Transcription

TrendbarometerImmobilien-Investmentmarkt 2021Ernst & Young Real Estate GmbHJanuar 2021

Agenda1.Kernergebnisse„Einige durch die COVID-19Pandemie nach vorn katapultiertenVeränderungen werden bestehenbleiben. Die Immobilienbranchemuss hierfür Lösungen finden.“2.Immobilientransaktionsmarkt3.Design der Studie4.Ergebnisse TrendbarometerImmobilien-Investmentmarkt 2021Christian Schulz-WulkowManaging Partner EY Real Estate und5.KontaktLeiter Immobiliensektor Deutschland,Österreich, Schweiz

EditorialLiebe Leserinnen, liebe Leser,als wir Ihnen vor einem Jahr das Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2020 vorstellten, eröffneten wir mit den Worten, dass sich die damals herannahenden Gewitterwolkenweitgehend verzogen und der deutsche Immobilienmarkt die vielfältigen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten unbeschadet überstanden habe. Aus heutiger Sichterscheint diese Phase wie die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm, der uns in Deutschland im März vergangenen Jahres erreichte und der nach vorübergehendem Abklingen nun zuBeginn des Jahres 2021 wieder stärker weht. Das Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2021 steht daher wenig überraschend im Zeichen der Corona-Pandemie.Unsere 15. Befragung von Marktteilnehmern zeigt: Die Immobilienbranche steht 2021 vor großen Herausforderungen. Komplexe Entwicklungen laufen gleichzeitig auf ihrenKulminationspunkt zu – seien es das Ende der Brexit-Übergangsfrist, die anhaltende Pandemie und ihre Folgeerscheinungen oder die Vorboten des Superwahljahres. Auch die ab2022 anzuwendende Taxonomie-Verordnung der EU fordert bereits heute Aufmerksamkeit. In diesem Kontext gewinnt das Thema Nachhaltigkeit spürbar an Bedeutung. NebenDigitalisierung und demografischem Wandel zählt der Klimawandel den Befragten zufolge zu den Megatrends mit dem größten Einfluss auf den Immobilienmarkt. Hier bestehtdringender Handlungsbedarf – aus einer gleichermaßen regulatorischen wie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Motivation.Trotz aller Herausforderungen und eines 2020 insgesamt gesunkenen Transaktionsvolumens schätzt eine überwältigende Mehrheit der rund 200 befragten Marktakteure dendeutschen Immobilienmarkt als attraktiv bis sehr attraktiv ein. Etliche verschobene Deals lassen zudem Nachholeffekte und mindestens eine Seitwärtsbewegung desTransaktionsvolumens auf hohem Niveau erwarten. Während der hiesige Immobilienmarkt im europäischen Vergleich weithin als Gewinner gilt, wird allerdings auch dieSchwankungsbreite etwa zwischen verschiedenen Assetklassen und Geschäftsmodellen breiter. Opportunistische Investoren begeben sich bereits in Lauerstellung.Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Unternehmen, die an der Befragung teilgenommen und uns dadurch einmal mehr eine umfassende und ausgewogene Markteinschätzungermöglicht haben.Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und freuen uns auf einen regen Dialog. Sprechen Sie uns gerne an!Christian Schulz-WulkowManaging Partner, Leiter ImmobiliensektorDeutschland, Österreich, SchweizSeite 3Paul von DrygalskiDirector

Kernergebnisse

KernergebnisseAttraktivitätDeutscher Immobilien-Investmentmarkt zeigtsich resilientMarktumfeldErschwerte Rahmenbedingungen fürProjektentwicklerSeite 5InvestmentvolumenNachholeffekte im Jahr 2021 erwartetCOVID-19-PandemieErholung von bestimmten Teilsegmenten wirdlangfristig kritisch gesehenTransaktionsmarktOpportunistische Investoren bringen sich inPositionKaufpreisentwicklungDifferenzierte Preiseinschätzung bei BürosZunehmende Preisdynamik amWohnimmobilienmarkt

KernergebnisseFinanzierungsmarktErschwerte Bedingungen amFinanzierungsmarkt für alle MarktteilnehmerDigitalisierungEffizienzgewinne durch Digitalisierung nochnicht ausgeschöpftInvestmentfokusWohninvestments stark im Fokus – Büroflächenbleiben begehrtESG-KriterienESG-konforme Investitionen werden sichlangfristig rentierenMegatrendsBranche erkennt Handlungsbedarf fürDigitalisierung und UmweltTrends der einzelnenAssetklassenHomeoffice führt zu höheren Anforderungen anWohnraumBüro im Wandel – von reiner Arbeitsstätte zumpersönlichen TreffpunktSeite 6

Immobilientransaktionsmarkt

Transaktionsvolumina der letzten 15 Jahre Transaktionsvolumina in Mrd. Euro in : 53,844,243,712,020062007Wohnen (nur 3201620172018201920202021Gewerbe20192020Ausblick 2021 Immobilien-Investmentmarkt erzielt höchstesTransaktionsvolumen aller Zeiten Anlageprodukt Immobilie weiterhin stark im Fokus derInvestoren Auch 2021 wird das Transaktionsvolumen ein ähnlichhohes Niveau erreichen Anzahl der Transaktionen nimmt ab Hohe Risikoaversion der Investoren bleibt bestehen Volumina der Transaktionen nehmen zuTransaktionsvolumen bleibt auf einem historisch hohenNiveau* Nur veröffentlichte Transaktionen (ohne IPOs); Quelle: EY ResearchSeite 8

und in den Quartalen des Jahres 2020Transaktionsvolumina im Jahr 2020 in Mrd. Euro in 4,5Q2Q3Q49,3Q1Wohnen (nur Portfolios)GewerbeWohnenGewerbeEntwicklung Höchstes Transaktionsvolumen im ersten Quartal seit2015 „Corona-Quartale“ Q2 und Q3 mit geringstem Umsatzseit 2016 Büroimmobilien bleiben trotz sinkenden Anteils amGesamtvolumen weiterhin stärkste Assetklasse Preise für Wohnimmobilien trotzen COVID-19-Pandemieund steigen weiter Q3 mit niedrigster Anzahl an Transaktionen seit Q32012 Plattform-Deals begünstigen hohesTransaktionsvolumen vor allem im ersten Quartal Zunehmende Renditekompression für TopLogistikimmobilien („Investors‘ Darling“) Der Handel mit Entwicklungsgrundstücken verzeichnetgroße Zuwächse* Nur veröffentlichte Transaktionen (ohne IPOs); Quelle: EY ResearchSeite 9

Die größten deutschen Gewerbeimmobilientransaktionen* QuartalVerkäuferKäuferTargetEinheitenPreisQ1TLG ImmobilienAroundtownÜbernahme TLG Immobilien (78 %)- 4.000 Mio.Q2GodewindCovivioÜbernahme Godewind (Büro)- 1.100 Mio.Q1MetroSCP/x-BricksÜbernahme Real (Einzelhandel)80 900 Mio.Q4AroundtownP3 Logistic Parks/GICMetro-Großhandelsmärkte (Einzelhandel)33 800 Mio.Q4Samsung GroupImfarr/SN Beteiligungen HoldingSilberturm (Büro), Frankfurt1 630 Mio.Q2RFR HoldingApollo Global ManagementKaufhof-Filialen (Einzelhandel)17 600 Mio.Q4Commerz RealArminius GroupGrand-Campus (Büro), Frankfurt1k. A.Q4Patrizia/IVG Garbe Logistik FondsAEWRoots-Portfolio (Logistik)14 500 Mio.Q2TLG Immobilienx-BricksEinzelhandelsportfolio120 490 Mio.Q3AEWTristan Capital PartnersCity-Office-Germany-Spezialfonds (Büro)-k. A.Verkäufergruppen (Gesamtmarkt) Institutionelle Investoren, Projektentwickler/Bauträgersind 2020 die aktivsten Verkäufergruppen* Nur veröffentlichte Transaktionen; Quelle: EY ResearchSeite 10Käufergruppen (Gesamtmarkt)Transaktionsgröße (Top-Deals) Nationale Investoren auf der Käuferseite mit höchstenAnkaufsvolumina (knapp 60 %) Nur noch zwei Transaktionen mit einem Volumen 1.000 Mio. Investoren aus Luxemburg aktivste ausländischeKäufergruppe (knapp 14 %) Gehandeltes Transaktionsvolumen niedriger als imVorjahr Zwei Single-Asset-Transaktionen unter den Top-Deals

und Wohnimmobilientransaktionen* im Jahr isQ1Adler Real EstateADO PropertiesMerger zu Adler Real Estate58.000 6.000 Mio.Q3PrivatinvestorHeimstadenWohnportfolio (Berlin)4.000 840 Mio.Q2Consus Real EstateGröner GroupWohn- und Gewerbeprojektentwicklungen(deutschlandweit)- 690 Mio.Q2Deutsche WohnenLEG ImmobilienWohnportfolio (deutschlandweit)6.400 660 Mio.Q2Isaria WohnbauDeutsche WohnenÜbernahme Isaria WohnbauProjektentwicklungspipeline2.700 600 Mio.Q4Invesco Asset Management DeutschlandReal I.S.Prime-Four-Portfolio (Frankfurt, Dresden, Berlin,Köln)760k. A.Q3k. A.Peach Property GroupWohnportfolio (NRW, Neubrandenburg)5.450k. A.Q1Consus Real EstateADO PropertiesHolsten-Quartier (Hamburg)- 350 Mio.Q3Adler Real Estate/ADO PropertiesPeach Property GroupWohnportfolio (NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz)5.000k. A.Q1MEAGDeutsche Asset One/Union InvestmentImpremium-Portfolio (München)715 300 Mio.Verkäufergruppen (Gesamtmarkt) Immobilien-AGs/REITs mit größten Verkaufsvolumina imJahr 2020* Nur veröffentlichte Transaktionen; Quelle: EY ResearchSeite 11Käufergruppen (Gesamtmarkt)Transaktionsgröße (Top-Deals) Immobilien-AGs/REITs zählen 2020 zu den aktivstenKäufergruppen Fünf Transaktionen im Jahr 2020 500 Mio. Ausländische Investoren (51 %) mit höheremTransaktionsvolumina als deutsche Investoren (49 %) Adler-Übernahme bedingt deutlich höheresTransaktionsvolumen als im Vorjahr Private-Equity-Fonds mit höchstem Ankaufsvolumenseit 2012

Design der Studie

Design der StudieDie Ergebnisse der Studie beruhen auf unserer Umfrage (Oktober 2020), an der rund 200 Investoren, die in den vergangenenJahren am deutschen Immobilienmarkt aktiv waren, teilgenommen haben.Themengebiete des Fragebogens: allgemeine Einschätzung des Immobilien-Investmentmarktes in Deutschland im Jahr 2021durch aktive Marktteilnehmer Immobilien-Investmentstrategie im Hinblick auf die Entwicklung des ImmobilienmarktesDie befragten Unternehmen bilden einen repräsentativen Querschnitt des deutschen Immobilien-Investmentmarktes. Dazuzählen: Banken Kapitalanlagegesellschaften Immobilienfonds Opportunity-/Private-Equity-Fonds (PE) Immobilien-AGs/REITs Privatpersonen/Family Offices institutionelle Investoren Wohnungsgesellschaften ProjektentwicklerNeben der Auswahl aus vorgegebenen Antworten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, zu jeder Frage individuelle Kommentareabzugeben.Seite 13

Ergebnisse TrendbarometerImmobilien-Investmentmarkt 2021

Einschätzungen des deutschen Transaktionsmarktes durch Marktteilnehmer2019„Wir glauben weiterhin ansteigende Mieten in Deutschlandund damit auch an Deutschlandals Investmentmarkt beierwiesenermaßen geringenRenditen.“„Zukünftig wird der Fokus aufBestandsinvestitionen liegen,da hier bessere Renditen zuerwarten sind als bei Zukäufen.“„Große Skepsis gegenübergesetzlichen Änderungen;Verschärfung des Mieterschutzesverringert dieInvestitionsfreudigkeit.“Seite 152020„Mangels Alternativen für privatewie auch institutionelle Investorenbleibt Deutschland für ImmobilienInvestments interessant.“„Starker Wettbewerb beisinkenden Renditen stelltInvestoren vor großeHerausforderungen.“„Solange die politische undrechtliche Situation ungeklärt ist,wie die Bundes- und Landespolitiksich zum ThemaMietendeckel/Mietpreisbremsepositioniert, ist derMietwohnungsbereich wenigerattraktiv.“2021„Aufgrund der weltweitenPandemie werden sich dieZielstandorte der Investitionen2021 verschieben. Der FaktorSicherheit gewinnt weiter anBedeutung.“„Deutschland wird auch 2021seiner Rolle als ‚save haven‘Europas gerecht werden. Zudemsind gewisse Aufholeffekte,bedingt durch verhalteneInvestitionen im Jahr 2020, zuerwarten.“„Die Nachfrage nach Immobilienmit sicherem und langfristigemCashflow wird steigen.“

Deutscher Immobilien-Investmentmarkt zeigt sich resilient„Wie beurteilen Sie die Attraktivität Deutschlands als Standort für Immobilien-Investments im Jahr 2021?“Attraktivität Deutschlands alsStandort für Immobilien-InvestmentsKernaussagen Deutschland wird von nahezu allenBefragten auch im Jahr 2021 als„attraktiv“ oder „sehr attraktiv“eingeschätzt. (98 % vs. 93 %)Dabei hat der Anteil derer, dieDeutschland als „sehr attraktiv“einstufen, im Vergleich zum Vorjahrwieder zugenommen. (38 % vs. 32 %)Der Anteil der Befragten, die dendeutschen Immobilienmarkt als„weniger attraktiv“ einschätzen, istdeutlich gesunken. (2 % vs. 7 %)Sehr attraktivAttraktivAxis TitleSeite 16„Als sicherer Hafen bleibt Deutschlandinteressant und hat 2021 –insbesondere im Vergleich zu anderenInvestitionsstandorten – anAttraktivität gewonnen.“ „Für den gesamten Immobilienmarkt isteine differenzierte Sicht erforderlich,da sich die Assetklassen deutlichunterschiedlich entwickeln werden.“ „Die börsennotierten Immobiliengesellschaften und andere AssetManager sind in einem h zum Vorjahr (2021 vs. 2020) 60%Axis Title StatementsWeniger attraktiv

Investmentvolumen: Nachholeffekte im Jahr 2021 erwartet„Wie wird sich das Investmentvolumen in Deutschland im Jahr 2021 entwickeln?“Kernaussagen Die meisten Befragten erwarten eineSeitwärtsbewegung auf hohem Niveau.(58 % vs. 70 %) Ein steigendes Investmentvolumenwird von einem zunehmenden Anteilder Befragten erwartet.(25 % vs. 14 %) StatementsVeränderung des Investmentvolumens58%Sinkendes Volumen erhält ähnlichenZuspruch wie im Vorjahr.(17 % vs. 16 %)25%17%Seitwärtsbewegung auf hohem NiveauVolumen steigt anIch stimme zuVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)Seite 17Volumen sinkt „Der Anlagedruck bleibt unveränderthoch bzw. steigt weiter – die Coronabedingt aufgeschobenen Investitionenwerden 2021 nachgeholt.“ „Die COVID-19-Pandemie führt zurVerlangsamung von Transaktionsprozessen und zu höherer Unsicherheitauf allen Teilmärkten mit Ausnahmedes ‚sicheren Hafens‘ Wohnen.“ „Ausreichendes Angebot anKaufobjekten ist nicht mehrvorhanden, um Transaktionsvoluminader letzten Jahre zu erreichen.“

Opportunistische Investoren bringen sich in Position„Welchen der folgenden Aussagen zum deutschen Immobilientransaktionsmarkt stimmen Sie für 2021 zu?“Kernaussagen Der deutsche Immobilien-Investmentmarkt wirdals Gewinner der Krise wahrgenommen. (93 %) Die COVID-19-Pandemie hat eine sinkendeRisikobereitschaft institutioneller Investoren zurFolge. (90 %) Kaufentscheidungen institutioneller Investorenwerden zukünftig stark von Nachhaltigkeitsaspekten geprägt. (89 %) Opportunisten und Private-Equity-Häuser drängenwieder vermehrt auf den Immobilienmarkt. (81 %) Sale-and-Leaseback-Transaktionen sowieImmobilienleasing werden als probate Mittel zurStärkung der Liquidität gesehen. (67 %)47%46%47%43%41%48%25%16%Ich stimme zuSeite 186%56%51%Ich stimme eher zu10%„Die Risikoaversität institutioneller Investorensteigt aufgrund der COVID-19-Pandemie weiteran (‚run to quality‘).“11%„Nachhaltigkeitskriterien werden künftigwesentlich für die Kaufentscheidunginstitutioneller Investoren sein.“„Opportunisten und Private-Equity-Häuser sindzurück am Markt und suchen bzw. findenInvestments.“19%30%Ich stimme eher nicht zu„Der deutsche Immobilien-Investmentmarkt gehtim europäischen Vergleich als Gewinner aus derKrise.“3%Ich stimme nicht zu„Zur Stärkung ihrer Liquidität werdenUnternehmen verstärkt Sale-and-LeasebackTransaktionen und Immobilienleasing prüfen.“

Erschwerte Rahmenbedingungen für Projektentwickler„Welchen der folgenden Aussagen zum deutschen Immobilienmarktumfeld stimmen Sie für 2021 zu?“Kernaussagen Die Branche erwartet stark zunehmendeAnstrengungen zur Digitalisierung. (91 %) Der Green Deal schärft das Klimabewusstsein derBranche. (87 %) 41%50%40%„Die Anstrengungen zur Digitalisierung derImmobilienbranche werden stark zunehmen.“9%47%12%1%Seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat sichdie Position von Projektentwicklern deutlichverschlechtert. (73 %)22%Die Mehrheit der Befragten sieht in derEntwicklung der Miet- und Kaufpreise einwichtiges Wahlkampfthema. (63 %)29%Aufgrund frei werdender Kapazitäten bzw.eingeschränkter Nachfrage wird prognostiziert,dass die Baupreise nicht weiter steigen werden.(61 %)Knapp die Hälfte der Befragten erwartet eineErholung von den Auswirkungen der COVID-19Pandemie erst nach 2021. (51 %)Ich stimme zu23%34%14%11%Seite 1951%34%47%38%Ich stimme eher zu33%41%Ich stimme eher nicht zu4%3%6%10%Ich stimme nicht zu„Der Green Deal erhöht den Druck auf dieBranche, CO2-Emissionen einzusparen.“„Die Position von Projektentwicklern hat sich seitAusbruch der COVID-19-Pandemie deutlichverschlechtert (Finanzierung, Fokussierung aufbestimmte Nutzungen etc.).“„Steigende Miet- und Kaufpreise werden zu einemwichtigen Wahlkampfthema im Bundestagswahljahr 2021.“„Freie Kapazitäten bzw. eine eingeschränkteNachfrage in der Baubranche führen zu einemgesünderen Wettbewerb und nicht weitersteigenden Baukosten.“„Der Immobilienmarkt wird sich im Laufe desJahres 2021 weitgehend von den Folgen derCOVID-19-Pandemie erholt haben.“

Erholung von bestimmten Teilsegmenten wird langfristig kritisch gesehen„Wann werden sich nachfolgende Assetklassen von der COVID-19-Pandemie vollständig erholt haben?“Kernaussagen Für die Assetklasse Büro erwarten die Befragteneine kurz- bis mittelfristige Erholung. Insbesondere den Core-Lagen traut dieBranche eine schnelle Erholung zu. tisch werden dagegen periphere Lagengesehen.Ähnliche Zukunftsperspektiven teilen dieBefragten für Hotel-/Gastimmobilien. Langfristig könnten besonders BusinessHotels von den Auswirkungen der COVID19-Pandemie betroffen sein.Bei Handelsimmobilien erwarten die Befragtenkeine kurzfristige Erholung. Ein sehr pessimistisches Stimmungsbildherrscht besonders im Bereich 1%7%6%10%7%2%2021Seite 20Einzelhandel2022–2023Gar nicht3%

Differenzierte Preiseinschätzung bei Büros – trübe Stimmung im Einzelhandel„Wie schätzen Sie die Kaufpreisentwicklung in Deutschland im Jahr 2021 in Abhängigkeit von Nutzungsart und Lage ein?“Kernaussagen Überwiegend gleich bleibende Preise werden für1a-Bürolagen prognostiziert. (65 % vs. 41 %) Nur noch jeder Fünfte geht von steigendenPreisen für Büros in 1a-Lagen aus.(19 % vs. 57 %) 2%Preise steigenPreise bleiben gleichPreise fallen1aVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)Seite 2183%72%Für Büroimmobilien in peripheren Lagen werdenhingegen Preisabschläge antizipiert.(77 % vs. 25 %)Im Einzelhandel erwartet die große Mehrheit derUmfrageteilnehmer fallende Preise über alleLagen hinweg.(1a: 72 % vs. 38 %)(1b: 80 % vs. 58 %)(Peripherie: 83 % vs. 71 %)80%1%2%Preise steigen1b15%Preise bleiben gleichPreise fallenPeripherie* Mehrfachantworten möglich

Zunehmende Preisdynamik am Wohnimmobilienmarkt„Wie schätzen Sie die Kaufpreisentwicklung in Deutschland im Jahr 2021 in Abhängigkeit von Nutzungsart und Lage ein?“Kernaussagen Bei Wohnimmobilien in 1a- und 1b-Lagen geht dieMehrheit der Befragten von steigenden Preisenaus.(1a-Lage: 77 % vs. 55 %; 1b-Lage: 60 % vs. 60 %) Auch periphere Lagen werden als weitgehendpreisstabil eingeschätzt.(Gleich bleibend: 50 % vs. 59 %)Wohnen*77% Folglich erwartet die große Mehrheit derUmfrageteilnehmer weiter steigende Preise fürWohnimmobilien.60%50%44%39%22%6%1%Preise steigen1aVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)Seite 22Preise bleiben gleich1b1%Preise fallenPeripherie* Mehrfachantworten möglich

Gegenläufige Preiserwartung bei Logistik- und Hotelimmobilien„Wie schätzen Sie die Kaufpreisentwicklung in Deutschland im Jahr 2021 in Abhängigkeit von Nutzungsart und Lage ein?“Kernaussagen Logistik*Hotel*Für Logistikimmobilien werden weiterePreissteigerungen in 1a-Lagen prognostiziert.(72 % vs. 55 %)Ein gleich bleibendes Preisniveau wird für 1b- undperiphere Logistiklagen erwartet.(1b: 48 % vs. 56 %;Peripherie: 57 % vs. 59 %)Die überwiegende Mehrheit der Befragten geht fürsämtliche Hotellagen von einem fallendenPreisniveau im Jahr 2021 aus.(1a: 74 % vs. 11 %;1b: 85 % vs. 18 %;Peripherie: 91 % vs. 38 %)91%85%74%72%57%49%48%32%27%23%14%11%1%Preise steigenPreise bleiben gleichPreise fallen1aVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)Seite 238%3%3%1%1%Preise steigen1bPreise bleiben gleichPreise fallenPeripherie* Mehrfachantworten möglich

Erschwerte Bedingungen am Finanzierungsmarkt für alle Marktteilnehmer„Welchen der folgenden Aussagen zum deutschen Immobilienfinanzierungsmarkt 2021 stimmen Sie zu?“Kernaussagen Umfrageteilnehmer erwarten auch für 2021 eineverschärfte Risikoprüfung bei der Kreditvergabe.(99 %) Die Anzahl der Non-Performing und DistressedLoans wird zunehmen. (86 %) Die Mehrheit der Befragten prognostiziertsinkende LTVs und höhere Eigenkapitalkosten.(85 %) Bei der Kreditvergabe genießt RelationshipBanking Vorrang gegenüber dem Neukundengeschäft. (78 %) Steigende Margen werden vom Großteil derUmfrageteilnehmer erwartet. (72 %)60%32%62%25%Ich stimme zu1%54%23%20%Seite 2439%53%52%Ich stimme eher zuIch stimme eher nicht zu13%„Es wird zu einer Zunahme von Non-Performingund Distressed Loans kommen.“15%„Die LTVs (Loans to Value) werden kurz- bismittelfristig sinken und dadurch höhereEigenkapitalkosten verursachen.“„Die Kreditvergabe erfolgt vorwiegend anBestandskunden (Relationship Banking); esbestehen verhältnismäßig hohe Hürden fürNeukunden.“22%25%„Die Risikoprüfung wird sich weiter verschärfen(insbesondere Nutzungsklassen und Bonität derMieter).“3%Ich stimme nicht zu„Die Margen werden sich im Vergleich zu denletzten Jahren wieder erhöhen.“

Wohninvestments stark im Fokus – Büroflächen bleiben begehrt„Wie stark stehen die folgenden Nutzungsarten im Jahr 2021 in Ihrem Investmentfokus?“Kernaussagen Die Mehrheit der Befragten favorisiert dieNutzungsart Wohnen.(Stark/Mittelmäßig: 80 % vs. 71 %) Büroinvestments verlieren etwas an Zuspruch.(Stark/Mittelmäßig: 67 % vs. 77 %) Die Assetklassen Logistik und Gesundheit sindinvestorenseitig beliebter als Einzelhandel undHotel. (Stark/Mittelmäßig bei Logistik undGesundheit: 55 % bzw. 40 %) 69%30%20%5%4%Seite 2521%20%19%8%StarkVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)37%34%2021 werden Hotelinvestments nur sehr partiellnachgefragt. (Gering/Gar nicht: 88 %)11%14%7%17%43%36%30%58%GeringGar kGesundheitEinzelhandelHotel

Büro: Berlin zurück an der SpitzeEinzelhandel: München weiterhin deutlich die Nummer eins„Welche deutschen Standorte stehen im Jahr 2021 besonders in Ihrem Investmentfokus?“Kernaussagen Büroimmobilien in Berlin werden von denInvestoren favorisiert. (17 % vs. 14 %) Bürolagen außerhalb der Top 7 bleibenverhältnismäßig schwach nachgefragt.(Hannover: 5 % vs. 5 %;Leipzig/Dresden: 6 % vs. 6 %)Büro und Einzelhandel*21%17%13% München legt beim Einzelhandel weiter zu (21 %vs. 18 %) und verzeichnet für das Jahr 2021 diehöchste dorfFrankfurt7%5%BüroSeite 2613%9%Berlin (14 %) und Hamburg (13 %) sind nebenMünchen die beliebtesten Einzelhandelsstandorteder Bundesrepublik.Vergleich zum Vorjahr (2021 vs. esdenMünchenStuttgart* Mehrfachantworten möglich

Wohninvestments in Ballungsräumen gleichermaßen beliebt„Welche deutschen Standorte stehen im Jahr 2021 besonders in Ihrem Investmentfokus?“Kernaussagen Die Standorte Berlin (13 % vs. 9 %) und München(13 % vs. 12 %) werden im Bereich Wohnengleichermaßen bevorzugt. Berlin hat aufgrund der politischen Einflussnahmeseine herausragende Stellung der Vorjahreverloren. Frankfurt (12 % vs. 12 %) und Hamburg(12 % vs. 13 %) verzeichnen ein anhaltend hohesNachfrageniveau bei hnenBerlinVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)Seite DresdenMünchenStuttgart* Mehrfachantworten möglich

Branche erkennt Handlungsbedarf für Digitalisierung und Umwelt„Welche Megatrends werden den deutschen Immobilienmarkt in den nächsten fünf bis zehn Jahren am meisten beeinflussen?“Kernaussagen Die Digitalisierung ist bedeutendster Megatrend,mit steigender Tendenz.(94 % vs. 89 %) Trotz abnehmender Bedeutung beschäftigt derdemografische Wandel den Großteil derImmobilienbranche.(85 % vs. 91 %) 60%45%13%Die Relevanz von politischen Instabilitäten undUnsicherheiten nimmt deutlich ab.(55 % vs. 80 %)Weniger als die Hälfte der Befragten sorgt sich umweitere Pandemien. (40 %)Ich stimme zuVergleich zum Vorjahr (2021 vs. 2020)Seite obalisierung der Investmentströme15%32%36%33%36%46%Ich stimme eher zuDigitalisierungDemografischer Wandel13%45%32%5%1%2%40%37%Der Klimawandel entwickelt sich zumwesentlichen Indikator des immobilienwirtschaftlichen Umfeldes.(82 % vs. 72 %)Die Zinsentwicklung beschäftigt dieImmobilienbranche in abnehmendem Maße.(64 % vs. 82 %)34%Ich stimme eher nicht zu9%14%Politische Instabilitäten/UnsicherheitenWeitere PandemienIch stimme nicht zu

Effizienzgewinne durch Digitalisierung noch nicht ausgeschöpft„Wie schätzen Sie die folgenden Digitalisierungstrends ein?“Kernaussagen Umfrageteilnehmer messen der Digitalisierunginnerhalb des Unternehmens einen zunehmendenStellenwert bei. (97 %) Die Mehrheit der Befragten sieht Effizienzgewinnebei Transaktionen durch digitale Plattformen undDatenstandards. (88 %) BIM profitiert von der Verpflichtung beiöffentlichen Ausschreibungen. (83 %)69%28%44%44%33%Ich stimme zuSeite 2950%Ich stimme eher zuIch stimme eher nicht zu2%12%17%Ich stimme nicht zu„Die Digitalisierung erhält einen immer höherenStellenwert im Unternehmen.“„Digitale Plattformen und Datenstandardsmachen Transaktionen effizienter.“„Building Information Modeling (BIM) erfährtAufwind durch die Verpflichtung bei öffentlichenAusschreibungen.“

ESG-konforme Investitionen werden sich langfristig rentieren„Wie bewerten Sie die nachfolgenden Aussagen zur Einbindung von ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance)?“Kernaussagen Die Immobilienbranche steckt hinsichtlich derEinbindung von ESG-Kriterien noch in denKinderschuhen. (97 %) Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien wirddurch die EU-Taxonomie gefördert und erhöht denDruck auf die Branche. (95 %) Mittel- bis langfristig ist eine steigendeRentabilität aufgrund der Implementierung vonESG-Kriterien zu erwarten. (65 %)58%39%62%21%Ich stimme zuSeite 3033%44%Ich stimme eher zu30%Ich stimme eher nicht zu3%„Die Branche steht hinsichtlich derOperationalisierung von ESG-Kriterien imUnternehmen noch am Anfang, insbesondere inBezug auf die automatisierte Erhebungberichtsfähiger Daten und die organisatorischeEinbindung.“5%„Im Zuge der EU-Taxonomie steigt der Druck desKapitalmarktes zur Implementierung von ESGKriterien.“5%„Mittel- bis langfristig führt die Berücksichtigungvon ESG-Kriterien zu steigender Rentabilität(kurzfristig: höhere Kosten; langfristig: steigendeWerte und günstigere Finanzierungen).“Ich stimme nicht zu

Homeoffice führt zu höheren Anforderungen an Wohnraum6% 1%15%„Der Anspruch anWohnraumqualität wird45%durch Arbeiten imHomeoffice steigen(Konnektivität,48% Ausstattung, Fläche etc.).“93 %8%„Gesetzliche Restriktionen(Vorkaufsrechte,43%Mietendeckel etc.)beeinflussen denWohnungsmarkt mehr alsdie COVID-19-Pandemie.“84 %41%„Was sind 2021 dieTop-Trends derNutzungsklasseWohnen?“10%15%Ich stimme zu6%„Durch eine partielleVerschiebung derStandortpräferenzenzugunsten dezentralerRäume wird es zu einerEntspannung derinnerstädtischenWohnungsnachfragekommen.“32 %53%„ÜberschüssigeHotelkapazitäten könntenteilweise in (betreutes)Wohnen umgenutzt38%werden.“44%54 %Seite 311%Ich stimme eher zuIch stimme eher nicht zuIch stimme nicht zu26%

Büro im Wandel – von reiner Arbeitsstätte zum persönlichen Treffpunkt10% 1%„Die Identität bzw.Wahrnehmung des Büros 39%verändert sich – vom reinenArbeitsplatz zumIdentifikations- undInteraktionstreffpunkt.“89 %„‚Smart Building‘ heißt in37%Zukunft auch ‚HealthyBuilding‘ (Sensorik,intelligente Belegungsplanung, Belüftung,berührungsloseBedienung).“88 %51%50%„Was sind 2021 dieTop-Trends derNutzungsklasseBüro?“4%6%20%„Die zunehmendeFlexibilisierung derArbeitsplatzmodelle sorgt32% für eine gesteigerte (kleinteilige) Büroflächennachfrage in dezentralenLagen (Satellitenbüros).“62 %24%25%1%11%„Nachhaltige Etablierungvon Homeoffice sorgt fürabnehmendeFlächennachfrage.“71 %42%47%Seite 32Ich stimme zuIch stimme eher zuIch stimme eher nicht zuIch stimme nicht zu

Flexibilität im Einzelhandel notwendig, um Verödung der Innenstädte zu stoppen6% 1%4% 1%„Der schwächelndeTextilhandel setzt dieMieten unter Druck.“95 %43%10%52%43%„Eigentümerseitig wirdmehr Flexibilitäterforderlich (niedrigeFestmieten, Schwerpunktauf Umsatzmieten).“93 %„Was sind 2021 dieTop-Trends derNutzungsklasseEinzelhandel?“2%11%30%„Die Flexibilisierung derLadenöffnungszeiten undSonntagsöffnungen könnenhelfen, den stationären29%Einzelhandelwiederzubeleben.“60 %„Die Umsatzverschiebung 39%in Richtung Online-Handelkann zur Verödung vonInnenstädten führen.“88 %49%30%Seite 3350%Ich stimme zuIch stimme eher zuIch stimme eher nicht zuIch stimme nicht zu

COVID-19 bedingt Wertkorrekturen und Konsolidierungen am Hotelmarkt3%7%„Hotelimmobilien erfahrenkurz- bis mittelfristig42%Wertkorrekturen.“54%96 %48%„Was sind 2021 dieTop-Trends derNutzungsklasseHotel?“1%18%2%25%56%Ich stimme zu16%„Hotels im unteren bzw.35% mittleren Qualitätssegmentsowie Serviced-ApartmentHotels erholen sich amschnellsten von denAuswirkungen der COVID19-Pandemie.“63 %47%„Hotels verlieren in derAnlagestrategieinstitutioneller Investorenan Bedeutung.“81 %Seite 34„Die COVID-19-Pandemieführt zu einer umfassenden 45%Konsolidierung unterBetreibergesellschaften.“93 %Ich stimme eher zuIch stimme eher nicht zuIch stimme nicht zu

Weitere Statements der Umfrageteilnehmer„Die fehlenden globalen Alternativen sowohl inder Assetklasse Immobilien als auch in anderenAssetklassen lassen Deutschland weiter alssicheren Hafen erscheinen.“„Aufgrund mangelnder Alternativen bleibt derdeutsche Immobilien-Investmentmarkt weiterhinattraktiv. Allerdings werden die Segmente Büro,Hotel, Einzelhandel und evtl. auch Studentenapartments wahrscheinlich weniger nachgefragtwerden. Im Wohnbereich hängt die Attraktivitätstark von den politischen Rahmenbedingungenab (Mietpreisregulierungen, behördlicheAuflagen, energetische Standards etc.).“„Deutschland hat sich in der Corona-Pandemiedeutlich besser geschlagen als der Rest Europasund sich damit als attraktiver und stabilerInvestmentstandort zusätzlich empfohlen.“Seite 35„Aufgrund der Nachwirkungen von COVID-19 aufdie Realwirtschaft wird sich der Immobilienmarktweiterhin seitwärts bewegen, mit einerAusweitung des ‚bid-ask spread‘ und einerzunehmenden Nachfrage nach Core-Produkten,verhaltenen Finanzierungen und verlangsamtenGenehmigungsverfahren im

Ernst & Young Real Estate GmbH Januar 2021. Agenda 1. Kernergebnisse 2. Immobilientransaktionsmarkt 3. Design der Studie 4. Ergebnisse Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2021 5. Kontakt „Einige durch die COVID-19- . Leiter Immobiliensektor