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Schüler undTeilnehmerNationalsozialismusund 2. Weltkrieg –Krieg und VerbrechenEin Themenheftfür junge Erwachseneund BildungsanbieterNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft1

Nationalsozialismusund 2. Weltkrieg –Krieg und VerbrechenAufbau des ThemenheftesVorwortS.41. Der 2. WeltkriegS.82. Kriegsende und Neubeginn3. QuizS.1124. Glossar5. Platz für eigene Fragen6. ZeitachseNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftS.116S.142S.1487. Quellen2S.82Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftS.1503

VorwortEin Heft über den Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg –Und was hat das mit mir zu tun?Liebe Leserinnen und Leser,in diesem Heft geht es um den Zweiten Weltkrieg.Was waren die Gründe für den Krieg?Wer kämpfte gegen wen?Wie lebten die Menschen damals?Was wollten die Nationalsozialistenmit dem Krieg erreichen?Fragst Du Dich manchmal:Was hat das mit mir zu tun?Und warum lerne ich etwas darüber?Im Fernsehen, im Radio und in der Zeitungwird häufig über Nationalsozialismusund den 2. Weltkrieg berichtet.Die Beziehungzu vielen Ländern auf der Weltist noch heutedurch den Krieg belastet.Vielleicht hat Dich im Urlaub im Auslandschon mal jemand deswegen angesprochen.Auch heute gibt es noch gewaltbereite Rechte1.1Im weiteren Text wird die männliche Schreibweise genutzt.Mit dieser sind alle Geschlechter gleichermaßen gemeint und angesprochen.4Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftViele von Ihnen finden,dass der Nationalsozialismusgar keine schlechte Sache war.Hast Du schon einmal mit einem Rechten geredet?Was hat er über den Nationalsozialismus gesagt?Konntest Du Dir eine eigene Meinung bilden?Das Heft beantwortet wichtige Fragen zur Geschichte,damit Du mitreden kannst.Es informiert über den Nationalsozialismusund erklärt Hintergründe.Im Heft geht es um das Lebenvon Menschen in Deutschlandim Krieg 1939 bis 1945.Wenn Du mehr über den Aufstiegder Nationalsozialistenund die Errichtung der Diktatur wissen möchtest,kannst Du Dir dieses Themenheft anschauen.HinweisEinige Wörter sind hinten im Glossar erklärt.Klicke einfach auf die orangen Wörter!Unter jedem Kapitel findest Du Vorschlägefür Arbeitsaufgaben und Diskussionen.Mehr Informationen findest Du auch im Internet.Klicke dazu einfachauf die orangenen und unterstrichenen Wörter!Informationen zum HaftungsausschlussNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft5

1. Der 2. WeltkriegS.81.1 KriegszieleS.81.2 KriegsvorbereitungenS.101.3 Wie begann der Krieg?S.181.4 Wer kämpfte gegen wen?1.5 Medien im Krieg1.6 Soldaten im Krieg1.7 Zwangsarbeiter1.8 Stalingrad1.9 LuftkriegS.24S.30S.36S.40S.46S.501.10 Was war der Volkssturm? S.671.11 Befreiung der LagerNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftS.74

1. Der 2. Weltkrieg1.1 KriegszieleAufgabenSchon vor seiner Machtübernahme am 30. Januar 1933sagte Hitler:„Ich lehne den Friedensvertrag der Sieger von 1918 ab.“Der Vertrag beschränkte die deutsche Armeeauf 100.000 Mann.Hitler wollte eine starke Armee schaffen.Er wollte ganz Europa beherrschen.Er sagte:„Die Deutschen brauchen mehr Lebensraum.“Er sprach sogar von der Weltmacht.Der Krieg sollte das Mittel dazu sein.Das war kein Geheimnis.Viele Deutsche wussten darüber Bescheid.Auch wenn manche ältere Menschendas heute anders sagen.8Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftA: Welche Ziele hatte Hitler im 2. Weltkrieg?B: Was meinst Du?Wussten die Menschen in Deutschlandüber Hitlers Kriegspläne Bescheid?Bitte begründe Deine Meinung!C: Was hätten die Menschen tun können,um den Krieg zu verhindern?Was hättest Du gemacht?Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft9

1.2 KriegsvorbereitungenHitler hörte dasund gab am 12. März 1938 den Befehl:„Wehrmacht, SS und Polizeisollen in Österreich einmarschieren!“Am 10. April 1938 sollten die Österreicher wählen,ob sie mit der neuen Regierung der Nationalsozialisteneinverstanden sind.Die Nationalsozialisten wollten die Menschen in Österreichmit Propaganda überzeugen.Fahnen und Plakate mit dem Hakenkreuzwurden überall aufgehängt:an Straßenbahnen,an Häusernund an Säulen.Bilder von Hitler hingen an vielen Orten.10Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftVor der Wahlwurden mehr als 350.000 Judenund politische Gegner verhaftet.Sie durften nicht wählen gehen.Einige fürchteten sich vor Nachteilen und Gewalt,wenn sie nicht die neuen Machthaber wählen.Aber sehr viele Österreicherteilten die Meinungen der Nationalsozialisten.Am 10. April 1938 stimmten 99 Prozent der Wählerfür die Nationalsozialisten.Österreich wurde ein Teil von Deutschland.71Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-1987-0922-500 / Unknown / CC-BY-SAEin wichtiger Schritt in den Kriegwar der Anschluss von Österreich an Deutschland 1938.Österreich wurde selbst streng regiert.Aber der Kopf der Regierung,Kurt Schuschnigg,wollte ein unabhängiges Österreich.Er sagte:„Wir brauchen eine Abstimmung.Wollen die Österreicher unabhängig sein?Oder wollen sie zu Deutschland gehören?“Hitler hält eine Rede auf dem Helden-Platzin Wien im März 1938.Demokratische Politiker und Judenwurden auch in Österreich verhaftet.Die meistenwurden in das Konzentrationslager Dachau gebracht.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft11

AufgabenA: Wann wurde Österreich durch die Nationalsozialistenein Teil von Deutschland?C: Wie überzeugten die Nationalsozialisten die Österreichervom Anschluss Österreichs an Deutschland?B: Was passierte mit Juden und politisch Andersdenkenden inÖsterreich?12Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft13

Was war das „Sudeten-Land“?Die Tschechoslowakei war ein Landsüdöstlich von Deutschland.Dort gab es eine Minderheit:Die Sudeten-Deutschen.Das waren drei Millionen Menschen.Die Tschechoslowakei gab das Gebiet ab.Deutsche Truppen marschierten in das Sudeten-Gebiet.Die nationalsozialistische Regierungschien erst einmal zufrieden.Quelle: 9BmDoch sie wollte noch mehr.eck%C3%A9 %C5%BEeny v%C3%ADtaj%C3%AD Hitlera.jpgHitler forderte:„Die Sudeten-Deutschen sollen zu Deutschland gehören.Die Regierung der Tschechoslowakeisoll 20 Prozent ihres Gebietes abgeben.“Der Vorsitzende der Regierung von Großbritannien,Neville Chamberlain,wollte unbedingt einen Krieg vermeiden.Er vermittelte zwischen Deutschlandund der Tschechoslowakei.Frauen begrüßen die deutschen Soldatenim Sudetenland im Oktober 1938.Hier kannst Du einen Filmüber die Sudetenkrise sehen:818114Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerhefthttp://bit.ly/afs5nB, 15. März 2010.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft15

AufgabenA: Was war das Sudetenland?D: Wie hättest Du als tschechischer Politiker reagiert,wenn Du die Forderung erfüllstund Land abgibst, du aber weiter bedroht wirst?B: Mit wem stritten die Nationalsozialisten um das Sudetenland?E: Suche im Internet mehr Infosüber das Sudeten-Gebietund die Sudeten-Deutschen.Erstelle bitte ein Plakat und stelle es den anderen vor.C: Was forderten die Nationalsozialisten von der Tschechoslowakei?16Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft17

1.3 Wie begann der Krieg?Der 2. Weltkrieg begannmit dem deutschen Angriff auf Polenam 1. September 1939.Hitler suchte einen Vorwand für den Kriegsbeginn.Er sagte:„In der Nacht vom 31. August auf den 1. September 1939haben Soldaten aus PolenDeutschland angegriffen.“Aber das war eine Lüge.72Mitglieder der SS hatten sich als Polen ausgegeben.Sie taten so,als würden sie einen deutschen Radiosender überfallen.Sie sagten im Radio:„Der Sender befindet sich in polnischer Hand.Die Stunde der Freiheit ist gekommen!“Die Wehrmachtgriff daraufhin Polen an.73Nach vier Wochen musste sich die polnische Armee ergeben.Die Regierung aus Polen musste fliehen.Die Wehrmacht und die SS begingen schwere Verbrechenan der polnischen Bevölkerung.Sie ermordete in kurzer Zeit 60.000 Menschen:Polnische Gebildete,Lehrer, Ärzte, Priester und Adlige.74Und Führer von Gewerkschaften,Linke.und Juden.Der Krieg gegen Polen war der Anfangdes deutschen Vernichtungskrieges in Osteuropa.75Hier kannst Du einen Filmüber den Beginn des 2. Weltkriegs sehen: 83Eine Karte von Deutschland im Jahr 1939kannst Du hier sehen:8282http://bit.ly/DL1939, 15. März 2010.1883Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerhefthttp://bit.ly/aZO5sW, 15. März 2010.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft19

Polen wurde geteilt.Der Westen gehörte nun zu Deutschland.Die Mitte war das „Generalgouvernement Polen“.So nannten die Nationalsozialistendas Gebiet von Polen,das von der deutschen Armee besetzt war,aber nicht zu Deutschland gehörte.Der Osten gehörte zur Sowjetunion.Sowjetische Soldaten waren dort einmarschiert.Stalin und Hitler wollten sich die Macht in Polen teilen.Das hatten sie schon vor dem Krieg so abgesprochen.AufgabenA: Wie begann der 2. Weltkrieg?B: Wer kämpfte gegen wen?Eine Karte von Polen 1939 findest Du hier:84C: Wer waren die Opfer der Wehrmacht und der SS?84http://bit.ly/bykhI2, 15. März 2010.20Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft21

AufgabenD: Wie wurde Polen 1939 aufgeteilt?F: Bitte überlege Dir:Was würdest Du gerne über eine Person wissen?Schreibe bitte Deine Fragen auf.Bitte suche dann im Internetmehr Informationen über Josef Stalin.Bitte erstelle einen kurzen Steckbrief über ihn.Beantworte dazu Deine Fragen mit den Informationen,die Du im Internet über Josef Stalin gefunden hast.E: Was denkst Du?Hitler wollte die Sowjetunion einnehmen.Warum hat Hitler dann mit Stalin zusammengearbeitet?22Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft23

1.4 Wer kämpfte gegen wen?Die wichtigsten Verbündeten von Deutschlandwaren Italien und Japan.Sie nannten sich: Achsenmächte.Deutschland besiegte Polen 1939.Die deutsche Marineversenkte Kriegsschiffe aus Großbritannien.In Italien regierte der Führer der Faschisten.Der hieß Benito Mussolini.Er wollte unter anderemdie Gebiete rund um das Mittelmeer beherrschen.1940 besetzte Deutschland die LänderDänemark und Norwegen.Auch die Länder Niederlande, Belgienund Luxemburg ergaben sich.Ihre Armeen waren nicht gut genug ausgerüstet.Im Sommer 1940 marschiertendeutsche Soldaten in Frankreich ein.In Japan regierte ein Militär-Diktator.Dieser hieß Tojo Hideki.Er wollte mehr Macht in Südostasien.Deutschland griff Polen 1939 an.Der 2. Weltkrieg begann.Polen hatte zwei wichtige Verbündete:Frankreich und Großbritannien.Sie hatten Polen im März 1939ihre Unterstützung versprochen,falls die DeutschenPolen angreifen.Deshalb erklärten Frankreich und Großbritannien 1939Deutschland den Krieg.Hier kannst Du einen Filmüber den Krieg gegen Frankreich sehen:851941 griff Deutschland die Sowjetunion an.Die Folge:Die Sowjetunion schloss sich mit den Alliierten zusammen.1941 griff Japan einen Stützpunkt der USAim pazifischen Ozean an.Das war Pearl Harbor.Die Folge:Die USA traten in den Krieg ein.Sie schlossen sich den Alliierten an.8524Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerhefthttp://bit.ly/cT5kp1, 15. März 2010.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft25

Eine Karte von Europa im 2. Weltkriegfindest Du hier:86AufgabenA: Wer kämpfte gegen wen im 2. Weltkrieg?Blau sind Deutschland und seine Verbündeten.Rot sind die Alliierten.B: Wer waren die Verbündeten von Deutschland?C: Was meinst Du?Warum haben sich einige Staaten mit Deutschland verbündet?86http://bit.ly/Weltkr, 15. März 2010.26Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft27

AufgabenD: Warum griffen Frankreich und Großbritannien in den Krieg ein?G: Was war der Anlass für die USA,im 2. Weltkrieg zu kämpfen?E: Wer waren die Alliierten?F: Wann griff Deutschland die Sowjetunion an?28Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftH: Erstelle bitte ein Plakat:Bitte zeige auf dem Plakat,wie der Krieg verlaufen ist.Wer hat wen angegriffen?Wer verbündete sich?Wann passierte das alles?Tipp:Für diese Aufgabe eignet sich ein Zeitstrahl.Eine Linie stellt die Zeit des Krieges dar.Auf der Linie trägst Du wichtige Ereignisse ein.Diese gehören immer zu einem bestimmten Datum auf der Linie.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft29

1.5 Medien im KriegDie offiziellen Meldungen bekamen siedurch Zeitungenoder über das Radio.Im Kino wurde die „Wochenschau“mit Bildern aus dem Krieg gezeigt.Sie sollten die Zuschauer für den Krieg begeistern.Die Bilder zeigten aber nicht das Leid an der Front.Über die Kriegsopfer wurde nicht berichtet.Sehr viele Bilder waren gefälscht.In der Propaganda hieß es:„Die deutsche Armee siegt an allen Fronten.“Alles sollte perfekt aussehen.Die Deutschen sollten stark wirken.Fast die ganze Welt verurteilte den Krieg.Die Propaganda blendete das aus.Im Sommer 1940 marschierten deutsche Soldatenin Frankreich ein.Die Propaganda zeigte Hitler in Paris.Damit wollte er zeigen,wie erfolgreich seine Pläne waren.Zudem wollte er die Bevölkerung für den Krieg begeistern.Er wollte sie vom Sieg überzeugen.Quelle: Bundesarchiv , Bild 183-H28708 / Unknown / CC-BY-SAIm Krieg fragten sich viele Deutsche:„Was ist los an der Front?Wie geht es den Soldaten?“Hitler besucht Parisnach dem Einmarsch der Wehrmachtin die Stadt 1940.Elend, Leid und Tod bei den Kämpfenwurden in den Medien kaum gezeigt.Die Verbrechen der Deutschen wurdenals Erfolge dargestelltoder gar nicht erst gezeigt.Männer der SS und der Wehrmachtplünderten,vergewaltigtenund mordeten.76Zu Hause wurden die Soldaten als Helden gefeiert.30Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft31

Erst im Krieg gegen die Sowjetunion ab 1941verloren viele Deutsche das Vertrauen in die Propaganda.Sie fragten:„Warum sterben immer mehr Soldaten,wenn die Armee erfolgreich ist?Wo sind unsere Väter, Söhne und Brüder?Leben sie noch?“AufgabenA: Welche Medien konnten die Deutschen im 2. Weltkrieg nutzen?Goebbels sagte darauf:„Die Leute müssen abgelenkt werden.Wir müssen mehr Unterhaltung bringen.“Im Radio wurde dann mehr Musik gespielt.Im Kino wurden noch mehr Filme zur Unterhaltung gezeigt.Ab dem ersten Kriegstag war es verboten,ausländische Sender zu hören.Wer das trotzdem machte,konnte ins Gefängnis kommen.In schweren Fällen bekam er die Todesstrafe.B: Was zeigten die Medien vom Krieg?Was zeigten sie nicht?C: Wann und warum begannen viele Deutsche,an der Propaganda zu zweifeln?D: Was machten die Nationalsozialisten,um dem Zweifeln zu begegnen?32Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft33

AufgabenE: Was konnte jemandem passieren,der einen Radiosender der Alliierten hörte?H: Hast Du schon mal mit jemandem geredet,der damals oder heute im Krieg war?Falls ja, was hat er erzählt?Falls nein, bitte suche im Internet ein Interview mit jemandem,der von seinen Erlebnissen im Krieg erzählt!F: Findest Du,Unterhaltung im Fernsehen ist ein gutes Mittel,um sich nicht mit Politik beschäftigen zu müssen?I: Bitte erzähle den anderen aus der Gruppe,was Du über das Leben im Krieg weißt!G: Was denkst Du?Kann sich eine Mutter oder eine Frau von einem Soldatenvon Musik im Radio ablenken lassen,wenn sie sich Sorgen macht?Bitte begründe Deine Meinung!34Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft35

Die Nationalsozialisten gründeten 1935 die Wehrmacht.Zur Wehrmacht gehörtenHeer,Kriegsmarineund Luftwaffe.Das Heer waren die Soldaten am Boden.Die Kriegsmarine waren die Soldaten auf den Kriegsschiffen.Die Luftwaffe waren die Soldatenmit den Kriegsflugzeugen.Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-1974-132-33A /Mensing / CC-BY-SA1.6 Soldaten im KriegAb 1938 stand Hitleran der Spitze der Wehrmacht.Soldaten der Wehrmachtkämpfen um ein Dorf in Norwegenim April 1940.36Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftQuelle: Bundesarchiv, Bild183-H26353 / Borchert,Erich (Eric) / CC-BY-SADas ist nicht ganz sicher.Geschätzt werden 18 Millionen Soldaten.Das Ausland sollte durch dieStärke der Wehrmachteingeschüchtert werden.Heute wissen wir:Viele Soldaten waren selbst Täter.Sie vergewaltigten Frauen,töteten und plünderten in den Kriegsgebieten.Noch mehr waren Mitwisser oder Zuschauer.77Soldaten misshandelten und erschossenwehrlose Männer, Frauen und Kinder.Sie behandelten Kriegsgefangene schlecht.An der Verhaftung und Ermordung der Judenwar die Wehrmacht auch beteiligt.78Soldaten in Polen bei einer Hitler-Paradeim Oktober 1939Wie viele Soldaten waren insgesamt in der Wehrmacht?Viele Deutsche dachten lange:„Die Wehrmacht hat keine Verbrechen begangen.Alle Soldaten waren anständige Männer.“Die Männer selbst erzählten selten vom Krieg.Mehr dazu findest du hier:79Die Zahl der getöteten Soldaten der Wehrmachtist nicht genau bekannt.Geschätzt werden fünf Millionen.79 http://bit.ly/Verbrech, 15. März 2010.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft37

Quelle: Bundesarchiv,Bild 101III-Zschaeckel-186-37 / Zschäckel,Friedrich / CC-BY-SASoldaten gab es auch bei der Waffen-SS.1944 hatte sie 900.000 Mitglieder.Diese Truppe war besonders grausam.Sie war vom Nationalsozialismusbesonders überzeugt.AufgabenA: Aus welchen Teilen bestand die Wehrmacht?Quelle: -Glane-Streets-1294.jpg?uselang deSoldaten der Waffen-SSlassen ein Haus abbrennenin Russland 1943.In dem Ort Oradour in Frankreicherschossen sie 1944 alle Männer.Danach trieben sie Frauen und Kinder in eine Kirche.Die Kirche zündeten sie an.Über 600 Menschen starben.Der Ort wurde danach völlig zerstört.Die Ruinen sind heute noch da.Die Ruinen im Ort Oradourkann man heute noch besuchen.Das Foto wurde im Jahr 2004 aufgenommen.B: Wer stand ab 1938 an der Spitze der Wehrmacht?C: An welchen Verbrechen waren viele deutsche Soldatenund SS-Mitglieder beteiligt?Quelle: Bundesarchiv, Bild 101III-King-055-28 / King / CC-BY-SAD: Was denkst Du?Warum haben die Soldatensolche Verbrechen im Krieg begangen?Kannst Du Dir Gründe dafür vorstellen?Welche sind das?Waffen-SS mit Panzernin der Sowjetunion im Juli 194338Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft39

1.7 ZwangsarbeiterZwangsarbeiter aus Polen oder der Sowjetunionwurden besonders schlecht behandelt.Für die Nationalsozialistenwaren diese Arbeiter„Untermenschen“.Für sie waren die Zwangsarbeiter aus Osteuropanichts wert.Viele Deutsche glaubten:Die Zwangsarbeiter sind Menschen zweiter Klasse.Sie behandelten sie wie Sklaven.Die Zwangsarbeiter aus Polenund der Sowjetunionbekamen wenig zu essenund keinen Lohn.Sie schliefen meistens in Lagernmit einfachen Baracken aus Holz.Außen war Stacheldraht.Wachmänner bewachten die Zwangsarbeitermit Waffen.So sollten sie nicht fliehen können.Zwangsarbeiter in BremenQuelle: Bundesarchiv, Bild 183-S68029 / Unknown / CC-BY-SADie Zwangsarbeiter stellten Material für den Krieg her.Oder sie arbeiteten bei Bauern und Handwerkern.Sie mussten die Arbeiter ersetzen,die im Krieg waren.Manche arbeiteten auch bei Deutschen zu Hause.Firmen konnten die Zwangsarbeitervon den Arbeitsämternfür wenig Geld ausleihen.Auch Kinder und Jugendliche waren Zwangsarbeiter.Frauen aus Frankreichbei der Zwangsarbeit für Siemensim Jahr 194340Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftSchon 1939 kamen 200.000 Polenals Zwangsarbeiter nach Deutschland.Für sie gab es besondere Regeln:Quelle: Bundesarchiv, Bild 18512-13 / Unknown / CC-BY-SAIm Krieg gab es sehr viele Zwangsarbeiter in Deutschland.Sie waren Kriegsgefangene aus anderen Ländern,Zivilistenoder Häftlinge aus Konzentrationslagern.Sie wurden zur Arbeit gezwungen.Sie bekamen wenig oder gar kein Geldfür ihre Arbeit.im Jahr 1944Sie mussten ein „P“ für „Polen“ an ihrer Kleidung tragen.Sie bekamen viel weniger Geld als deutsche Arbeiter.Sie bekamen wenig zu essen.Sie durften ihren Ort nicht verlassen.Sie durften nichts Wertvolles besitzen.Sie durften nicht in Gaststätten sein oder tanzen gehen.Sie durften keine Busse und Straßenbahnen benutzen.Der Kontakt zwischen Deutschen und Polen war verboten.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft41

Wenn ein Zwangsarbeiter die Regeln nicht befolgte?Dann kam er in ein Arbeitserziehungslager.Da war es so ähnlich wie im Konzentrationslager.Manche wurden sogar erschossen.Auch Häftlinge aus Konzentrationslagernleisteten Zwangsarbeit.Zum Beispiel im Lager Mittelbau-Dora in Thüringen.Sie sollten in einem BergwerkRaketen für den Krieg herstellen.Am Anfang mussten sie im Bergwerk schlafen.Sie hatten kein Wasser und keine Toiletten.Sehr viele starben dort.einige deutsche Unternehmenzum ersten Mal Geld als Entschädigung.1,6 Millionen frühere Zwangsarbeiterbekamen eine Entschädigung.Keiner bekam mehr als 7.500 Euro.Viele ehemalige Zwangsarbeiterwaren in der Zwischenzeit aber schon gestorben.80Mehr dazu findest Du hier: 88Zwischen 1939 und 1945 gab es in Deutschlandetwa 12 Millionen Zwangsarbeiter.79Ohne ihre Arbeit hätte Deutschlandden Krieg viel früher verloren.Private Firmen hatten die Zwangsarbeiter im 2. Weltkriegzum Teil brutal ausgenutzt.Dafür fanden Forscher in den 1990er Jahrenimmer mehr Beweise.Vor allem in den USA traten Anwälte späterfür das Recht ehemaliger Zwangsarbeiterauf Entschädigung ein.Deshalb zahlten im Jahr 200188http://bit.ly/MiDora, 15. März 2010.42Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft43

AufgabenA: Wer waren die Zwangsarbeiter?E: Was meinst Du?Woher kamen sie?Sollte sich Deutschlandheute noch bei den Zwangsarbeitern entschuldigen?Wie kann sich der Staat entschuldigen?Was kann er für die ehemaligen Zwangsarbeiter tun?Bitte begründe Deine Meinung!B: Welche Arbeiten mussten Zwangsarbeiter machen?C: Welche Zwangsarbeiter wurden besonders schlecht behandelt?D: Warum bekamen sie erst so spät eine Entschädigung?44Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft45

1.8 StalingradEigentlich gab es zwischen Deutschlandund der Sowjetunionseit 1939 einen Vertrag.Der besagte:Die Länder greifen sich nicht an.Sie wollten sich die Gebietezwischen Deutschland und der Sowjetunion teilen.Dazu gehörte auch Polen.Stalin und Hitler ging es um mehr Macht.Aber im Sommer 1941 brach Deutschland den Vertrag.Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-1971-107-40 / Unknown / CC-BY-SAHier89 kannst Du eine Dokumentationüber den Kriegzwischen Deutschlandund der Sowjetunion sehen:Hitler sagte:„Wir müssen die Stadt Stalingrad einnehmen!Die Stadt ist für uns enorm wichtig.“Im Herbst 1942 kamen deutsche Soldatenbis nach Stalingrad.Die Soldaten aus der Sowjetunionwollten die Stadt aber unbedingt verteidigen.Quelle: Bundesarchiv, Bild 183P0613-308 / Unknown / CC-BY-SARussische Soldaten in Stalingradim Januar 1943Hinter Stalingrad begann ein Gebirge:Das war der Kaukasus.Dort gab es viel Öl.Die Anführer der Wehrmacht sagten:„Wenn wir Stalingrad besiegt haben,holen wir uns das Öl.Daraus machen wir neues Benzin für unsere Panzer.“Soldaten der Wehrmacht in Stalingradim September 1942Aber es gab sehr schwere Kämpfe.Die Stadt wurde fast ganz zerstört.Und der Winter in Stalingrad war sehr kalt.Viele deutsche Soldaten starben an der Kälte.89 http://bit.ly/961hat, 15. März 2010.46Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft47

Quelle: Bundesarchiv, Bild 183E0406-0022-010 / Unknown /CC-BY-SADie deutschen Soldaten wurden zusammen gedrängt.Im Februar 1943 sagten sie:„Wir geben auf!“Etwa 90.000 Soldaten der Wehrmachtkamen in sowjetische Kriegsgefangenschaft.81AufgabenA: Welche Absprache gab es zwischen Deutschlandund der Sowjetunion 1939?Warum gab es diese Absprache?Wann brach Deutschland diese Absprache?Die Kämpfe in Stalingraddauerten von September 1942 bis Februar 1943.Dabei starben mehr als 700.000 Menschen.Der Rest der Wehrmacht zog sich danachaus der Sowjetunion zurück.Die Wehrmacht war stark geschwächt.Sie konnte die Sowjetunion nicht mehr besiegen.82Deutsche Kriegsgefangene im Februar 1943B: Warum war ausgerechnet die Stadt Stalingradso interessant für die Deutschen?C: Wie viele Menschen starben im Kampf um die Stadt Stalingrad?Quelle: Bundesarchiv, Bild 101I-725-0190-15 / Reimers /CC-BY-SADeutsche Soldatenziehen sich aus der Sowjet-Union zurück.Das Foto wurde im Dezember 1943aufgenommen.Einen Film über die brutalen Kämpfe in Stalingradkannst Du hier ansehen: 9090 http://bit.ly/aqUeK2, 15. März 2010.48D: Der Kampf um Stalingradwird auch „Wende des Krieges“ genannt.In diesem Film kannst Du mehrüber das Jahr 1943und den Kampf um Stalingrad sehen:http://bit.ly/aqUeK2.9191 http://bit.ly/aqUeK2, 15. März 2010.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft49

Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-2005-0003 / Unknown / CC-BY-SA1.9 LuftkriegQuelle: Bundesarchiv, Bild 133-388 /unbekannt / CC-BY-SAEin Plakat von 1940 mit der Aufschrift:„Der Feind sieht Dein Licht!Verdunkeln!“In den Kellern von Häusernsollten viele Menschen Schutz finden.Trotzdem konnte es passieren:Häuser stürzten nach dem Einschlag einer Bombe ein.Dann wurden die Menschen unter den Häusern begraben.Die Menschen sollten bei Bombenalarmihre Gardinen zuziehen.50Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftDeutsche Fliegerbombenzerstörten auch die StädteWarschau in Polen,Rotterdam in den Niederlandenund Belgrad in Serbien.Die Städte waren wichtige Zentrenvon Politik und Wirtschaft.Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R98105 /evtl. Hoffmann, nicht sicher / CC-BY-SAAb 1935 gab es regelmäßige Übungen Luftschutzhelferinnen mitfür den Ernstfall bei einem Luftangriff. Gas-MaskeDie Menschen mussten vieles beachten: in Worms 1939Vorhänge zuziehen,Brände bekämpfen,Trümmer wegräumen.In der Dunkelheit sollten die Fliegerdie Städte und Häuser nicht sehen.Die ersten Bomben im 2. Weltkriegfielen aber nicht auf Deutschland.Deutsche Flieger warfen sieam 1. September 1939auf die polnische KleinstadtDie Stadt Rotterdam in den Niederlanden83wurde beim deutschen Luftangriff 1940Wieluń ab.stark zerstört.Quelle: .htmlDen Nationalsozialisten war schon früh klar:„Im Krieg wird es Angriffe aus der Luft geben.Sie werden mit ihren FlugzeugenBomben über uns abwerfen.“Deswegen wurden 80.000 Sirenenin ganz Deutschland aufgebaut.Sie sollten die Deutschen warnen,wenn es Luftangriffe gab.Die Bomben aus der LuftDie Stadt Coventry in Großbritanniensollten die Gegner schnell schwächen. nach dem deutschen Luftangriff 1941.Die Niederlande zum Beispielgaben vier Tage nach der Zerstörung von Rotterdam auf.Sie kapitulierten.Die Nationalsozialisten nahmen den Todvon tausenden Menschen in den Städten in Kauf.Deutschland führte aucheinen Luftkrieg gegen Großbritannien.Dabei wurden viele Städte schwer getroffen.Zum Beispiel die Hauptstadt London.Viele unschuldige Menschen wurden getötet.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft51

Quelle: i Bundesarchiv, Bild 183H26953 / Unknown / CC-BY-SAGroßbritannien entschied sich im Mai 1940für einen Gegenangriff.Ab 1942 beteiligte sich auch die Luftwaffe der USA.Wichtige Betriebe für die Rüstungsollten in Deutschland getroffen werden.Vor allem in den großen Städten,zum Beispiel in Berlin.Viele Menschen verließen die großen Städte.Sie suchten Schutz auf dem Land.Die meisten Bombenfielen in den letzten Kriegsjahren 1944 und1945.Die Alliierten wollten die Nationalsozialistenmit den Bomben überzeugen:„Ihr habt den Krieg verloren.Dieser Krieg muss aufhören.“84Menschen auf dem WegIm Jahr 2010 wurde der Aufmarsch verhindert.Eine Zusammenfassung kannst Du hier sehen:93NPD ist die Abkürzungfür National-Demokratische Partei Deutschlands.Mehr über die NPD kannst du hier lesen:94Diese Veranstaltungen der NPDund anderen rechten Gruppensind sehr umstritten.Die Rechten tun so,als wären nur die Deutschen die Opfer gewesen.Sie verdrängen:Die deutsche Armee hat den Krieg angefangen.Weitere Infos zur heutigen rechten Szenefindest Du hier:95in einen Luftschutz-Keller in Berlinim Jahr 1944.Heute diskutieren noch vieleüber die Bomben auf Dresden.Die NPD und andere rechte Gruppen und Parteienveranstaltet seit mehreren Jahrenan diesem Tag Aktionen.Angeblich wollen sie damitder deutschen Opfer gedenken.Hier kannst Du einen Beitragüber den Aufmarsch in Dresden von 2009 sehen:9292 http://bit.ly/d0VK8d, 15. März 2010.52Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft93 http://tinyurl.com/36xftjz94 http://bit.ly/d8GKJW, 15. März 2010.95 http://bit.ly/baSPkt, 15. März 2010.Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft53

Quelle: Bundesarchiv, Bild 146-1994-041-07 / Unknown / CC-BY-SAIn Dresden gab es viele Betriebe für die Rüstungund dort waren viele Soldaten.In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945waren die Sirenen ausgefallen.Die Menschen wurden nicht rechtzeitig gewarnt.25.000 Menschen starben bei den Angriffen.Häuser und Straßen wurden zerstört.Strom und Wasser fehlten.AufgabenA: Wo und wann fielen die ersten Fliegerbomben?Wer hat sie abgeworfen?B: Welche Städte wurden von der deutschen Luftwaffe zerstört?Die zerstörte Stadt Dresden imJahr 1945Besonders schlimm war:Die Angriffe aus der Luftkonnten den Krieg nicht beenden.C: Wann fielen die meisten Fliegerbomben?Hitler und viele Deutsche wollten weiter kämpfen.Sie glaubten:„Wir können noch gewinnen!Wir geben uns nicht geschlagen.“Die vielen Opfer waren ihnen scheinbar egal.54Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftNationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft55

AufgabenZeitzeugen:D: Wie beschreiben die Personen die Angriffe auf die Stadt?Welche Gefühle beschreiben sie?Was haben sie in der Situation gemacht?Wie hättest Du in dieser Situation reagiert?56Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I SchülerheftE: Noch heute werden Bomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden.Sie sind damals nicht explodiert.S

Weltkrieg I Schülerheft Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg I Schülerheft 9 1. Der 2. Weltkrieg 1.1 Kriegsziele Schon vor seiner Machtübernahme am 30. Januar 1933 sagte Hitler: „Ich lehne den Friedensvertrag der Sieger von 1918 ab.“ Der Vertrag beschränkte die deutsche Armee auf 100.000 Mann. Hitler wollte eine starke Armee schaffen.