Transcription

7Einleitung und Verzeichnis der aktuellen liturgischen BücherHinweise zur MessfeierDIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESSBUCH. Für die Bistümer desdeutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch.TEIL I. Die Sonn- und Feiertage deutsch und lateinisch. Die Karwoche deutsch(1975).TEIL II. Das Messbuch deutsch für alle Tage des Jahres außer der Karwoche(1975, 2. Auflage 1988).Teil II. Das Messbuch deutsch für alle Tage des Jahres außer der Karwoche. ERGÄNZUNGSHEFT zur ersten Auflage (1988).Teil II. Das Messbuch deutsch für alle Tage des Jahres außer der Karwoche.ERGÄNZUNGSHEFT zur zweiten Auflage (1995).Teil II. Das Messbuch deutsch für alle Tage des Jahres außer der Karwoche.ERGÄNZUNGSHEFT 2 zur zweiten Auflage (2010).KARWOCHE UND OSTERN. Ergänzt um die Feier der Taufe und der Firmungsowie die Weihe der Öle (1996).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESSBUCH. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch.KLEINAUSGABE. Das Messbuch deutsch für alle Tage des Jahres (2. Auflage1988, erweiteter Neudruck 2007).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESSBUCH. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch.SAMMLUNG VON MARIENMESSEN (1990).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESSBUCH. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch.HOCHGEBET FÜR MESSEN FÜR BESONDERE ANLIEGEN (1994, 3. Auflage 1995).FÜNF HOCHGEBETE. Votivhochgebet „Versöhnung“. Hochgebete für Messfeiern mit Kindern. Studienausgabe für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes mit einem Anhang: Hochgebet für Messfeiern mit Gehörlosen.

8Approbierter und konfirmierter Text. Herausgegeben von den Liturgischen Instituten Fribourg, Salzburg und Trier (2010).ERGÄNZUNGSHEFT ZUM MESSBUCH. EINE HANDREICHUNG. Mitdem aktuellen Regionalkalender und den erweiterten Formularen (Kurzviten,Schriftlesungsangaben) der Ergänzungshefte 1 (1995) und 2 (2010) zur zweitenAuflage des Messbuchs (Teil II, Das Messbuch deutsch für alle Tage des Jahresaußer der Karwoche). Herausgegeben von den Liturgischen Instituten Deutschlands, Österreichs und der deutschsprachigen Schweiz (2010, 2. Auflage 2016,3. Auflage 2017).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESSBUCH. DIE EIGENFEIERN DESBISTUMS AACHEN. Celebratio Sanctae Missae. Missale. Missae propriae dioecesis Aquisgranensis. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch (2005).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESS-LEKTIONAR. Für die Bistümerdes deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen GebrauchI. Die Sonntage und Festtage im Lesejahr A (1983).II. Die Sonntage und Festtage im Lesejahr B (1984).III. Die Sonntage und Festtage im Lesejahr C (1982).IV. Geprägte Zeiten. Die Wochentage und Gedenktage der Heiligen in Adventund Weihnachtszeit, Fastenzeit und Osterzeit (1983; Neudruck 2007 mit AnhangIV: Gedenktage der Heiligen. Ergänzungen).V. Jahreskreis 1. Die Wochentage und Gedenktage der Heiligen im Jahreskreis.1.-17. Woche (1983; Neudruck 2007 mit Anhang III: Gedenktage der Heiligen.ErgänzungenVI. Jahreskreis 2. Die Wochentage und Gedenktage der Heiligen im Jahreskreis.18.-34. Woche (1984; Neudruck 2009 mit Anhang V: Gedenktage der Heiligen.Ergänzungen).VII. Sakramente und Sakramentalien. Für Verstorbene (1986).VIII. Messen für besondere Anliegen. Votivmessen (1986).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. MESS-LEKTIONAR. Für die Bistümerdes deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch. SAMMLUNG VON MARIENMESSEN (1990).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. LEKTIONAR. DIE EIGENFEIERN

9DES BISTUMS AACHEN. Celebratio Sanctae Missae. Lectionarium. Missaepropriae dioecesis Aquisgranensis. Authentische Ausgabe für den liturgischenGebrauch (2005).LEKTIONAR FÜR GOTTESDIENSTE MIT KINDERN. Studienausgabe fürdie katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes.I. Kirchenjahr und Kirche (1981).II. Lebenswelt des Kindes. Lebensordnung des Christen. Biblische Gestalten alsZeugen des Glaubens (1985).DIE FEIER DER HEILIGEN MESSE. EVANGELIAR. Für die Bistümer desdeutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch.Die Evangelien der Sonntage und Festtage in den Lesejahren A, B und C (1985).I. Das Messformular1. An Hochfesten richtet sich der Priester nach dem Kalendarium der Kirche,in der er zelebriert. (Vgl. AEM 314).2. An den Sonntagen, an den Wochentagen des Advents, der Weihnachts-,Fasten- und Osterzeit, an den Festen und gebotenen Gedenktagen gilt:a) bei der Gemeindemesse das Kalendarium der Kirche, in der gefeiertwird;b) bei der Messe ohne Gemeinde das Kalendarium der Kirche oder dasdes Zelebranten. (Vgl. AEM 315).3. Für nichtgebotene Gedenktage (g) gilt:a) An den Wochentagen des Advents vom 17.-23. Dezember, in der Weihnachtsoktav und an Wochentagen der Fastenzeit: Messe vom Wochentag; bei einem Gedenktag im Generalkalender (GK) außer amAschermittwoch und in der Karwoche, ist dessen Tagesgebet möglich.b) An den Wochentagen des Advents (vor dem 17. Dezember), an denWochentagen der Weihnachtszeit (nach dem 1. Januar) und der Osterzeit (nach der Osteroktav): möglich ist das Messformular vom Wochentag oder vom Heiligengedächtnis oder von einem Heiligen, deran diesem Tag im Martyrologium eingetragen ist.c) An den Wochentagen im Jahreskreis: möglich ist das Messformularvom Tag, von einem Heiligengedächtnis dieses Tages, von einem der

10Heiligen, die für diesen Tag im Martyrologium eingetragen sind, oderein Messformular für besondere Anliegen oder eine Votivmesse odereine Messe für Verstorbene. (Vgl. AEM 316).4. An den gebotenen Gedenktagen (G), an den Wochentagen des Advents(vor dem 17. Dezember), der Weihnachtszeit (nach dem 1. Januar) undder Osterzeit (nach der Osteroktav), an denen Messen für besondere Anliegen und Votivmessen eigentlich nicht gestattet sind, können - soferneine echte Notwendigkeit besteht oder die pastorale Situation es erfordert- in Gemeindemessen die dem Anliegen oder der Situation entsprechenden Formulare verwendet werden. Die Entscheidung liegt beim Kirchenrektor oder beim zelebrierenden Priester. (Vgl. AEM 333).5. Mit Reskript vom 22. November 2004 (Prot. Nr. 1683/02/L) hat dieKongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung den aktuellen Eigenkalender und die deutschen wie lateinischen Texte der Eigenfeiern des Bistums Aachen konfirmiert. Die Textausgaben (Messbuch,Messlektionar, Stundenbuch) sind 2005 erschienen.II. Zu einzelnen Teilen der Messe1. GloriaAn allen Sonntagen außerhalb der Advents- und Fastenzeit, an allen Hochfesten und Festen und bei anderen festlichen Gottesdiensten erklingt dasGloria. In ihm „verherrlicht die im Heiligen Geist versammelte Kircheden Vater und das Lamm und fleht um Erbarmen“. Es wird von allen gemeinsam oder im Wechsel von Gemeinde und Chor oder vom Chor alleinegesungen. „Besteht keine Möglichkeit zum Gesang, soll es von allen gemeinsam oder im Wechsel gesprochen werden“ (AEM 31).2. OrationenEs wird stets nur ein Tagesgebet, ein Gabengebet und ein Schlussgebet gesprochen. Das Tagesgebet endet mit der langen, Gaben- und Schlussgebetmit der kurzen Schlussformel (vgl. AEM 32; MB 333; 347; 524).Beim Tagesgebet „lädt der Priester die Gemeinde zum Gebet ein; in einerkurzen gemeinsamen Stille soll sich jeder auf die Gegenwart Gottes besinnen und sein eigenes Gebet im Herzen formen. Dann betet der Priester das

11Tagesgebet (das auch ‘Kollekte’ - zusammenfassendes Gebet - genanntwird). Dabei wird die Eigenart der Feier zum Ausdruck gebracht. Das Gebet des Priesters richtet sich durch den Sohn im Heiligen Geist an Gott denVater. Die Gemeinde schließt sich dem Gebet an, macht es sich zu eigen undgibt in der Akklamation ‘Amen’ ihre Zustimmung“ (AEM 32; vgl. AEM 88).a) Hat die Messe eines Gedenktages kein eigenes Tagesgebet, so wirdes aus dem Commune genommen. Gaben- und Schlussgebet können,sofern nicht Eigenteile, aus dem Commune oder vom Wochentag genommen werden.b) In Messen der Wochentage im Jahreskreis können die Orationen vomvorhergehenden oder von einem anderen Sonntag des Jahreskreisesgenommen werden, ferner die Orationen aus den Wochentagsmessenzur Auswahl (MB II 275-304) oder aus den Gebeten zur Auswahl (MBII 305-320; 348-351; 525-529) oder aus den Messen für besondereAnliegen (MB II 1017-1089 bzw. II2 1035-1121). (Vgl. AEM 323).3. Lesungen„Die biblischen Lesungen und die der Heiligen Schrift entnommenen Gesänge der Messfeier dürfen weder weggelassen noch vermindert werden.Erst recht dürfen die biblischen Lesungen nicht durch andere, nichtbiblische Lesungen ersetzt werden“ (PEM 12). „Die Lesungen sind den approbierten Ausgaben zu entnehmen“ (PEM 14; vgl. PEM 111).a) An Sonntagen und Hochfesten ist die Leseordnung verpflichtend. AlsNorm sind vor dem Evangelium zwei Lesungen vorgesehen und es ist„sehr zu wünschen“, dass die drei Lesungen auch wirklich vorgetragenwerden (vgl. AEM 318). Für den deutschsprachigen Raum gilt allerdings:„Wo aus pastoralen Gründen nicht beide vorgetragen werden können,ist es gestattet, eine von ihnen auszuwählen“ (MB II 334; vgl. PEM 79).b) Für die Wochentage - ausgenommen die Hochfeste, Feste und Heiligengedenktage mit eigenen Lesungen - wird die Leseordnung desentsprechenden Jahres empfohlen („Bahnlesung“). Wird diese Leseordnung unterbrochen, soll man die Perikopen der betreffendenWoche so auswählen, dass man die bedeutsameren nimmt und sie evtl.mit anderen kombiniert und den Zusammenhang wahrt. - Aus pastoralen Gründen sind auch andere Schriftstellen möglich; so können dieLesungen von den Gedenktagen der Heiligen genommen werden. AlsEigentexte sind diese jedoch verpflichtend. (Vgl. PEM 81-84).

124 a) Der Antwortpsalm ist ein wesentliches Element des Wortgottesdienstes (vgl. PEM 19) und soll möglichst gesungen, sonst jedoch gesprochen werden, mit oder ohne Kehrvers (vgl. PEM 20-22).b) Auch der Ruf vor dem Evangelium (das Halleluja oder, jenach der Zeit des Kirchenjahres, ein anderer Ruf) bildet einselb stän diges Element des Wortgottesdienstes. In diesem Ruf„nimmt die Ge mein de den Herrn, der zu ihr sprechen will, auf,begrüßt ihn und bekennt singend ihren Glau ben“ (PEM 23).Der Ruf vor dem Evangelium wird von der ganzen Ge mein destehend ge sun gen (vgl. PEM 23).5. Die Homilie ist an Sonn- und gebotenen Feiertagen in allen Gemeindemessen verpflichtend. An den übrigen Tagen, besonders in den geprägtenZeiten, wird sie sehr empfohlen (vgl. AEM 41f.; PEM 24-27).6. Das Credo soll an allen Sonntagen und Hochfesten und bei besonderenAnlässen im Regelfall in seinem Wortlaut gesprochen oder gesungen werden (vgl. AEM 43f.).7. Die Fürbitten gehören für gewöhnlich zu jeder Gemeindemesse. Als Allgemeines Gebet der Gläubigen umfassen sie die Anliegen von Weltkirche und Ortsgemeinde, die Regierenden, die Notleidenden, alle Menschenund das Heil der ganzen Welt. Sie werden vom Priester eingeleitet undabgeschlossen. (Vgl. AEM 45-47; PEM 30f.).8. Eucharistisches Hochgebeta) Das Eucharistische Hochgebet wird vom Priester laut und vernehmlich vorgetragen und von der Gemeinde mit dem Zuruf „Amen“ abgeschlossen.b) Das Sanctus soll in der Regel von Priester und Gemeinde gemeinsamgesungen oder gesprochen werden.c) Von den deutschsprachigen Bischöfen genehmigte Hochgebete sind:- die Hochgebete I-IV im Messbuch- das Hochgebet zum Thema „Versöhnung“- drei Hochgebete für Feiern mit Kindern- Hochgebet für Feiern mit Gehörlosen- Hochgebete für Messen für besondere Anliegen (1. Die Kirche auf

13dem Weg zur Einheit, 2. Gott führt die Kirche, 3. Jesus, unser Weg,4. Jesus, der Bruder aller, jeweils mit eigener Präfation)Das Hochgebet II hat eine eigene Präfation, die durch jede andere ersetzt werden kann.d) Da die Präfation des Hochgebetes IV nicht ausgetauscht werden kann,darf es an Tagen mit vorgeschriebener eigener Präfation nicht genommen werden. Unter Beibehaltung seiner Präfation darf das HochgebetIV jedoch an den Wochentagen der Advents-, Fasten- und Osterzeitverwendet werden.9. Kommuniona) Ordentliche Spender der Kommunion sind Bischöfe, Priester und Diakone, außerordentliche Spender die Akolythen und beauftragte Kommunionhelfer/innen.b) Wer die Eucharistie empfangen will, hat sich wenigstens eine Stundevor der Kommunion aller Speisen und Getränke mit Ausnahme vonWasser und Arznei zu enthalten (vgl. can. 919 § 1 CIC). Ausgenommen von dieser Regel sind ältere Leute oder Kranke sowie deren Pflegepersonen (vgl. can. 919 § 3 CIC).10. SchlussritenDie Messfeier schließt mit dem Segen des Priesters und dem Entlassruf„Gehet hin in Frieden“, dem in der Osterzeit, wenn er gesungen wird, dasdoppelte Halleluja angefügt werden kann. Folgt unmittelbar auf die Messeeine weitere liturgische Handlung, dann schließt die Messe mit demSchlussgebet.III. Messen bei besonderen Anlässen1. AllgemeinesMessen für besondere Anliegen und Votivmessen sind an allen Tagen imJahreskreis ohne Hochfest oder Fest oder gebotenem Gedenktag (G) gestattet. Sofern eine echte Notwendigkeit besteht oder die pastorale Situation es erfordert, können diese Messen auch an gebotenen Gedenktagen(G), an den Wochentagen des Advents (vor dem 17. Dezember), in derWeihnachtszeit (nach dem 1. Januar) und in der Osterzeit (nach der Osteroktav) in Gemeindemessen genommen werden. (Vgl. AEM 316; 333).

14Dies gilt vor allem auch für die „Votivmesse von der hl. Eucharistie“ (MBII 1093-1096 bzw. II2 1125-1128), die der Aussetzung des Allerheiligstenam Tag des Ewigen Gebetes unmittelbar vorausgeht.Messformulare zur Spendung von Sakramenten oder Sakramentalien dürfen nicht genommen werden an Sonntagen der Advents-, der Fasten- undder Osterzeit, an Hochfesten, in der Osteroktav, an Aschermittwoch, inder Karwoche und an Allerseelen. (Vgl. AEM 330).Messen für besondere Anlässe sollen nur selten gewählt werden, d. h. nurdann, wenn ein tatsächlicher Anlass besteht (vgl. AEM 327). Alle Votivmessen können in der eigenen liturgischen Farbe oder in der Farbe desTages oder der Zeit gefeiert werden, Messen für besondere Anliegen inder Farbe des Tages oder der Zeit oder, bei Messen mit Bußcharakter, invioletter Farbe, Messen zu bestimmten Feiern in der eigenen oder in weißer oder festlicher Farbe (vgl. AEM 310).2. Die TrauungsmesseBei der Trauung innerhalb der Messe wird eines der Formulare bei derTrauung (MB II 976-992) genommen; an Sonntagen und Hochfesten, anden Drei Österlichen Tagen und in der Osteroktav, an Aschermittwochund den Tagen der Karwoche sowie an Allerseelen jedoch die Tagesmesse,in der jedoch der feierliche Schlusssegen der Trauungsmesse genommenwerden kann.Auch wenn die Tagesmesse genommen werden muss, kann man eine derLesungen ML VII 271-318 auswählen, außer an Weihnachten, Erscheinung des Herrn, den Drei Österlichen Tagen, Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam sowie an anderen Hochfesten, die geboteneFeiertage sind.An den Sonntagen der Weihnachtszeit und im Jahreskreis kann man auchdie ganze Trauungsmesse nehmen, wenn die Messe mit Trauung nicht zugleich Gemeindemesse ist. (Vgl. MB II 976; Praenotanda DIE FEIERDER TRAUUNG 34; AEM 330).3. Messen für VerstorbeneDie Begräbnismesse kann an allen Tagen gefeiert werden, mit Ausnahmeder gebotenen Hochfeste, des Gründonnerstags, der Drei Österlichen Tagesowie der Sonntage der Advents-, Fasten- und der Osterzeit. Nach Erhaltder Todesnachricht, bei der endgültigen Beisetzung des Verstorbenen und

15am ersten Jahrestag des Todes kann die Messe für Verstorbene an allenWochentagen ohne Hochfest oder Fest gefeiert werden außer am Aschermittwoch, in der Karwoche und in der Osteroktav. Alle übrigen Totenmessen sind nur an den Wochentagen im Jahreskreis ohne Hochfest oderFest oder gebotenem Gedenktag erlaubt. Voraussetzung für Totenmessenist, dass sie tatsächlich für bestimmte Verstorbene gehalten werden. (Vgl.AEM 336f.).4. Messe am Jahrestag der KirchweiheDas Hochfest der Kirchweihe soll möglichst am zutreffenden Jahrestagder Konsekration gefeiert werden. Fällt der Weihetag auf einen Wochentagim Jahreskreis, ist die äußere Feier am nächstliegenden Sonntag möglich.Im Bistum Aachen wird das Hochfest der Kirchweihe der Kirchen, derenWeihetag nicht bekannt ist oder aus bestimmten Gründen nicht festlichbegangen werden kann (z. B. weil er meistens in die Advents-, Fastenoder Osterzeit fällt), am 13. November gefeiert. Auch in diesem Falle istdie äußere Feier am nächstliegenden Sonntag möglich.5. Die äußere Feier von FestenAm nächstliegenden Sonntag im Jahreskreis ist es erlaubt, alle Messenvon einem Fest zu feiern, das innerhalb der vorausgehenden oder folgenden Woche liegt. Voraussetzung ist, dass das Fest in der Rangordnungüber dem Sonntag steht (z. B. Titelfest der Pfarrkirche). (Vgl. GOK 58).6. Besondere VotivmessenDie Votivmesse vom Herzen Jesu am 1. Freitag im Monat, die Messe umgeistliche Berufe am Donnerstag vor dem Herz-Jesu-Freitag und die Marienmesse am Samstag, insbesondere am Samstag nach dem Herz-JesuFreitag (alle ohne Gloria) sind an den Wochentagen im Jahreskreis ohneHochfest, Fest oder gebotenem Gedenktag gestattet.Sofern eine echte Notwendigkeit vorliegt und die pastorale Situation eserfordert, können Messen für besondere Anliegen und Votivmessen auchan den gebotenen Gedenktagen sowie an den Wochentagen in der Adventszeit (vor dem 17. Dezember), in der Weihnachtszeit (nach dem 1.Januar) und in der Osterzeit (nach der Osteroktav) in Gemeindemessengenommen werden. (Vgl. AEM 316; 329; 333f.).

167. Bitt- und Quatembertagea) „Die Feier der Bitttage soll dort, wo sie im religiösen Leben oderBrauchtum der Gemeinde verwurzelt ist und auch heute noch gutdurchgeführt werden kann, an einem oder mehreren Tagen vor ChristiHimmelfahrt erhalten bleiben. Wünschenswert ist eine Einbeziehungaller wesentlichen Bereiche und Gefährdungen des gegenwärtigen Lebens in die Bittgottesdienste“ (Beschluss der Vollversammlung derdeutschen Bischöfe vom 21. bis 24. Februar 1972 in Freising; damitfolgte die Deutsche Bischofskonferenz einem von der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Liturgischen Kommissionen des deutschen Sprachgebietes vorgelegten Antrag in vollem Wortlaut; vgl.Nachkonziliare Dokumentation 29 [Trier 1975] 81-83]. Die Messe inVerbindung mit der Bittprozession oder einer Bittandacht ist die Bittmesse MB II 272 (in violetter Farbe; Prf Ostern) mit den Lesungenaus ML VIII 298-302.b) „Die Feier der Quatembertage wird beibehalten und soll der geistlichenErneuerung der Gemeinden dienen. Viermal im Jahr wird eine Quatemberwoche mit einem bestimmten Thema der religiösen Erneuerungfestgesetzt, wobei der Zusammenhang mit besonderen pastoralenAktionen der entsprechenden Zeit im Kirchenjahr zu berücksichtigenist. Innerhalb dieser Quatemberwoche kann die Feier auf einen Tagkonzentriert werden. Als Quatemberwoche gelten: Die erste Woche imAdvent, die erste Woche der Fastenzeit, die Woche vor Pfingsten unddie erste Woche im Oktober“ (Beschluss der Vollversammlung derdeutschen Bischöfe vom 21. bis 24. Februar 1972 in Freising; auchdamit folgte die Deutsche Bischofskonferenz einem von der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Liturgischen Kommissionen desdeutschen Sprachgebietes vorgelegten Antrag in vollem Wortlaut; vgl.Nachkonziliare Dokumentation 29 [Trier 1975] 81-83]; vgl. auch KAfür die Diözese Aachen vom 15. Januar 1973, Nr. 21, S. 13).Im Bistum Aachen können der Tag innerhalb der Quatemberwoche,die Art der Feier und ein entsprechendes Thema von den Gemeindenselbst festgelegt werden.8. VorabendmesseDie Messe am Vorabend von Sonntagen und Hochfesten darf erst ab 17.00Uhr beginnen.

17IV. Messfeier in Konzelebration1. Die Teile des Eucharistischen Hochgebetes, die von allen Konzelebranten gemeinsam vorzutragen sind, werden von den Konzelebranten mit leiser Stimme gesprochen, damit die Stimme des Hauptzelebranten deutlichzu hören ist (vgl. AEM 170). Zur Epiklese strecken die Konzelebrantendie Hände zu den Gaben hin aus, zu den Einsetzungsworten können sie,wenn es angebracht scheint, die rechte Hand mit der Handfläche nach unten zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Wenn der Hauptzelebrantder Gemeinde die konsekrierten Gestalten zeigt, blicken die Konzelebranten auf Hostie bzw. Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung. (Vgl.AEM 171-191; ZEREMONIALE FÜR DIE BISCHÖFE 106).2. Die Konzelebration ist vorgeschrieben bei der Bischofsweihe, bei derPriesterweihe und bei der Chrisammesse. Empfohlen wird sie:a) für die Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag;b) bei Messfeiern anlässlich von Konzilien, Bischofsversammlungen undSynoden;c) bei der Messfeier anlässlich einer Abtsweihe;d) bei der Konventsmesse und beim Hauptgottesdienst in Kirchen undOratorien;e) bei Messfeiern bei Zusammenkünften von Welt- und Ordenspriestern;f) bei Zusammenkünften von Priestern mit ihrem Bischof. (Vgl. AEM153; 157).3. Mehrmals am Tag zelebrieren bzw. konzelebrieren darf man in folgendenFällen:a) Wer am Gründonnerstag bei der Chrisammesse zelebriert bzw. konzelebriert, kann auch die Abendmesse zelebrieren bzw. konzelebrieren.b) Wer die Messe der Osternacht zelebriert bzw. konzelebriert, kann aucham Ostertag zelebrieren bzw. konzelebrieren.c) Am Weihnachtsfest können alle Priester drei Messen zelebrieren bzw.konzelebrieren, wenn die Messen zu den entsprechenden Zeiten gefeiert werden (in der Hl. Nacht, am Morgen und am Tag).d) Wer bei einer Synode, einem Bischofsbesuch oder bei einem Priestertreffen mit dem Bischof oder dessen Delegaten konzelebriert, kannnoch eine Gemeindemesse zelebrieren. (Vgl. AEM 158).4. Priester als Mitglieder eines Kapitels oder einer Ordensgemeinschaft können die Konventmesse in der Form der Konzelebration mitfeiern, auch

18wenn sie an dem Tag eine Gemeindemesse feiern. Dies gilt entsprechendfür die Priester, die aus Anlass der bischöflichen Visitation oder eines Priestertreffens, bei einem Pastoraltreffen, bei einem Kongress, bei einer Wallfahrt u.ä. konzelebrieren möchten, auch wenn sie an diesem Tag eineGemeindemesse feiern.5. Eine Konzelebration als Binations- oder gar als Trinationsmesse lediglichzur Erhöhung der Feierlichkeit ist nicht gestattet.Hinsichtlich der Anlässe und des Ablaufs der Konzelebration siehe: Die Feierder Eucharistie in Konzelebration. Handreichung der Liturgiekommission zumsinngerechten Vollzug der Konzelebration (Bonn 1984).V. Messen ohne Gemeinde1. Messen ohne Gemeinde sind Messfeiern eines Priesters mit einem Ministranten. Der Ministrant übernimmt nach Möglichkeit die Texte, die derGemeinde zukommen. (Vgl. AEM 209f.).2. Im Allgemeinen ist der Ritus derselbe wie in der Gemeindemesse. Es gibtjedoch folgende Unterschiede:a) Der Kelch steht bereits auf einem Kredenztisch neben dem Altar oderauf dem Altar.b) Das Messbuch liegt auf der linken Seite des Altars.c) Der Priester erweist dem Altar Verehrung, macht das Kreuzzeichen undspricht: „Im Namen des Vaters .“, begrüßt den Ministranten und bleibtan den Stufen des Altares stehen. Erst nach dem Schuldbekenntnis tritter an den Altar, küsst ihn, geht zum Messbuch auf der linken Seite desAltars und bleibt dort bis zum Schluss der Fürbitten, die auch in dieserMessform gebetet werden können. Der Priester selbst oder der Ministrant liest die erste Lesung und den Psalm, ggf. die zweite Lesung sowieden Hallelujavers oder den entsprechenden anderen Gesangstext.d) Von der Gabenbereitung bis zum Ende der Messe steht der Priester inder Mitte am Altar. Die Antiphon zur Gabenbereitung entfällt. Nachder Kommunion wird der Kelch an der Seite des Altars gereinigt. Erkann danach vom Ministranten zum Kredenztisch getragen werdenoder, wie zu Beginn der Messe, auf dem Altar verbleiben.e) Die Messe endet mit dem Schlusssegen, ohne Entlassruf. (Vgl. AEM210; 212-231).

193. Nur aus einem gerechten und vernünftigen Grund darf eine Messe ohneeinen Ministranten oder wenigstens einen Gläubigen gefeiert werden. Esentfallen dann die Begrüßung und der Schlusssegen. (Vgl. AEM 211).VI. Messstipendien1. Es ist jedem Priester, der eine Messe zelebriert bzw. konzelebriert, erlaubt,ein Messstipendium anzunehmen, damit er die Messe in einer bestimmten Meinung appliziert (vgl. can. 945 § 1 CIC).2. Gesonderte Messen sind nach den Meinungen zu applizieren, für die jeein, wenn auch geringes, Stipendium gegeben und angenommen wordenist (vgl. can. 948 CIC).3. Ein Priester, der mehrere Messen am Tag feiert, kann jede einzelne nachder Meinung applizieren, für die ein Stipendium gegeben worden ist unterder Maßgabe, dass er, außer an Weihnachten, nur das Stipendium für eineeinzige Messe zu eigen erwirbt, die übrigen Stipendien aber den vom Bistumsrecht vorgeschriebenen Zwecken zuführt (vgl. can. 951 § 1 CIC).Im Bistum Aachen werden alle für Binations- und Trinationsmessen angenommenen Stipendien für die Heranbildung von Priestern verwendet.Diese Stipendien sind ungekürzt vierteljährlich an die Bistumskasse zuüberweisen. (Vgl. KA für die Diözese Aachen vom 16. Dezember 1974,Nr. 296, S. 189f.).4. a) ManualstipendienWerden für ein und denselben Tag zwei oder mehr Messen in verschiedenen Intentionen erbeten, kann die zuerst erbetene Messe mitder dafür genannten Intention in einer örtlichen Kirche oder Kapellegefeiert werden. Die Stipendien für alle weiteren Messen werden überdas Bischöfliche Generalvikariat oder ein Missionskloster oder dasInternationale Katholische Missionswerk MISSIO, Aachen, an anderePriester weitergegeben. In der örtlichen Kirche oder Kapelle könnendie Intentionen der weitergegebenen Messen an dem für sie ursprünglich bestimmten Tag zusätzlich in das Gedenken und die Fürbitten,nicht aber in die Applikation aufgenommen werden. (Vgl. Verordnungdes Generalvikars vom 15. August 1978).

20b) StiftungsstipendienMessverpflichtungen sollen regelmäßig in der vom Stifter benanntenKirche erfüllt werden. In besonderen Fällen kann eine Verpflichtungaber auch in einer anderen Kirche erfüllt werden. Die Kirchengemeinde sorgt für die Weitergabe des Stipendiums und für die Erfüllung der Verpflichtung. (Vgl. KA für die Diözese Aachen vom 15.Januar 1991, Nr. 3, S. 3).Verpflichtungen aus Messstiftungen, die in der vom Stifter benanntenKirche nicht erfüllt werden können, sind an das Bischöfliche Generalvikariat unter genauer Angabe von Zahl und Intention weiterzuleiten. Im Einzelfall können sie an Priester in der Diaspora oder inMissionsgebieten abgegeben werden. Bei der Überweisung ist dieZweckbestimmung anzugeben. Die Messstiftung selbst verbleibt jedoch bei der in der Stiftungsurkunde angegebenen juristischen Person.(Vgl. KA für die Diözese Aachen vom 15. Januar 1991, Nr. 8, S. 31).5. „Stipendien für Binations- und Trinationsmessen, die im Bistum Aachenvon Ordenspriestern - auch wenn sie in der Pfarrseelsorge tätig sind - gefeiert werden, dürfen für ordenseigene Zwecke verwendet werden“ (KAfür die Diözese Aachen vom 15. Juli 1975, Nr. 142, S. 95).6. Wer an einem Tag eine zweite Messe konzelebriert, darf dafür kein Stipendium annehmen (vgl. can. 951 § CIC), auch nicht mit der Absicht, esals Binationsstipendium abzuführen.7. „Jeder Priester muss genau aufzeichnen, welche Messen er zu feiern angenommen und welche er gefeiert hat“ (can. 955 § 4 CIC).VII. Applikationspflicht der Pfarrer und Pfarrvikare1. Der Pfarrer (im Bistum Aachen auch der Pfarrvikar) ist nach der kanonischen Besitzergreifung an allen Sonntagen und an den im Bistum Aachengebotenen Feiertagen verpflichtet, eine Messe für die ihm anvertraute Gemeinde zu applizieren; ist er an der Zelebration rechtmäßig verhindert, sohat er an denselben Tagen durch einen anderen Priester oder an anderenTagen persönlich zu applizieren. (Vgl. can. 534 § 1 CIC).

212. Ein Pfarrer (Pfarrvikar), dem die Seelsorge für mehrere Pfarreien (Pfarrvikarien) anvertraut ist, ist an den genannten Tagen zur Applikation nureiner Messe für die ihm insgesamt übertragenen Gemeinden verpflichtet(vgl. can. 534 § 2 CIC). Gleiches gilt für die Pfarrverwalter (Pfarradministratoren - administratores paroeciales), die an dieselben Pflichten gebunden sind wie der Pfarrer (vgl. can. 540 CIC).3. Wenn mehreren Priestern solidarisch der pastorale Dienst in einer oder inmehreren Pfarreien (Pfarrvikarien) anvertraut ist, so haben sie nach gemeinsamer Beratung eine Ordnung aufzustellen, nach der einer von ihnennach Maßgabe des can. 534 CIC die Messe für das Volk appliziert (vgl.can. 543 § 2,2 CIC).4. Der Vikar als Seelsorger einer Vikarie ist nicht zur Applikation für dasVolk verpflichtet.

22Hinweise zum StundengebetDIE FEIER DES STUNDENGEBETES. STUNDENBUCH. Für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für denliturgischen Gebrauch.Advent und Weihnachtszeit (1978).Fasten- und Osterzeit (1978).Im Jahreskreis (1978; erweiteter Neudruck 2007).DIE FEIER DES STUNDENGEBETES. LEKTIONAR. Für die katholischenBistümer des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch.I/1. Advent und Weihnachtszeit (1978).I/2. Fastenzeit (1978).I/3. Osterzeit (1979).I/4. 1.-9. Woche im Jahreskreis (1978)I/5. 6.-13. Woche im Jahreskreis (1979)I/6. 14.-20. Woche im Jahreskreis (1979).I/7. 21.-27. Woche im Jahreskreis (1979)I/8. 28.-34. Woche im Jahreskreis (1979).II/1. Advent und Weihnachtszeit (1979).II/2. Fastenzeit (1979).II/3. Osterzeit (1980).II/4. 1.-9. Woche im Jahreskreis (1979)II/5. 6.-13. Woche im Jahreskreis (1980)II/6. 14.-20. Woche im Jahreskreis (1980).II/7. 21.-27. Woche im Jahreskreis (1980)II/8. 28.-34. Woche im Jahreskreis (1980).DIE FEIER DES STUNDENGEBETES. STUNDENBUCH. Für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. ERGÄNZUNGSHEFT. Änderungen im Regionalkalender. Die Gedenktage der Heiligen: 20. September: Hl.Andreas Kim Taegon, hl. Paulus Chong Hasang und Gefährten; 28. September:Hl. Lorenzo Riuz und Gefährten; 24. November: Hl. Andreas Dung-Lac undGefährten; 4. Dezember: Sel. Adolph Kolping; 9. August: Sel. Theresia Benedicta vom Kreuz - Edith Stein; 3. November: Sel. Rupert Mayer (1995).

23DIE FEIER DES STUNDENGEBETES. STUNDENBUCH. Für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. KARWOCHE UND OSTEROKTAV (1978

Die Fürbitten gehören für gewöhnlich zu jeder Gemeindemesse. Als All- . lich vorgetragen und von der Gemeinde mit dem Zuruf „Amen “ab - . - das Hochgebet zum Thema „Versöhnung “ - drei Hochgebete für Feiern mit Kindern - Hochgebet für Feiern mit Gehörlosen - Hochgebete für Messen für besondere Anliegen (1. Die Kirche auf 12.