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Josef PiesUwe ReineltKolloidales SilberDas große Gesundheitsbuchfür Mensch, Tier und PflanzeVAK Verlags GmbHKirchzarten bei Freiburg

Vorbemerkung des VerlagsDieses Buch dient der Information über Methoden der Gesundheitsvorsorge und Selbsthilfe.Wer sie anwendet, tut dies in eigener Verantwortung. Autoren und Verlag beabsichtigen nicht,Diagnosen zu stellen oder Therapieempfehlungen zu geben. Die hier beschriebenen Verfahrensind nicht als Ersatz für professionelle medizinische Behandlung bei gesundheitlichenBeschwerden zu verstehen.Bibliografische Information der Deutschen NationalibliothekDie Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der DeutschenNationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet überhttp://dnb.d-nb.de abrufbar.VAK Verlags GmbHEschbachstraße 579199 KirchzartenDeutschlandwww.vakverlag.de8. Auflage 2013Veränderte Neuauflage, bisher erschienen unter der ISBN 978-3-935767-85-9 VAK Verlags GmbH, Kirchzarten bei Freiburg 2006Fotos: VAK, G. Braach. J. N. PiesLektorat: Nadine BritschUmschlagfotos: (v.l.n.r.) focus finder, anoli, Yuri Arcurs; alle www.fotolia.comUmschlaggestaltung: Katrin Steigerwald, HamburgSatz und Druck: F. Pustet KG, RegensburgPrinted in GermanyISBN: 978-3-86731-128-1 (Printausgabe)ISBN: 978-3-95484-010-6 (ePub)ISBN: 978-3-95484-011-3 (Kindle)ISBN: 978-3-95484-012-0 (PDF)

InhaltAllgemeiner TeilEinleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Was genau ist eigentlich kolloidales Silber? . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Traditionelles Heilmittel von moderner Medizin wiederentdeckt .Die richtige Herstellung von kolloidalem Silber . . . . . . . . . . . . . . .Allgemeine Dosierungs- und Therapieempfehlungen . . . . . . . . . . .810141725Anwendung von kolloidalem Silber bei MenschenEinleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30Kolloidales Silber bei Erkrankungen des Auges . . . . . . . . . . . . . . . . 32Kolloidales Silber bei Erkrankungen der Atemwege . . . . . . . . . . . . 36Kolloidales Silber bei Erkrankungen der Haut . . . . . . . . . . . . . . . . . 54Kolloidales Silber bei Erkrankungen von Mund und Zähnen . . . . 79Kolloidales Silber bei Erkrankungen des Urogenitaltrakts . . . . . . . 85Kolloidales Silber bei Erkrankungen des Verdauungstrakts . . . . . . 92Kolloidales Silber bei weiteren Erkrankungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 101AIDS, SARS & Co. – Ist kolloidales Silber eine Option bei denmodernen Geißeln der Menschheit? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115Kolloidales Silber bei TierenEinleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120Anwendungsmöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122Kolloidales Silber bei PflanzenEinleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146Anwendungsmöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148Kolloidales Silber in Küche, Bad und WCEinleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 166Anwendungsmöglichkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167

AnhangKolloidales Silber erstickt Krankheitserreger . . . . . . . . . . . . . . . . . .Mykoplasmen –eine bisher weitgehend unbeachtete Bakteriengruppe . . . . . . . . . .DMSO-Kolloidales-Silber-Protokoll bei Krebserkrankungen(nach R. Webster Kehr) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kolloidales Silber ist sicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Nanosilber – ein neuer Name für eine altbewährte Substanz . . . . .Silber wird problemlos über Urin und Stuhl ausgeschieden . . . . .Große Fragebogenaktion zu kolloidalem Silber . . . . . . . . . . . . . . . .Die Darmsanierungstrias zur Pflege des Immunsystems . . . . . . . .Häufig gestellte Fragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Zum Schluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Glossar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Über die Autoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .172174177182188191193197199203204205212221

Allgemeiner Teil

Allgemeiner TeilAllgemeinEinleitungImmer mehr Menschen im deutschsprachigen Raum haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten kolloidales Silber für sich entdeckt. Mitte der1990er-Jahre war dieses breit wirkende Heilmittel bei uns kaum bekannt underlebte gerade in den USA eine Renaissance. Mit dem Erscheinen des TitelsImmun mit kolloidalem Silber von Josef Pies, das innerhalb weniger Jahremehr als ein Dutzend Auflagen erreichte und in mehrere Sprachen übersetztwurde, wurde dieses „Zweite Immunsystem“ dann allmählich einer breiterenLeserschaft bekannt und immer mehr Ärzte und Heilpraktiker empfehlen esseither ihren Patienten.War es um die Jahrtausendwende noch unmöglich, in Deutschland kolloidales Silber oder Silbergeneratoren zu dessen Herstellung zu kaufen, istdas mittlerweile kein Problem mehr. Heute sind genormte Geräte erhältlich,mit denen jeder leicht und preiswert selbst kolloidales Silber herstellen kann.Auch die Wissenschaft blieb nicht untätig. Davon zeugt eine Vielzahlneuer Veröffentlichungen, die sich zum Beispiel mit der bakterien- undvirenvernichtenden Wirkung des kolloidalen Silbers befassen. Die Erfahrungund wissenschaftliche Untersuchungen zeigen nämlich, dass kolloidales Silber bei sehr vielen Krankheiten helfen kann. Deshalb spricht man auch vom„Silberbiotikum“, „Krankenhaus fürs Reisegepäck“ oder von der „Privatklinik für Jedermann“.Ebenfalls hat die Industrie mittlerweile das keimtötende Potenzial vonNanosilber in unterschiedlichster Zubereitung in großem Maße für sich entdeckt. Neben den alt bekannten Einsatzgebieten zur Wasseraufbereitung gibtes inzwischen silberhaltige Textilien, silberbeschichtete Werkstoffe, silberhaltige Wundauflagen und vieles mehr.Nachdem mit dem Buch Immun mit kolloidalem Silber die Grundlagenund Hintergründe zu kolloidalem Silber bekannt gemacht wurden, gibt dasvorliegende große Gesundheitsbuch noch mehr praktische Tipps zum Einsatz von Silberwasser. Außerdem fließen die Erfahrungen des HeilpraktikersUwe Reinelt mit ein, der in seiner Naturheilpraxis seit vielen Jahren und alseiner der Ersten sehr erfolgreich kolloidales Silber empfiehlt und die erstaunlichen Ergebnisse verfolgt hat.In diesem Buch finden Sie Erfahrungen und Tipps zur Einnahme von kolloidalem Silber bei einer Fülle von Krankheiten. Neben einer kurzen Erläuterung zum jeweiligen Krankheitsbild wird die mögliche Behandlung mit8

EinleitungAllgemeinkolloidalem Silber (Anwendung, Konzentration und Dauer der Einnahme)beschrieben. Außerdem haben wir, sofern uns Berichte von Anwendern vorlagen, viele ganz konkrete Erfahrungsberichte aufgeführt, die bezeugen, inwelchen individuellen Fällen kolloidales Silber geholfen hat. Dabei haben wirin erster Linie auf eine vom VAK Verlag und Josef Pies durchgeführte Fragebogenaktion zurückgegriffen (siehe Kapitel Die große Fragebogenaktion zukolloidalem Silber).Immer mehr Anwender möchten das Heilpotenzial von kolloidalem Silber auch Tieren und Pflanzen zugutekommen lassen. Erfahrungen undDosierungshilfen hierzu findet man bisher aber kaum. Dieses Buch schließtnun mit zwei Spezialkapiteln auch diese Lücke. Außerdem finden Sie einKapitel zum Einsatz von kolloidalem Silber im Haushalt. Die überarbeitete 8.Auflage wurde unter anderem um vier Kapitel ergänzt.Selbstverständlich wurden auch allgemeine Aspekte berücksichtigt. Sowird unter anderem erklärt, was kolloidales Silber überhaupt ist, wie es wirktund wie einfach man es selbst herstellen kann. Im Anhang finden Sie weiterführende Kapitel zur Gesundheitspflege und Antworten auf häufig gestellteFragen. Verlag und Autoren hoffen, dass Ihnen das große Gesundheitsbuchzu kolloidalem Silber in vielen Situationen nützlich sein wird, und wünschenIhnen von Herzen beste Gesundheit und viel Lebensfreude. Beherzigen Sieaber bitte stets unseren Rat, bei ernsthaften und langwierigen Erkrankungenprofessionelle, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.9

Allgemeiner TeilAllgemeinWas genau ist eigentlich kolloidales Silber?Bevor man kolloidales Silber äußerlich anwendet oder einnimmt, ist es nützlich zu wissen, worum es sich dabei handelt. Das ist vor allem deshalb sowichtig, weil es diesbezüglich immer wieder Begriffsverwirrungen und Missverständnisse gibt. Das mag auch daran liegen, dass die Kolloidchemie einsehr komplexes Fachgebiet ist und sich der Begriff Kolloid im Laufe derZeit gewandelt hat. Deshalb sei vorausgeschickt, was kolloidales Silber imSinne des vorliegenden Buchs nicht ist: Kolloidales Silber ist kein Silbersalzoder eine andere Silberverbindung, auch wenn das leider immer wiederbehauptet wird.Wem die folgenden Erläuterungen zu ausführlich sind, kann das Kapitelnatürlich überspringen, sollte sich aber unbedingt merken, dass hier kolloidales Silber immer mit elementarem Silber gleichgesetzt wird.Wissenschaftlich betrachtet ist kolloidales Silber eine flüssige Dispersionelementaren Silbers oder eine flüssige Dispersion schwer löslicher Silberverbindungen. Zur gesundheitlichen Anwendung, wie sie in diesem Buchbeschrieben wird, darf nur die erste Variante (elementares Silber) verwendetwerden.Der Begriff Dispersion wiederum umfasst viele unterschiedliche Systeme.Bei einem Gemenge aus mindestens zwei nicht oder kaum ineinander löslichen Stoffen, die keine chemische Verbindung miteinander eingehen, sprichtman von Dispersion. Die meisten Dispersionen sind wiederum Kolloide. Inihnen wird ein Stoff, die dispergierte Phase (zum Beispiel elementares Silber)sehr fein in einem zweiten Stoff, dem Dispersionsmittel (zum Beispiel destilliertes Wasser) verteilt. Je nachdem, welche Phasen vorliegen, spricht manzum Beispiel von Emulsionen (flüssig-flüssig wie bei der Milch), Schäumen(flüssig-gasförmig wie beim Seifenschaum) oder Aerosolen (gasförmig-flüssig wie beim Nebel oder gasförmig-fest wie beim Rauch).Suspensionen wiederum liegen dann vor, wenn wie beim kolloidalen Silber kleinste Partikel eines Feststoffs (elementares Silber) fein verteilt in einerFlüssigkeit (destilliertes Wasser) vorliegen.Je nach Partikelgröße des im Dispersionsmittel verteilten Stoffs unterscheidet man zwischen molekular dispers (kleiner als 1 Nanometer), kolloiddispers (1 Nanometer bis 1 Mikrometer) oder grob dispers (größer als1 Mikrometer). Kolloidales Silber fällt in die zweite Gruppe.Zusammenfassend kann man die Voraussetzungen für ein Kolloid folgendermaßen beschreiben:10

Was genau ist eigentlich kolloidales SilberAllgemein1. Es müssen unterschiedliche Bestandteile vorliegen, zum Beispiel Silberund Wasser.2. Die Bestandteile müssen unterschiedlichen Phasen angehören, zumBeispiel flüssig/fest oder gasförmig/flüssig.3. Die Partikel dürfen nicht ineinander löslich sein oder eine chemischeVerbindung miteinander eingehen.Um es noch einmal zu betonen: Bei Salzen liegt eine völlig andere Situationvor. Gibt man zum Beispiel Kochsalz (Natriumchlorid) in Wasser, löst sichdas Salz sofort in positiv geladene Kationen (Na ) und negativ geladeneAnionen (Cl–). Das bedeutet, dass die Natriumionen ein Elektron wenigerhaben, als ihnen „zusteht“ und die Chloridionen haben entsprechend einElektron zu viel. Befinden sich noch andere Kationen und Anionen in demWasser, dann können sich andere Salze bilden, gegebenenfalls sogar Schwermetallsalze. In reinem destilliertem Wasser (H2O) gibt es solche Verunreinigungen nicht. An Ionen befinden sich darin nur einige Protonen (H Wasserstoffatome, denen ein Elektron fehlt) und Hydroxylionen (OH–) miteinem überschüssigen Elektron.Dasselbe passiert auch mit Silber, wenn sich einzelne positiv geladene Silberionen (Ag ) aus dem elementaren Verband lösen. Solange wir mit destilliertem Wasser arbeiten, passiert nichts Dramatisches. In einem solchenSystem „ist die Silberwelt noch in Ordnung“. Wehe aber, es befinden sich Verunreinigungen (schon ein einziges Körnchen Kochsalz genügt) in dem zurHerstellung von kolloidalem Silber verwendeten Wasser. Dann entstehenmöglicherweise gefährliche Silbersalze statt gesundheitsförderndes kolloidales Silber.Wie schon erwähnt, wird der Unterschied zwischen Salzen und Suspensionen oft ignoriert, und auch Silbersalze oder gar Silberproteinverbindungen werden mit elementarem kolloidalem Silber in einen Topf geworfen. Dasmachen leider sogar als Autoritäten angesehene Fachleute. Deshalb darf mansich nicht wundern, wenn es immer wieder zu falschen Berichterstattungenin den Medien kommt. Allerdings, das sei auch betont, trifft die unseriösenAnbieter von angeblichem kolloidalem Silber, die ihre Produkte obendreinals Allheilmittel anpreisen, eine große Mitschuld daran, dass ein altbewährtesHeilmittel immer wieder zu Unrecht in Misskredit gerät.In diesem Buch ist von solchem kolloidalen Silber die Rede, das möglichstviel elementares Silber enthält, keinesfalls aber geht es hier um Silbersalzeoder andere Silberverbindungen. Mit einem Silbergenerator hergestelltes11

Allgemeiner TeilAllgemeinkolloidales Silber besteht aus nur etwa 15 Atomen und hat einen Durchmesser von knapp einem bis zu etwa fünf Nanometern. Deshalb spricht manauch von Nanosilber. Ein Nanometer ist ein tausendstel Mikrometer und einMikrometer wiederum ein Tausendstel Millimeter. Zum besseren Verständnis der Partikelgröße kann man sich vergegenwärtigen, dass Bakterien miteiner Größe von 200 bis 80 000 Nanometern 40- bis 16 000-mal größer sindals ein Silberkolloidpartikelchen. Weitere Größenvergleiche finden Sie in derfolgenden Tabelle.ObjektGrößenordnung0,115 nmSilberion (Ag )Silberatom0,175 nmGlukosemolekül0,7 nmKolloidales Silber (ca. 15 Atome)1–5 nmViren20–300 nmBakterien200–80 000 nmRotes Blutkörperchen7 500 nmHaardurchmesser (Mensch)40 000–100 000 nmMenschliche Eizelle150 000 nm( 1,15 Ångström)( 1,75 Ångström)( 7 Ångström)( 10–50 Ångström)( 0,02–0,3 Mikrometer)( 0,2–80 Mikrometer)( 7,5 Mikrometer)( 40–100 Mikrometer)( 150 Mikrometer)Nachfolgend eine Übersicht, in der einige Maße in Beziehung zueinandergesetzt sind:1mein Meter 1 000 mm 1 000 000 m m 1 000 000 000 nm 10 000 000 000 Å eintausend Millimeter eine Million Mikrometer eine Milliarde Nanometer zehn Milliarden ÅngströmNachdem wir uns nun den Unterschied zwischen Kolloiden und Lösungen,zwischen elementarem Silber und Silbersalz, vergegenwärtigt haben, müssenwir wieder etwas relativieren. Bei der Herstellung von kolloidalem Silber mittels Silbergenerator entsteht leider nicht nur reines Silber, wie es wünschenswert wäre. Davon lassen sich bei diesem Prozess nur 10 % bis höchstens 25 %gewinnen. Der Rest besteht tatsächlich aus ungefährlichen Silberionen (Ag ).12

Was genau ist eigentlich kolloidales SilberAllgemeinNun werden Sie sich fragen, weshalb es denn dann überhaupt so wichtig ist,bei der Herstellung von kolloidalem Silber auf reines, destilliertes Wasser zuachten? Ganz einfach: Wenn sich Verunreinigungen in dem verwendetenWasser befinden, bildet sich nur eine große Menge Silbersalz, aber kein elementares Silber.13

Allgemeiner TeilAllgemeinTraditionelles Heilmittel von moderner MedizinwiederentdecktEine umfassende Einführung in die Hintergründe von und die Erfahrungenmit kolloidalem Silber gibt das Buch Immun mit kolloidalem Silber. Deshalbsoll hier ein kurzer geschichtlicher Abriss genügen; denn das vorliegendeBuch hat seinen Schwerpunkt im praktischen Einsatz von kolloidalem Silber.Neben Gold und Platin ist Silber eines der begehrtesten Edelmetalle. Dasweiß glänzende, weiche Silber ist das Element mit der besten elektrischenund thermischen (Wärme-) Leitfähigkeit und kommt zwanzigmal häufigervor als Gold. Es wurde schon sehr früh zur Herstellung von Schmuck, Tafelgeschirr und Münzen verwendet.In der chinesischen Akupunktur wurden schon früh Silbernadeln benutztund seit ungefähr dreitausend Jahren ist bekannt, dass Wasser länger trinkbarbleibt, wenn es in Silbergefäßen aufbewahrt wird. In fast allen Medizinrichtungen finden sich seit Jahrhunderten Hinweise auf die Bedeutung von Silberund Silberverbindungen. Selbstverständlich fehlen sie auch nicht in derAlchemie und der christlich geprägten Medizin, zum Beispiel bei Hildegardvon Bingen.Die Tatsache, dass Silber schon in kleinster Dosierung wirksam ist, würdigte Carl von Nägeli (1817–1891) mit dem Wort „oligodynamisch“ ( „mitwenig aktiv sein“). Die Wasseraufbereitung mittels Silber (Katadyn-Verfahren) ist heute aus der Raum- und Schifffahrt, sowie dem Hotelgewerbe nichtmehr wegzudenken.In der Chirurgie hat Silber seinen Stellenwert zum Beispiel beim Abklemmen von Hirngefäßen oder zum Verschließen von Schädeldachdefekten(Heidenhain-Plastik).1881 empfahl der Leipziger Gynäkologe Carl Sigmund Franz Credé(1819–1892), dem weit verbreiteten Augentripper Neugeborener durch Einträufeln von Silbernitrat vorzubeugen. Diese Bindehautentzündung wurdehäufig durch eine während der Geburt übertragene Gonorrhoe der Mutter verursacht und konnte durch die neue Methode schlagartig beseitigtwerden. Deshalb war diese „Credé-Prophylaxe“ sogar lange Zeit gesetzlichvorgeschrieben. Auch heute gibt es noch silbernitrathaltige Augentropfenals apothekenpflichtige Arzneimittel, die bei dieser Indikation zugelassensind.Neben Silbernitrat verwendete man weitere Silberverbindungen zurDesinfektion und Entzündungshemmung. Heute muss man wegen eventuel-14

Traditionelles Heilmittel von moderner Medizin wiederentdecktlAllgemeinler Nebenwirkungen allerdings von der Verwendung von Silbersalzen zuHeilzwecken abraten. Eine sichere Alternative ist kolloidales Silber.Seit der Entdeckung des Penizillins im Jahre 1928 sah die moderne Medizin in Antibiotika eine Wunderwaffe gegen alle Bakterien. Während man sichenthusiastisch dieser Neuentwicklung zuwandte, wurde kolloidales Silberzunehmend vergessen. Erst seit sich immer mehr resistente Bakterienstämmeentwickelten, denen auch mit modernsten Antibiotika nicht mehr beizukommen ist, besinnt man sich allmählich wieder auf die Vorteile kolloidalenSilbers. Und trotzdem wird auch heute noch allzu oft vorschnell ein Antibiotikum verordnet und damit unüberlegt der Bildung resistenter Bakterienstämme kräftig Vorschub geleistet.Die keimtötende Eigenschaft von Silber bzw. kolloidalem Silber ist alsoschon von alters her bekannt und in den beiden letzten Jahrhundertenbeschäftigte man sich immer stärker wissenschaftlich damit. In den vergangenen zehn Jahren wurde diese Beschäftigung intensiviert und auf seriöseBeine gestellt. Interessanterweise stellen selbst Skeptiker, wenn sie sich denndazu herablassen, sich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen, erstauntfest, dass etwas an der seit Langem bekannten Tatsache dran sein muss, dasskolloidales Silber mehrere hundert unterschiedliche Krankheitskeime tötet.„Wir haben schon einmal eine ähnliche Studie durchgeführt und warenerstaunt, wie gut die Ergebnisse waren.“ Das war die spontane Antwort einesWissenschaftlers eines renommierten neutralen Forschungsinstituts auf dieFrage, ob man dort eine Studie mit kolloidalem Silber durchführen könneund ob man in dieser Richtung bereits Erfahrung habe.Würden sich internationale Pharmakonzerne mit der Entwicklung undVermarktung von silberhaltigen Wundauflagen und Wundpflastern befassen,wenn Sie nicht hundertprozentig von deren Wirksamkeit überzeugt wärenund diese nicht auch wissenschaftlich belegen könnten? Vermutlich nicht.Genau das ist aber in den letzten Jahren geschehen. Die Tatsache, dass es sichteilweise um Medizinprodukte handelt, die strengen europäischen Qualitätskriterien unterliegen, spricht für die Ernsthaftigkeit der Forschung.Andere Unternehmen beschäftigen sich mit der Entwicklung sogenannterNanotechnologien, um Werkstoffe mit kleinsten Silberpartikeln zu beschichten und auf diese Weise gegen Bakterienbefall zu schützen. Einsatzgebietefür solche Materialien in der Medizin sind beispielsweise Herzkatheter, umdem häufigen Tod durch Verkeimungen vorzubeugen. Wahrscheinlich habenauch Sie schon von „Silberkleidung“ gehört, deren überzeugende Wirkung bei Neurodermitis oder gegen die Folgen von zu viel Fußschweiß15

Allgemeiner TeilAllgemeinwissenschaftlich nachgewiesen wurde. Nur am Rande seien silberhaltigeWundauflagen und -pflaster, mit Silber beschichtete Waschmaschinen, Kühlschränke und WC-Brillen erwähnt.All diese „neuen“ Technologien verwenden Nanosilber. Ihnen liegt dasgleiche Prinzip wie dem kolloidalen Silber zugrunde, das ja lediglich einespezielle Darreichungsform von Nanosilber ist: In feuchter Umgebung werden aus elementarem Silber nach und nach Silberionen herausgelöst, dieBakterien, Viren und Pilze abzutöten vermögen. Aber auch die Silberpartikelselbst sind bioaktiv.Während man also in der Vergangenheit vorwiegend auf die tradierteErfahrung baute – was in der Wissenschaft so gut wie nicht ernst genommenwird –, kann man sich heute mit Fug und Recht darauf berufen, dass die demkolloidalen Silber zugrunde liegenden Wirkprinzipien mehr und mehr wissenschaftlich abgesichert werden. Aber was nützt die hehre Wissenschaft,wenn es an Erfahrungen und an konkreten Einsatzmöglichkeiten mangelt?Betroffene erwarten zu Recht Anwendungsbeispiele und Erfahrungsberichte.Beides finden Sie in den folgenden Kapiteln.Nachweis der antibakteriellen Wirksamkeit von kolloidalem Silber. Die linke Agarschale wurde mitdestilliertem Wasser, die rechte mit kolloidalem Silber befeuchtet, dann 10 Minuten lang offen stehen gelassen. Anschließend wurden die Schalen abgedeckt und bei hochsommerlichen Temperaturen „bebrütet“. Nach vier Tagen haben sich links Bakterienkolonien gebildet, rechts keine. Nacheinigen weiteren Tagen war die linke Schale vollkommen überwuchert, während sich rechts erstkleine Kolonien bildeten. Das belegt, dass das Bakterienwachstum durch kolloidales Silberzumindest stark reduziert und verzögert wird.16

Die richtige Herstellung von kolloidalem SilberAllgemeinDie richtige Herstellung von kolloidalem SilberIm Gegensatz zu früher ist es heute leicht möglich, günstig, schnell undsicher kolloidales Silber selbst herzustellen. Seit einigen Jahren gibt esgenormte Silbergeneratoren, die unter gleichen Bedingungen immer diegleiche Konzentration an kolloidalem Silber liefern. Solche genormten Silbergeneratoren werden für unter 200 Euro angeboten. Bei der Herstellungmüssen aber einige Regeln beachtet werden, um ein möglichst reines Produkt mit kleinen Silberpartikeln und ohne Verunreinigungen zu erhalten.Beachten Sie also bitte auch die Bedienungsanleitungen der jeweiligen Hersteller.Bei den Silbergeneratoren wird elektrischer Strom an zwei Silberstäbe(Elektroden) angelegt, die in (zweifach) destilliertes Wasser gehängt werden.Ein Stab fungiert als Anode (Pluspol), der andere als Kathode (Minuspol). Esentstehen neutrale Silberpartikel (Ag0) und positiv geladene Silberionen(Ag ). Wer sich für ausführlichere Informationen interessiert, sei auch hierauf Immun mit kolloidalem Silber verwiesen.Solange kein Salz vorhanden ist, ergänzen sich die positiv geladenen Silberionen (Ag ) mit den negativ geladenen Hydroxidionen (OH–). Gibt manaber zum Beispiel Kochsalz dazu, bildet sich schädliches Silberchlorid,erkennbar an einer weißen Wolke.Nicht nur genormte Geräte sind wichtig, es dürfen auch nur Stäbe aus reinem Silber, nämlich 99,99 Prozent, verwendet werden. Diese sind für etwa15,– bis 40,– Euro erhältlich. Ein Paar Silberstäbe reicht für die Herstellungvon unzähligen Litern kolloidalem Silber aus. Verwenden Sie auf keinen Fallandere Silberstäbe, da sie Verunreinigungen enthalten!Zur Herstellung von kolloidalem Silber nach der so genannten HeißwasserMethode benötigt man außerdem destilliertes Wasser, möglichst aus derApotheke. Solches aus Supermärkten, das für Bügeleisen oder Autobatterienangeboten wird, kann Schwermetalle enthalten. Im Zweifelsfall sollten Siesich beim Hersteller vergewissern. Bei mehrfach destilliertem Aqua purificataoder Aqua bidestillata kann sich die Herstellungszeit aufgrund der geringenelektrischen Leitfähigkeit verlängern, dafür haben Sie aber die Sicherheit,dass es sich um wirklich reines Wasser ohne störende Zusätze handelt.Ein Liter kostet etwa zwischen 5,– und 8,– Euro. Verschließen Sie die Flasche nach Entnahme der benötigten Menge sofort wieder gut und bewahrenSie den Rest im Kühlschrank auf.Wenn Sie große Mengen kolloidales Silber herstellen, sollten Sie über die17

Allgemeiner TeilAllgemeinAnschaffung eines Destillators nachdenken. Dafür müssen Sie allerdingsmehrere hundert bis mehrere tausend Euro investieren.Mitunter wird empfohlen, bei der Herstellung von kolloidalem SilberSalz, Honig oder Vitamin C zu verwenden. Das darf man auf gar keinen Falltun, da man dann kein elementares kolloidales Silber erhält. Die HeißwasserMethode kommt ohne Zusätze aus. Sie wird in zwei Arbeitsschritten durchgeführt. Zunächst wird das destillierte Wasser in einem feuerfesten, absolutsauberen Gefäß gekocht und dann gerade so lange abgekühlt, bis es nichtmehr siedet. Als Gefäße zum Erwärmen können Sie Edelstahltöpfe, emaillierte Töpfe oder feuerfeste Glasgefäße nehmen, aber keinesfalls solche ausAluminium, Gusseisen, Kupfer oder Kochtöpfe aus einfachem Metall. AchtenSie bei den emaillierten Töpfen aber darauf, dass sich das Emaille nicht etwaan einer kleinen Stelle gelöst hat. Dadurch wird die Qualität des kolloidalenSilbers verschlechtert.Anschließend wird das heiße Wasser in ein hitzebeständiges Glasgefäß,zum Beispiel ein herkömmliches Trinkglas, gegossen und der Herstellungsprozess mittels Generator gestartet. Verwenden Sie für die Erhitzung desWassers auf keinen Fall einen Metalltopf oder einen Wasserkocher. Einerseitskönnten sich Metallpartikel lösen und das Wasser verunreinigen, andererseits könnte sich Silber an den Gefäßwänden absetzen.Alternativ kann man das destillierte Wasser auch in einem Heißwasserbaderhitzen. Dazu stellt man das mit destilliertem Wasser gefüllte hitzestabileGlas, das zur Herstellung von kolloidalem Silber verwendet wird, in ein anderes hitzestabiles Gefäß, das etwas größer als das Glas ist. In dieses zweiteGefäß schüttet man kochendes Wasser. Nach einigen Minuten wiederholtman diesen Vorgang. Auf diese Weise wird das destillierte Wasser erhitzt,ohne in ein anderes Gefäß geschüttet werden zu müssen.Stellen Sie kolloidales Silber aber nicht in einem Wasserbad auf eingeschalteter Herdplatte her. Dabei wird nämlich ein starkes elektromagnetisches Feld erzeugt, das sich nachhaltig auf die Qualität des kolloidalen Silbersauswirkt.Während und nach der Herstellung darf kolloidales Silber nicht überlängere Zeit mit Metall in Berührung kommen. Für die Einnahme kleinerMengen eignen sich gut ein Plastiklöffel oder ein Schnapsglas. Für größereMengen ist am besten ein ganz normales Trinkglas geeignet.Leider gibt es keine für den Hausgebrauch geeigneten Messgeräte, um dieKonzentration an kolloidalem Silber zu messen. Deshalb ist es besonderswichtig, immer gleiche Bedingungen einzuhalten, um stets das gleiche Resul-18

Die richtige Herstellung von kolloidalem SilberAllgemeintat zu erzielen. Da die Konzentration des im Wasser fein verteilten Silbers vonzahlreichen Faktoren (Wassertemperatur, Wasserqualität, Füllhöhe, Elektrodenabstand) abhängt, beachten Sie bitte die Anleitungen des jeweiligen Herstellers.Achten Sie bei der Herstellung von kolloidalem Silber auch darauf, dienassen Silberstäbe nach jedem Gebrauch mit einem Vlies, Küchenpapieroder Leinentuch gut zu reinigen. Verwenden Sie auf keinen Fall Silberputzmittel oder Topfreiniger.Erhitzen Sie das destillierte Wasser in einem Edelstahl- oder Emailletopf oder in einem feuerfestenGlasgefäß auf dem Herd. Alternativ können Sie es auch in einem Wasserbad erhitzen, wie im Textbeschrieben.19

als Allheilmittel anpreisen, eine große Mitschuld daran, dass ein altbewährtes Heilmittel immer wieder zu Unrecht in Misskredit gerät. In diesem Buch ist von solchem ko