softwarearchitekturen, Zertifizierung von Software mitSicherheitsverantwortung, quantitative Bewertung der Softwarezuverlässigkeit unter Berücksichtigung bereits gewonnener Betriebserfahrung, Erzielung und Nachweis von Informationssicherheit,Erzielung und Bewertung software-ergonomischer Merkmale in den frühen Spezifikations- und Entwurfsphasen.18

Erste OrientierungInformatik 12 Hardware-Software-Co-DesignCauerstraße 11, 91058 Erlangen, Sekretariat Raum 02.114Tel. 85-25148, Fax 85-25149, E-Mail: [email protected] Dr.-Ing. Jürgen TeichProf. Dr. Rolf WankaProf. Dr. Oliver KeszöczeSystematischer Entwurf eing

1.3.4 Vorkenntnisse und Voraussetzungen des Studiengangs 13 1.4 Die Lehrstühle und Professuren des Departments Informatik 14 1.5 Rechnerausstattung 24 1.6 Lageinformationen 25 2. Allgemeine Informationen zum Studium 27 2.1 Semesterterminplan 27 2.2 Einschreibung - Immatrikulation 27